Facebook und HTML5: Eine On-Off-Beziehung
Ursprünglich war Facebook ein großer Unterstützer von HTML5 und brachte seine iOS- und Android-Apps auf HTML-Basis heraus. Nachdem die Apps aber nicht so gut performten, wie erhofft, ruderte Mark Zuckerberg im September wieder etwas zurück und gab zu verstehen, dass es ein großer Fehler gewesen sei, so stark auf HTML5 zu setzen.
Rückkehr zu nativem Code erst kürzlich abgeschlossen
Im Anschluss wurde die iOS-App relativ schnell in eine Version mit nativer Code-Basis umgewandelt. Erst vor wenigen Tagen erfolgte dieser Schritt auch mit der Android-App und somit funktionieren beide mobilen Anwendungen von Facebook nun wieder mit dem jeweiligen nativen Code.
Fastbook zeigt, dass eine schnelle HTML5-App möglich ist
Glaubt man den Entwicklern des amerikanischen Startup Sencha, dann hätte Facebook nicht wieder zurück zu nativen Anwendungen wechseln müssen. Anscheinend war die Umsetzung von Facebook einfach nicht optimal erledigt worden. Mit einer App namens Fastbook, die ihre Daten über die Facebook API bezieht, demonstriert Sencha eindrucksvoll eine HTML5-Variante von Facebook die in Sachen Geschwindigkeit mit der nativen Variante mithalten kann und darüber hinaus sogar noch einige verbesserte Features anbietet.
Zum Beispiel wird beim Wechsel der einzelnen Seiten innerhalb von Fastbook nicht der komplette Seiteninhalt neu geladen, Kommentare werden ebenfalls mit kontinuierlichem Scrollen dargestellt und Sencha hat der Anwendung einen Landscape-Modus spendiert. Die Anwendung kann mit einem mobilen Gerät unter diesem Link aufgerufen werden. Auf dem Desktop funktioniert sie leider nicht einwandfrei. Alle Informationen zum Entwicklungsprozess hat Sencha ausführlich in einem Blog-Eintrags beschrieben.
Weiterführende Links:
- Mark Zuckerberg: Our Biggest Mistake Was Betting Too Much On HTML5 - TechCrunch
- The Making of Fastbook: An HTML5 Love Story - Sencha Blog
- Fastbook-Applikation
- Facebook für Android jetzt als native App – schneller und performanter - t3n









von Nikolas Hagelstein via facebook 19.12.2012 (11:51Uhr) 1.
hmm Sencha ein Startup? Öhm ...
von dafire 19.12.2012 (11:55Uhr) 2.
Der Unterschied zwischen Fastbook und der alten Facebook App ist das die Facebook App als Hybrid-App im Appstore war und UIWebViews benutzt und Fastbook direkt im Safari läuft.
Leider verweigert Apple den Entwicklern den Zugriff auf die Nitro-Javascript-Engine die der Safari verwendet. Javascript läuft im Safari ca 3x schneller ab als innerhalb von Hybrid-Apps die auf nativen Code und Webviews setzen.
von Fabian Puszies via facebook 19.12.2012 (13:44Uhr) 3.
Coole Aktion. Wobei man beachten sollte, dass andere Browser, welche nicht von Apple sind, wesentlich langsamer sind und so nicht mithalten könnten im Vergleich zur nativen App.
von Robert Kummer via facebook 19.12.2012 (15:47Uhr) 4.
Sencha ist nun wirklich kein Startup mehr und blöd ist, dass man keine Likes und Comments auf Fastbook abgeben kann...ach ja und auf dem Opera unter Android geht es gar nicht. Aber sonst recht schick
von Fastbook: HTML5 App schneller als native… 19.12.2012 (19:07Uhr) 5.
[...] via t3n [...]
von chillma 20.12.2012 (06:10Uhr) 6.
@Robert Kummer: Wer nutzt denn bitte Opera auf Android? Oder iOS? Außerdem ist es vermutlich nur eine Demo und daher wurde die Kommentar oder Like funktion sicherlich nicht eingebaut.
Ich finds gut was sie zu stande gebracht haben und beweisen, dass HTML5 super ist. Natürlich in Verbindung mit viel JavaScript.
von Facebook in Links (Dezember 2012) | 02.01.2013 (09:58Uhr) 7.
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