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fbcamp: Was die Facebooker in Deutschland bewegt

fbcamp: Was die Facebooker in Deutschland bewegt

Am vergangenen Freitag und Samstag fand in Hamburg wieder das fbcamp statt. Rund 170 Onliner trafen sich im Reallife, um sich zum Themenkomplex auszutauschen. Es ging um Shitstorms, Facebook-Recht und den Open Graph - also inhaltlich, doch letztlich ging es vielen Teilnehmern doch vor allem um die Übertragung des Facebook-Gedanken auf das echte Leben: Soziale Vernetzung.

fbcamp: Was die Facebooker in Deutschland bewegt

fbcamp: Man trifft sich

BarCamps sind eine tolle Sache. Menschen aus allen Teilen der Republik und sogar darüber hinaus treffen sich an einem Ort, um sich zu einem ganz bestimmten Thema auszutauschen. Am letzten Wochenende war es das Thema Facebook, zu dem Silke Schippmann und Christian Rasch das fbcamp organisiert haben. Eins mal gleich vorweg: Die Orga war +1, Entschuldigung, einen Like wert. Wer wie ich zum ersten Mal im Attraktor aufschlug, war anfangs vielleicht etwas verwirrt, denn eine klassische Veranstaltungsumgebung ist die Location am Mexikoring 21 beileibe nicht.

Das fbcamp fand im Attraktor statt.

Aber das ist keinesfalls schlimm, im Gegenteil, es war herrlich nerdig und für kreatives Schaffen wie gemalt. Und auch sonst gab es nicht nur nichts auszusetzen, sondern im Gegenteil: Es gab reichlich Strom, das WLAN funktionierte prima und der Kaffee war zu jeder Zeit heiß und lecker. Über das Essen verliere ich keine Worte, die Schlange sagt wohl alles.

In einer solchen Atmosphäre lässt sich gut netzwerken und dafür war zwischen den Sessions immer wieder Zeit. Ich war allerdings etwas verwundert, dass ich fast alleine am Tischrund sitzen konnte/musste, als ich meinen fbcamp-Artikel über SocialBench geschrieben habe.

Die Themen der Sessions sind also so gut angekommen, dass sie viele in die Räume im gegenüberliegenden Gebäude gelockt haben. Leider habe ich die Highlights des ersten Tages mit der Rant-Session von Sascha P. Pfeiffer und die wie immer am besten besuchte Session zum Facebook-Recht von Thomas Schwenke verpasst. Aber auch das gehört zu einem BarCamp.

Hat sich das fbcamp überholt?

Ein thematisch eng definiertes BarCamp wie das fbcamp wird kaum jemals mit überraschenden Themen glänzen können, es sei denn es geht um Offtopic-Sessions wie beispielsweise die zum Thema Burnout, die Silke Schippmann angeboten hatte. Eine gute Idee ist es, so man kein Themenneuling ist, keine allzu großen inhaltlichen Erwartungen an ein Barcamp zu haben. Es geht weniger um eine frontale Wissensvermitteilung, als viel mehr um moderierte Diskussionen. Experten werden hier nicht zu Ober-Experten ausgebildet, sondern es geht um die Basics und unterschiedliche Sichtweisen aus der Praxis für die Praxis. Beherzigt man diesen Punkt und geht dazu noch zu den Themen in die Sessions, zu denen man noch nicht alles weiß, dann lohnt sich ein BarCamp eigentlich immer. Und wer schon zu jedem Thema alles weiß, lässt andere an dem Wissen teilhaben und schlägt selbst ein Thema vor.

Bevor ich allzu weit abschweife: Hat sich das fbcamp also schon wieder überholt? Wie komme ich eigentlich auf diese Frage? Ich habe sie mir bei Stefan Evertz „ausgeborgt“ – er hatte sie in seinem Rückblick thematisiert. Hat er damit Recht? Ja und nein! Ja, weil es wirklich kaum neue Themen gab, vom Social Graph mal abgesehen – und nein, weil das BarCamp eben das widerspiegelt, was Facebook anbietet. Fehlen bei Facebook die Innovationen, fehlen sie auch auf einem fbcamp.

Aus meiner Sicht wird an dieser Stelle der Börsengang sichtbar. Facebook ist nur noch in den Bereichen „innovativ“ die Geld einbringen. Das ist verständlich aus der Sicht von Facebook selbst und wird die Anleger freuen, doch es ist auch gefährlich. Ein längeres Ausbleiben von Innovationen ist in einem so dynamischen Umfeld wie dem Social Web ein gigantischer Rückschritt. Noch hat Facebook einigen Vorsprung, aber die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht.

Wird Facebook in den nächsten Monaten wieder innovativ, dürfte das fbcamp 2014 nicht nur sehr regen Zulauf haben, sondern sich auch inhaltlich wieder neuerfinden.

Spinnt doch mal ein wenig mit mir rum: Welche Innovationen könnten Facebook wieder nach vorne bringen und das nächste fbcamp mit spannenden Themen bereichern?

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Eine Antwort
  1. von Sven am 08.03.2013 (10:46 Uhr)

    Falsch gedacht, finde hier ist nicht Facebook ist gefordert, sondern die Leute die Marketing drumrum machen. Und noch mehr die Speaker auf solchen Barcamps. Weg von Schnarchthemen wie "Reichweite ist nicht alles" hin zu kreativen Cases (gern auch international) und Einblicke in die eigene Arbeit mit knackigen Insights.

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