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FBI will iPhone-Hintertür: Apple antwortet mit offenem Brief

FBI will iPhone-Hintertür: Apple antwortet mit offenem Brief

Ein US-Gericht hat zur Mithilfe beim Entschlüsseln des iPhones eines Terroristen aufgefordert. Unternehmenschef lehnt das jedoch ab, und erklärt in einem offenen Brief, warum er es für einen gefährlichen Präzedenzfall hält.

US-Gericht verlangt Apples Hilfe beim Entsperren eines iPhones

Ein Gericht im kalifornischen Los Angeles hat Apple dazu verpflichtet, dem FBI beim Hacken eines 5c zu helfen. Apple-CEO Tim Cook lehnt diese Vorgabe jedoch ab und hat sich in einem offenen Brief zu dem Gerichtsurteil geäußert. Nach Meinung des Apple-Chefs verlange das FBI, eine Hintertür für das iPhone zu entwickeln. Das jedoch würde die Sicherheit aller Kunden beeinträchtigen.

Laut Gerichtsbeschluss soll Apple eine angepasste iOS-Version entwickeln, die verschiedene Sicherheitsmechanismen außer Kraft setzen würde. Damit soll es den FBI-Ermittlern vereinfacht werden, das iPhone-Passwort mittels einer automatisierten Brute-Force-Attacke zu knacken. Zwar soll die vom FBI verlangte Software nur bei diesem einen iPhone zum Einsatz kommen, Tim Cook weist in seinem offenen Brief aber darauf hin, dass das niemand garantieren könne. Die Forderung, auf Geheiß der Regierung eine iOS-Hintertür zu entwickeln, nennt Cook daher einen gefährlichen Präzedenzfall.

Apple-CEO Tim Cook lehnt die Forderung des Gerichts ab. (Foto: JStone / Shutterstock.com)
Apple-CEO Tim Cook lehnt die Forderung des Gerichts ab. (Foto: JStone / Shutterstock.com)

iPhone gehörte einem der San-Bernadino-Attentäter

Das iPhone 5c, um das es geht, soll Syed Rizwan Farook gehört haben. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Tashfeen Malik hatte Farook am zweiten Dezember 2015 einen Anschlag auf eine gemeinnützige Einrichtung in kalifornischen San Bernadino verübt. Dabei kamen 14 Menschen ums Leben und 21 weitere wurden verletzt. Farook und seine Frau wurden auf der anschließenden Flucht erschossen.

Das FBI geht von einem Terroranschlag aus, da Farook vor dem Anschlag in einem Facebook-Post seine Unterstützung für den sogenannten „Islamischen Staat“ geäußert hatte. Das FBI hofft, auf dem iPhone von Farook Informationen zu möglichen Komplizen zu finden. Ob die US-amerikanische Polizeibehörde dabei allerdings Hilfe von Apple erhalten wird, muss jetzt wohl erneut vor Gericht geklärt werden.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „SpiderOak, Tor und Co. – 5 Tipps und Tools von Edward Snowden für mehr Privatsphäre im Netz“.

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4 Antworten
  1. von Peter P am 17.02.2016 (14:35 Uhr)

    Nanu, stehen nicht normalerweise empfindliche Strafen darauf, wenn man als US-Unternehmen solche Fakten ausplaudert?

    Riecht ein bisschen nach dem klassischen Good-cop/bad-cop Spiel - es ist ja davon auszugehen, dass sowohl iOS als auch Android bereits Hintertüren im Auftrag der Geheimdienste eingebaut haben. Mit einem solchen öffentlichen Brief kann Apple natürlich das Vertrauen der Nutzer (zurück)gewinnen, wovon natürlich auch die Geheimdienste profitieren, wenn sie bereits Zugriff haben.

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  2. von E. am 17.02.2016 (14:47 Uhr)

    »auf der anschließenden Flucht erschossen.«
    Mal einfach nicht auf die Leute losballern deren Informationen man wünscht, kommt den Gericht nicht in den Sinn.

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  3. von Kosmo am 17.02.2016 (20:38 Uhr)

    Klingt mir - leider - wie ein Schauspiel, auch wenn ich Apple gerne vertrauen würde dass bisher keine Backdoor existiert...

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