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Fehlende EU-Normen: Verkaufsverbot für tausende Smartphones und Router droht

    Fehlende EU-Normen: Verkaufsverbot für tausende Smartphones und Router droht

(Foto: Shutterstock)

Ab Juni könnte die Auswahl von Smartphones, WLAN-Routern oder Navigationsgeräten im Handel stark eingeschränkt werden. Ein Verkaufsverbot droht. Die Bundesregierung kritisiert die EU-Kommission.

Verkaufsverbot für „funkende“ Geräte droht

Die neue Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries schlägt Alarm: Im Juni läuft eine EU-Richtlinie aus, die die technischen Standards für Geräte festschreibt, die Funksignale senden und empfangen. Weil – laut Bundesregierung – die EU-Kommission bei der Verabschiedung entsprechender neuer Zulassungsnormen geschlampt haben soll, könnte es ab Sommer ein Verkaufsverbot für Smartphones, WLAN-Router oder Navis geben, wie die Welt berichtet. Die EU sieht dagegen die europäische Normungsorganisation ETSI in der Verantwortung.

Bundesregierung: Verkaufsverbot für Smartphones ab Juni droht. (Foto: Shutterstock)

In einem Schreiben an die EU-Kommission, das der Welt vorliegt, warnt Zypries: „Nach Ablauf der Übergangsfrist werden ab Juni 2017 zahllose neue, innovative Produkte aufgrund fehlender Zulassungsnormen nicht auf den Markt gebracht.“ Außerdem müssten tausende „alte“ Produkte der Hersteller von Elektronikprodukten aus dem Verkauf genommen werden, wie Zypries kritisiert. Das treffe natürlich die Verbraucher, aber auch den Handel sowie die Hersteller der Elektro- und Elektronikbranche.

Aufgrund der fehlenden Normen, etwa der Baunorm ETSI EN 301 893 für Geräte, die nach aktuellen Fünf-Gigahertz-WLAN-Standards funken, müssten die Hersteller so genannte Einzelprüfungen durchlaufen. Das sei aber zeitlich aufwendig und teuer, wie Urban Bastert vom Router-Hersteller AVM der Welt sagte. Aufgrund des zu erwartenden Andrangs dürfte eine rechtzeitige Prüfung neuer Produkte im schlimmsten Fall dann ohnehin nicht möglich sein.

Verkaufsverbot wegen fehlender EU-Normen: „Blockade des Marktzugangs“

Für die Mehrzahl asiatischer Elektronikhersteller ist das Aufsuchen einer solchen notifizierten Stelle für die Einzelfallprüfung schlicht nicht möglich. Die teure Prüfung könnten oder wollten sich wahrscheinlich nur Konzerne leisten, die Produkte mit hohen Margen oder hohen Stückzahlen auf den Markt bringen. Wenn die EU-Kommission das drohende Dilemma nicht löst – etwa, indem die Frist noch einmal verlängert wird – käme das einer „nahezu vollständigen Blockade des Marktzugangs für die Hersteller von Funkprodukten“ gleich, meint Bastert.

Peter
Peter

Könnte mir der Autor mal erklären, wieso er auch Navis dazu zählt?
Seit wann funken die?

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Jörn Brien

Ich zitiere mal die Wikipedia zu Navigationsgeräten: "Da jedoch bei der Satellitennavigation ebenfalls Radiowellen zur Datenübertragung und Positionsbestimmung genutzt werden, kann man sie zu den Funknavigationssystemen zählen."

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Peter
Peter

Sie NUTZEN Radiowellen. Genauso wie Radios und Fernseher. Navis EMPFANGEN Satellitensignale und berechnen aus den Laufzeitunterschieden mehrerer Satelliten die Position. Glaubst du wirklich, jedes Navi sendet Signale an die Satelliten und bekommt eine Antwort?

Jörn Brien

Es geht in der Richtlinie 2014/53/EU um Geräte, "die Funkwellen empfangen oder senden können" -> laut EU: "Unter Funkanlagen fallen Produkte wie Mobiltelefone, GPS/Galileo-Empfänger und drahtlose Autotüröffner." (http://www.maschinenrichtlinie-2006-42-eg.de/neue-richtlinie-201453eu-über-funkanlagen-veröffentlicht)

Carlos
Carlos

Wie finden Navigationsgeräte die Route?

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Jörg
Jörg

Sorry, ist die Frage ernst gemeint? Alle Navis brauchen Kartendaten. Entweder im Gerät gespeichert (oder auf DVD) oder heruntergeladen. Das dient nicht nur dazu, ein schönes Bild der Umgebung anzuzeigen, sondern auch, um die Route zu berechnen. Google Maps braucht auch keine Satellitenverbindung. Das GPS erspart dir nur die Arbeit, deine aktuelle Position manuell einzugeben.

Jan
Jan

Geschlampt? Oder doch eiskalkt kalkuliert?

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Martin Bruch
Martin Bruch

Das sind
1. Versteckte Handelshemmnisse
2. Und vor allem die Folge der Lobby-Arbeit von großen Konzernen, die kleine Wettbewerber aus dem Markt drängen wollen

Da braucht sich niemand mehr zu wundern, dass die Euphorie für Europa sinkt, wenn es sich zu einem unfairen Bürokratie-Monster entwickelt!

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Example
Example

Meistens ist Dummheit einfach Dummheit statt einer Verschwörung. Das ist zwar weniger Spaß, dafür aber mehr Realität.

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lola
lola

Ist das ein Trump Gesetz: Erst wir.
Denn nicht anderes ist das jetzt, ein Zoll auf Handys

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sunlite
sunlite

cool. wollte eh schon immer einmal wissen, wie es ist im jahr 1960 zu leben :D

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