von , 10.12.2009

„Fennec“: Wo bleibt eigentlich der mobile Firefox?

Während Mozilla im Bereich der Desktop-Browser mit dem Firefox den Abstand zum Marktführer mehr und mehr verkürzt, scheint man den Zukunftsmarkt der mobilen Browser etwas verschlafen zu haben. Zwar soll es noch in diesem Jahr eine erste stabile Version des mobilen Firefox-Ablegers Fennec geben, doch die wird zunächst nur auf der wenig verbreiteten Maemo-Plattform von Nokia laufen.

So langsam scheint man bei aber nun doch aufzuwachen, denn nachdem eigentlich keine Fennec-Version für Android geplant wurde, soll es nun offenbar doch eine geben. Wann sie allerdings zur Verfügung stehen könnte, ist noch vollkommen unklar. Bei der Entwicklung für die Windows Mobile-Plattform ist man da schon ein ganzes Stück weiter. Hier soll im ersten Halbjahr 2010 eine Fennec-Version fertiggestellt sein.

Nokia N900 28
Das Nokia N900 gehört zu den ersten Geräten auf denen Fennec laufen wird

Mögliche Gründe für die späte Entwicklung nannte der Mozilla-CEO John Lilly vor einigen Wochen in einem Interview mit Om Malik. Demnach wollte man bei Mozilla einen mobilen entwickeln, der bereits zum Start alle Fähigkeiten eines herkömmlichen Browsers mitbringt. Fennec sollte also bereits mit JavaScript, CSS, Flash, SVG, Video und Audio umgehen können. Das sorgte dann allerdings für ein entscheidendes Problem: Es gab noch keine mobilen Geräte, auf denen man diese Fähigkeiten umsetzen konnte.

Nun gibt es genügend Geräte mit entsprechenden Fähigkeiten und Mozilla läuft der Entwicklung hinterher. Auch die Entscheidung, sich auf Maemo und Windows zu beschränken, war sicher wenig hilfreich. An populären Plattformen wie Android, Blackberry und Palm Pre wird Mozilla langfristig nicht vorbeikommen - will man den Erfolg von auch mit dem mobilen Ableger Fennec erreichen.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Fennec Fox von suneko. Lizenz: CC BY.

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Eine Antwort

  1. von Kadir 11.12.2009 (01:38Uhr) 1.

    Sorry, aber das ist ein schwacher Artikel.

    1. Ja, Mozilla musste auf leistungsfähigere Hardware warten, denn Windows CE 5.5, bis vor Kurzem noch aktuell, hat ein Speicherlimit pro Applikation von 32MB(!).

    2. Wie soll Mozilla einen Browser für den Palm Pre anbieten, wenn Palm nur HTML/CSS-Webapps zulässt? Wie schreibt man einen Browser damit?

    3. Wie soll Mozilla einen Browser für Blackberry anbieten, wenn Blackberry nur Java-Apps zulässt? Die gesamte Mozilla-Technik basiert darauf, dass C++ genutzt werden kann.

    4. Wie hätte Mozilla einen Browser für Android anbieten sollen, wenn Google bisher nur Java-Apps zugelassen hat? Erst seit Kurzem werden native Applikationen zugelassen.

    Alles in allem hat Mozilla alle Plattformen im Auge, die überhaupt bedient werden können, wie auf dem Desktop eben auch.

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