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Das Fernsehen im Wandel – Second-Screen-Apps für den Social-TV-Konsum

Das Fernsehen genießt längst nicht mehr die alleinige Aufmerksamkeit im Wohnzimmer. Laut einer Yahoo-Studie vom Januar 2011 nutzen 86 Prozent der mobilen Internetnutzer in den USA ihr oder Tablet parallel zum Fernsehen (s. Abbildung). Neuere Studien aus Großbritannien und den USA bestätigen diese Zahlen.

Das Fernsehen im Wandel – Second-Screen-Apps für den Social-TV-Konsum

Gemäß dem “The 2011 Social TV Trends Report” der PR- & Social-Media-Agentur Diffusion und dem  Research YouGov aus Oktober 2011 nutzen 76% der britischen Fernsehzuschauer – also nicht nur die mobilen Internetnutzer – das Internet mit einem Laptop, Tablet oder dem Smartphone, während sie ihre Lieblingssendung gucken. Im November 2011 berichtete Mashable von einer neuen Yahoo Studie, nach der mehr als 80% der amerikanischen Smartphone-Nutzer das mobile Endgerät parallel zum Fernsehen gebrauchen. 94% der Nutzer verschicken währenddessen Textnachrichten oder nutzen ein soziales Netzwerk.

Bildnachweis: (Study by Yahoo's advertising division 2011)

Laut einer aktuellen Studie von Google nutzen die Konsumenten in den USA, Großbritannien, Japan, Frankreich und Deutschland das Internet schon heute eher mit dem mobilen Endgerät als mit einem Desktop -PC. Und diese zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets wird den Trend zur Parallelnutzung weiter beschleunigen. Daneben gibt es zahlreiche neue Social-TV-Produkte, die Fernsehen, mobiles Internet und soziale Netzwerke miteinander kombinieren. Immer mehr solcher Angebote und , so genannte „Second Screen Approaches“, buhlen um Nutzer. Da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Daher stelle ich heute Webseiten, Anwendungen und Applikationen vor, die den TV-Konsum sozial machen sollen.

Second Screen: A term that refers to the electronic device (tablet, smartphone) that uses a television user, to interact with the content they are consuming.

Diese Second Screen Approaches sind Webanwendungen, die dem Zuschauer die Möglichkeit geben, dass TV-Geschehen synchron und live im Internet mitzuverfolgen und sich aktiv in Form von Votings oder Diskussionen daran zu beteiligen.

Bei der Vorstellung explizit ausgeschlossen habe ich die Angebote von Inhalteproduzenten der Programm- oder Fernsehmarken. Die App zur Rundshow, X-Factor und Voice Of Germany sind einige der Angebote, die ich dann in einem weiteren Artikel näher betrachten und vorstellen werde.

Couchfunk – und Fernsehen wird besonders!

Couchfunk und Fernsehen wird besonders!

Couchfunk ist ein deutscher Anbieter und laut Produktbeschreibung “dein persönlicher Social-TV-Service”. Man kann mit Freunden und Gleichgesinnten das TV-Programm direkt in der  Couchfunk-App und/oder parallel als Tweet/Facebook-Posting kommentieren. Das Angebot ist so aufbereitet, dass man problemlos das aktuelle Programm findet. Will man selbst nicht aktiv werden, kann man sich dank der Integration von Twitter zurücklehnen, Tweets zur Sendung verfolgen und so einen sehr guten Überblick bekommen, was derzeit im Web zur Sendung los ist.

Hol dir zu jeder TV-Sendung neue Freunde ins Wohnzimmer und stürze dich mit Gleichgesinnten in heiße und witzige Diskussionen. Jetzt auch mit Check-in.

Was ich an Couchfunk wirklich gut finde, ist die Integration von Twitter und die Möglichkeit, auch ohne “Check-In” Sendungen zu kommentieren. Couchfunk ist als App für das iPhone & das iPad verfügbar.

Miso makes watching TV better.

Miso iPhone-App

Miso ist ein Produkt aus den USA und hat den Anspruch, den Fernsehkonsum ein bisschen besser zu machen. Ob ihnen das gelingt?

„Miso is a social TV platform/2nd screen experience that makes watching TV more fun and social. It’s available on the iPhone, iPad, Android, and Web."

Wie bei Foursquare belohnt Miso „Check-ins” zu seiner Lieblingssendung mit „Badges” und Punkten, die man wiederum mit Freunden vergleichen kann. Wer viel eincheckt und kommentiert wird schnell zum Punktekönig. „Badges” und „Check-Ins” können automatisch zu Facebook und Twitter geteilt werden. Die Idee, Menschen für Aktivitäten zu belohnen, ist nicht neu, aber in diesem Fall führt das meiner Einschätzung nach nicht zu mehr Interaktion mit der Sendung. Wirklich interessant finde ich die Interaktionselemente während einer Sendung: Fragen, Hintergrundinfos im Verlauf der Sendung mit Timecode, das heißt wer zu Beginn der Sendung eincheckt, bekommt die Infos parallel zur TV-Ausstrahlung. Da dürfte einiges an Arbeit kosten und wird daher nicht für jedes Format angeboten. Ebenfalls sehr gelungen finde ich die Möglichkeit für den Nutzer, Folgen, Staffeln und Filme zu editieren. Miso kann über die Webseite oder die kostenlose iPhone App & iPad App genutzt werden.

GetGlue - A social network for entertainment!

GetGlue iPhone App

GetGlue ist ein weiteres „Second Screen” Angebot aus den USA, welches laut Bloomberg derzeit Marktführer bei den Social TV Angeboten ist.

„GetGlue is an entertainment-based social networking website for mobile devices."

Im Prinzip geht es bei GetGlue darum, dass Nutzer bei ihren Lieblingssendungen einchecken und mit anderen das laufende Programm kommentieren. Allerdings sind Kommentare nur bei den Sendungen möglich, bei denen ich auch eingecheckt habe. „Check-Ins” wiederum werden mit „Badges” belohnt. Das Angebot gibt es schon seit 2008. Die lange Erfahrung ist sicherlich ein Grund dafür, dass GetGlue mit praktisch allen großen Inhalteproduzenten zusammenarbeitet: 20th Century Fox, AMC, ABC Family, Disney Theatrical, Discovery, ESPN, FOX etc. GetGlue ist als iPhone App im iTunes Store erhältlich, kann aber auch ganz klassisch über die Homepage verwendet werden.

(Während des Super Bowl 46 verzeichnete GetGlue laut Infografik im hauseigenen Blog 160.000 Check-Ins.)

yap.TV - Your personal, social TV guide.

yap.TV iPad App

Yap.tv ist eine Entwicklung aus den USA und ist nur als kostenlosen iPad App verfügbar.

We make surfing for stuff to watch on TV fun, and make it easy for you to mingle with friends and fans around any show on TV.

Zu jeder Sendung gibt es Sendungsinformationen, Abstimmungen, Live Chats, eine Twitterwall und Fotos. Mit einem Tip aufs iPad kann man die verschiedenen Menüs ansteuern und sofort interagieren.  Die Menüführung ist simpel und klar strukturiert und kinderleicht. Eine wirklich gelungene App, die genau das möglich macht, was man möchte: Interaktion.

TunedIn - What are you watching?

TunedIn iPhone App

“TunedIn ist die senderübergreifende App zu deinem TV-Erlebnis! Mach dein iPhone zum Second Screen und erlebe mit uns die Zukunft des Fernsehens.” So vollmundig wird die App von TunedIn angepriesen. Tatsächlich erhalte ich als Nutzer eine Menge  Hintergrundinformationen und Trailer. Sendungen können mit Sternen bewertet werden, Kommentare geteilt und Freunde eingeladen werden. Und chatten geht natürlich auch noch. Aber gerade die Fülle der Interaktionsmöglichkeiten sorgt für Unübersichtlichkeit. Schicke ich jetzt einen Kommentar, lade ich Freunde ein oder chatte ich gerade? Auch die Nutzerführung durch die Sendungen wirkt gewöhnungsbedürftig. Das machen Yap.TV, Couchfunk und Co um einiges besser.

Für Liebhaber von Film- und Serien-Guides dürfte die App aber ein interessantes Zusatzangebot sein. TunedIn ist nur als iPhone bzw. iPad App verfügbar!

 Zapitano - Dein SocialTV – so soll Fernsehen sein!

Zapitano

Zapitano ist bislang noch nicht gestartet. Aber laut Homepage soll das Angebot “dein ganz persönlicher TV-Begleiter” sein. Nutzer sollen online über das Programm diskutieren können und Shows & Stars bewerten. “Check-Ins” zu den eigenen  Lieblingsshows sollen genauso möglich sein wie die Interaktion mit anderen Nutzern zu gerade laufenden Programm. Zum Start soll es dann auch Applikationen für iOS, Windows Phone und Android geben.

IntoNow - Makes watching TV more engaging, social, and fun

IntoNow ist ein Angebot von Yahoo und funktioniert ganz ähnlich wie GetGlue. Checkt man sich in einer Show ein, kann man kommentieren und seine Meinung mit anderen Teilen. Zusätzlich bekommt man noch weitergehende Informationen zur Sendung und persönliche Empfehlungen für weitere Shows. Seine Lieblingssendungen kann man auf Facebook und Twitter teilen. Ebenso wird man benachrichtigt, wenn persönliche Freunde die gleiche Sendung gucken. Wem das alles noch nicht genügt, der bekommt noch Liveergebnisse und Statistiken zu Sportereignissen, Tweets von Schauspielern und verwandte Artikel zu aktuellen Newsthemen. Mit einem Klick kann man  IMDb, Netflix und iTunes ansteuern. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten wirkt die App nicht überladen. Aber dennoch gerät der eigentliche Gedanke, die Interaktion auf einem zweiten Bildschirm, schon arg ins Hintertreffen. IntoNow gibt es für Android Geräte und für iPhones & iPads.

mcCHECKIN  – werde fürs Fernsehen belohnt!

mcCHECKIN ist eine Applikation, die es dir ermöglicht per Smartphone oder PC in deine Lieblingsshow, -serie oder -film einzuchecken.”

Nach dem „Check-In” kann man mit seinen Freunden chatten und über das laufende Programm diskutieren. Die Betreiber von mcCHECKIN wollen “Check-Ins” übrigens belohnen: “Für jeden Check-in sammelst du Punkte, die du für echte Belohnungen einlösen kannst.” Das werde ich mal im Auge behalten und ggfls über Neuerungen informieren. Daneben bekommt der Nutzer Informationen zum laufenden Programm und Empfehlungen für weitere Shows, die ihm gefallen könnten.  Android, iPhone, iPad in Kürze verfügbar

Fazit – Welche App lohnt sich wirklich?

Nach eingehender Betrachtung haben mich nur wenige Angebote überzeugt. GetGlue, Couchfunk und Yap.tv finde ich wirklich gut. Zumindest GetGlue hat bisher auch eine  Relevanz im Markt erlangt. Bei den „Second Screen Approaches” hat GetGlue laut Nutzerzahlen von Compete und Alexa im internationalen Markt ganz klar die Nase vorn.

getglue.com Unique Visitor.
Reichweiten Vergeich Social TV Angebote.

Weitere Daten über die App-Nutzung der oben vorgestellten Angebote sind mir nicht bekannt. Es ist durchaus nicht auszuschließen, dass ein Angebot wie Miso auf dem mobilen Endgerät wesentlich erfolgreicher sein könnte. Rein von der persönlichen Erfahrung, den Presseberichten und den Webdaten gebe ich GetGlue aber ganz klar den Vorzug.

Für die deutschen Angebote habe ich leider keine Zahlen finden können. Couchfunk hat mich aber dank gelungener Nutzerführung, aktueller, kuratierter, deutscher TV-Inhalte und aggregierten Kommentaren von Twitter überzeugt. Spannend dürfte es werden, wenn  Platzhirsch GetGlue mit seiner langjährigen Erfahrung – und vermutlich mehr Venture-Kapital im Rücken – auf den deutschen Markt drängt.

Ganz allgemein schätze ich das langfristige Potential dieser Angebote eher gering ein. Die Nutzer interagieren und kommentieren dort, wo sie sich gewöhnlich aufhalten. Das ist in Deutschland zuallererst Facebook und dann Twitter. Es bedarf also eines Systems, dass sich dieser Netzwerke bedient. Des Weiteren sind die Anwendungen und Apps zum Teil sehr speziell und haben keinerlei Einfluss auf das laufende Programm. Demgegenüber haben die Entwicklungen linearer Fernsehprogramme einen unschlagbaren Vorteil: sie können ihre eigenen Angebote in einem Massenmedium bewerben. Wenn “Voice of Germany” seine App bewirbt, werden die Nutzer diese App zur Interaktion nutzen. Und die Entwicklungen können dem Bedürfnis der Sendung angepasst werden, beispielsweise eine Interaktionsmöglichkeit für die eigenen Zuschauer.

Was haltet ihr von “Second Screen Approaches”? Welche Angebote habt ihr bislang getestet und für außerordentlich gut befunden? Gibt es ein Angebot was ich übersehen habe, welches hier noch Erwähnung finden sollte? Schon mal von Social TV Guides gehört?

UPDATE: Drei Angebote sind mir durch die Lappen gegangen: Tunerfish, Zeebox & Waydoo 

Tunerfish: Die Funktionen des Angebots in aller Kürze: Einchecken, Filme & Sendungen kommentieren, bei Twitter & Facebook teilen und Badges sammeln.

„We are a social discovery engine for TV, movies, and online video.”

Tunerfish kann sowohl über die Webversion als auch mit iOS und Android-Apps genutzt werden. Sieht auf den ersten Blick nicht so aus, als ob es den Markt der „Second Screen Approaches” aufmischen kann.

Waydoo ist ein eigenes Social Network für Unterhaltungsmedien. Dazu gehören aber nicht nur Fernsehsendungen und Filme, sondern auch Kino, Bücher oder Events. Letztendlich soll man mit einem Check-In seinen Freunden zeigen, was man gerade macht. Das Diskutieren, Bewerten und Teilen von Unterhaltungsinhalten steht im Vordergrund. Darüber hinaus versteht sich Waydoo als ultimativer Medien-Guide.

„Waydoo enthält das vollständige TV-Programm, umfangreiche Daten zu Kinofilmen, Blu-Rays, DVDs, Büchern, CDs und Veranstaltungen.”

Ein gelungenes Produkt, auch wenn ich der Meinung bin, dass man wieder ein wenig zu viel will. Welcher User braucht schon wirklich die TV-Quoten einer Sendung? Entweder eine Show gefällt ihm oder eben nicht.

Zeebox ist ein Angebot aus Großbritannien und verspricht, eine neue Art von TV Konsum. „It’s social, connecting you to your TV-watching friends, so you can chat, share and tweet about whatever’s on.” Die Nutzeroberfläche sieht sehr attraktiv, klar strukturiert und übersichtlich aus. Das Angebot besticht durch eine Fülle an Informationen, wirkt aber nie überladen. Dank der Integration von Twitter kann man in seiner Lieblingsshow gleich mittwittern – Hashtags der Show werden optional vorgegeben – und die Tweets zur Sendung verfolgen.

Über den Autor:

guido_buelow

Guido Bülow leitet das Social Media Team des SWR in Stuttgart. Seit Beginn des Jahres bloggt er unter guidobuelow.de über Social Media, Social TV, Politik und Alltägliches und gibt immer wieder Einblicke in seine Arbeit.

 

 

 

  (Bildnachweis: .reid. / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

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3 Antworten
  1. von SM am 19.02.2012 (08:55 Uhr)

    Couchfunk hat meines Erachtens das Problem, dass nur irrelevantes Zeug in den Chats geschrieben wird wie "sieht der Scheisse aus" oder "laaaaangweilig". Richtige Diskussionen kommen gar nicht erst auf, was ganz einfach daran liegt dass niemand Lust hat längere Kommentare umständlich auf einem Pad oder Phone zusammenzutippen. Warum es dazu also unbedingt Apps braucht anstatt einer simplen Website bleibt unklar.

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  2. von Social TV am 19.02.2012 (11:57 Uhr)

    Das man hier vielleicht wegen EPG schon Juristen beschäftigen muss, rollen dann vermutlich Amerikaner den Markt auf.

    Die Infrastrukturen sind Twitter und Facebook. D.h. jeder kann eine MeToo-App programmieren.
    Die Sender bewerben sowas meist eher nicht. Also muss man so gut und bequem sein, das man es lieber nutzt als die Konkurrenz.
    Im (in ganz NRW frei und auch schielend empfangbaren) FreeSAT UK auf 28 Ost werden teilweise (Vampire-Diaries ,...) in den Vor/Abspännen bzw. vielleicht auch Werbepausen die Hashtags beworben.

    Kleine Sender wie Sport 1 gehören glaube ich zu einer Website. Die könnten beispielsweise ihre Live-Talkshows mit Fragevorschlägen und Votes massiv boosten. Und das verkrampfte Ablesen von Emails wie in anderen Sendern gehört nicht dazu. Schade das GIGA das sowas nicht damals schon eingeführt hatte :-(
    Dann würden die Zuschauer per Fernsteuerung die nächsten 5 Fragen von Jauch an Merkel vorschlagen und voten.
    Man braucht halt Praktikanten um Unfug zu filtern bevor er die Masse erreicht, aber das dann auch Crowdbasiert durch die Beteiligten (z.b. im gleichen Subnetz also z.b. alle netcologne-Kunden untereinander) erfolgen so das es nur noch einen Bruchteil des Arbeits-Aufwandes kostet und problemlos bezahlbar ist. Davon abgesehen machen es die Fußball-Vereine bei Talkshows oder Parteimitglieder und Opposition bei Politiker-Talkshows kostenlos selber.
    Bei Fußball-Spielen kann man voten lassen wer das nächste Tor spielt oder ob und wo (Graphische Punkt-Wolke) das nächste Foul stattfindet oder was und wann die nächste Einwechslung sein wird. Das geniale wären die sofort eingängigen graphischen Darstellungen. Und man muss ja nicht bei allem voten. Die meisten werden also nur das vermutete Endergebnis voten und vielleicht noch wenn einer lausig spielt für seine Auswechslung voten. Trotzdem sind andere Votes interessant anzuschauen. Wenn ich so ein Sportwetten-Anbieter oder Poker-Website wäre, hätte ich das längst organisiert. Twitter stellt ja die Technik.

    Auch bei sixx o.ä. könnte man vielleicht Serien leicht anreichern indem man (z.b. im VideoText) die hashtags nennt und selektiv gefiltert Tweets in den Videotext einbucht. Die Infrastruktur stellt halt Twitter. Proprietäre Lösungen sind zu abgeschlossen und jeder hat eine andere Handy-Sorte. Da zahlt man schnell drauf und sollte als Sender vielleicht die Finger davon lassen. Ausnahme-Idee: Pro7 hat doch seinen ICQ-Client. Darüber ginge vielleicht etwas. Wenn die Clients eh am Laptop laufen kann man auch "Jetzt fängt auf Pro7 Stefan Raab an" o.ä. z.b. die aktuell aktivsten 3 Sendungen einblenden und die Zahl der Mitteilungen dazu anzeigen und darüber schnell viele Kunden ranholen. Ich weiss nur nicht, ob icq auch Broadcasts oder Gruppen-Chats (wo man sich dann auf die Sendung "einchecken" muss) erlaubt. Skype ginge natürlich auch, hat aber möglicherweise kein Interesse.

    In Verbindung mit SmartTVs werden einzelne Lösungen sich dort vielleicht bei Philips oder LG oder Sony u.ä. festsetzen. Auf Pads und Phones können aber beliebige MeToo-Clients um die Marktanteile kämpfen. Davon abgesehen sind für Koreanische oder deutsche Daily-Soaps vielleicht andere TVApps nützlicher als bei Talkshows als bei Fußball-Spielen als bei Box-Kämpfen als bei Reality-Dokus.

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  3. von Frank Didszuleit am 23.02.2012 (17:03 Uhr)

    Im Artikel fehlt noch der Hinweis auf die Check-in-App myTV.de. myTV ist die einzige App, die komplett in Facebook integriert ist https://apps.facebook.com/mytv-de MyTV kann aber auch standalone für Iphone und Ipad direkt aus dem App-Store geladen werden.

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