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Analyse

Amazon, Mytoys, Doc Morris: Warum Filialen für Onlinehändler so wichtig sind

    Amazon, Mytoys, Doc Morris: Warum Filialen für Onlinehändler so wichtig sind

Der E-Commerce bereitet dem stationären Handel zunehmend Kopfzerbrechen. Doch immer mehr Onlinehändler kombinieren geschickt Online mit Offline. (Foto: Shutterstock)

Amazon betreibt auch weiterhin Filialen und hält an seinem Ladengeschäft im Centro in Oberhausen fest. Dabei war dieses erstmal nur fürs letzte Weihnachtsgeschäft geplant.

Irgendwie scheint es auf den ersten Blick widersinnig, wenn Amazon, König des Onlinehandels, einen Shop in einem Einkaufszentrum oder in der Innenstadt eröffnet. Aber genau das tut Amazon immer häufiger in den USA – und vermehrt auch in Europa. Im Prinzip dient der Laden vor allem den Amazon-Kunden als Showroom. Gerade Produkte wie die Alexa-Lautsprecher oder die Kindle-Lesegeräte will mancher Kunde erst einmal in die Hand nehmen, bevor er sie bestellen und zurücksenden muss.

Mehr wert gelegt wird dabei auf das soziale Element: Man versucht also nicht, unendlich viele Waren und Produkte zu präsentieren, sondern zeigt anhand von einzelnen Beispielen, welche Varianten sich bestellen lassen. So kommt ein solcher Store mit einem Bruchteil der Waren aus, die ein klassischer Retailer vor Ort bereithalten muss. Bestellt wird im Laden meist per Tablet oder an großen Touchscreens direkt nach Hause.

Amazon ist nicht der einzige Onlinehändler mit Filialen

Beim Trend, dass ursprünglich als Onlinehändler gestartete Unternehmen den Weg in den stationären Handel schaffen, ist Amazon inzwischen nicht mehr der Einzige. Sowohl Online-Apotheker Doc Morris als auch Notebooksbilliger und Cyberport sowie Mytoys verfügen inzwischen über teilweise mehr als nur eine Handvoll Filialen. Ein wichtiger Faktor, das geben Onlinehändler von Möbeln, Modeartikeln und hochwertiger Technik offen zu, ist die Senkung der Rücksendequoten und -kosten und damit verbunden der Wunsch, möglichst wenig Ware im Umlauf zu haben.

Hinzu kommt, dass einige Produkte eben auch erklärungsintensiver sind und dass das Einkaufserlebnis auf diese Weise um einen sozialen Aspekt erweitert wird. Umgekehrt halten sich auch die Kosten für die Ladenmiete – meist in 1a Lauflage – in Grenzen. Denn gerade in den Einkaufszentren begnügen sich die Onlinehändler mit kleineren Geschäften, die trotz hoher Quadratmetermiete eine gute Investition sind.

In den USA ist Amazon bereits einige Schritte weiter. Hier experimentiert das Unternehmen auch mit stationären Läden für Möbel und Lebensmittel, unter anderem mit einem kassenlosen Supermarkt, der noch unter einigen Anlaufschwierigkeiten leidet. Was davon auch auf dem deutschen Markt funktionieren könnte – und was es davon überhaupt nach Deutschland schafft – bleibt abzuwarten.

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