Film über die Facebook-Gründung Star-Regisseur verfilmt Facebook-Story, doch Mark Zuckerberg ist “not amused”

Timo Heuer, 26.06.2009 - 16:41 | Keine Kommentare |  |  Teilen

Star-Regisseur David Fincher, der zuletzt durch das oscarprämierte Werk „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ Aufsehen erregte, plant offenbar ein neues Meisterwerk: Die Verfilmung der Facebook-Gründung durch „Wunderkind“ und Studienabbrecher Mark Zuckerberg. Zuckerberg hatte das heute 200 Millionen Mitglieder umfassende Social Network 2004 aus seinem Schlafsaal an der alterwürdigen Harvard-Universität gestartet.

Schauspieler Brad Pitt, mit dem Fincher neben den für dreizehn Oscars nominierten "Der seltsame Fall des Benjamin Button" auch seine Filme „Sieben“ und „Fight Club“ drehte, wird für die Rolle des 25-jährigen Mark Zuckerberg wohl zu alt sein. Als mögliche Zuckerberg-Kandidaten werden Shia LaBeouf, Star des „Transformers“-Zweiteilers und Michael Cera, bekannt aus den Filmen Juno und Superbad, gehandelt.

Wie das Popkultur-Blatt „Vanity“ schreibt, könnte die Produktion (Produzent wird übrigens Oskarpreisträger Kevin Spacey) bereits gegen Ende des Jahres beginnen. Der Film mit dem Arbeitstitel „The Social Network“ soll auf dem Werk des Autoren Ben Mezrich basieren, als Drehbuchautor wurde Aaron Sorkin, der für "Der Krieg des Charlie Wilson" das Drehbuch schrieb, angeheuert. Ben Mezrichs Buch „The Accidental Billionaire“ (erscheint Mitte Juli in Amerika) ist jedoch umstritten: Obwohl es romanartige Züge hat, wird das Buch vom Verlag als nicht-fiktional eingestuft. Außerdem stützen sich viele Informationen des Buchs auf die Aussagen von Eduardo Saverin, einen später ausgestiegenen Facebook-Mitbegründer.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist auch nicht begeistert. Laut meedia.de ließ er über einen Unternehmenssprecher ausrichten: „Manches, was über Mark Zuckerberg und die Gründung von Facebook geschrieben wurde, ist treffender als anderes. Dieses Buch fällt wohl eher unter die Kategorie 'anderes'.“

Die Zielgruppe des Streifens dürfte klar sein: Junge Leute, also potenziell jene 200 Millionen Menschen mit einem Facebook-Account. Der Facebook-Gründer dürfte dabei nicht gut wegkommen: Gerüchten zufolge wird er auch in dem demnächst erscheinenden Buch „The Accidental Billionaire“ in einem eher negativen Licht dargestellt.

Andere Startup-Dokumentationen: Startup.com & Google Story

Auch wenn die Verfilmung der Facebook-Gründung wohl nur teilweise nonfiktional sein wird, gibt es einige Dokumentationen über Startup-Gründungen, die auf Tatsachen basieren. „Startup.com“ spielt während einer Zeit, die vom Einbruch der New Economy geprägt wurde. Der Dokumentarfilm wird als Lehrstück für den Hype und das Verschwinden eines Unternehmens nach dem Platzen der Blase angesehen. Etwa zur selben Zeit spielt auch "E-Dreams".

Bisher ist Facebook erfolgreicher als das zur Jahrtausendwende sang und klanglos untergangene GovWorks.com, das Startup aus dem Film „Startup.com“. Eine regelrechte Erfolgsgeschichte zeigen auch die Dokumentationen „Googles Well“ und „Die Google Story“, in denen es um den Aufstieg des Suchgiganten Google geht.

Übrigens: Anlässlich eines Deutschland-Besuchs schrieb t3n-Redakteur Jan Tißler im Oktober ausführlich über Mark Zuckerberg.

Bildnachweis: deneyterrio. Lizenz: CC BY

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