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Risiko Totalverlust: Deutsche Finanzaufsicht warnt vor ICOs

Riskante ICOs. (Bild: Shutterstock/Anastasiia Bakai)

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin warnt vor Risiken, die beim Erwerb von Coins oder Tokens im Rahmen von ICOs auftreten können. Ein Totalverlust der Investition sei möglich.

Totalverlust möglich: Bafin sieht ICOs als Risiko für Verbraucher

Die deutsche Bankenaufsicht Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) stimmt jetzt in den Chor warnender Stimmen ein, die in den sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs) ein Risiko für Verbraucher sehen. „ICOs sind höchst spekulative Investments. Anleger sollten sich darauf einstellen, dass auch ein Totalverlust ihrer Investition möglich ist“, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

ICOs als Finanzierungsmodell: Bafin warnt vor dem möglichen Totalverlust. (Grafik: Artem Pohrebniak / Shutterstock)

In China und Südkorea ist das Blockchain-basierte Finanzierungsmodell schon verboten. Neben Regulierungsbehörden hatten zuletzt auch Branchenbeobachter und -experten vor ICOs gewarnt. Die US-Börsenaufsicht etwa erklärte im Sommer, dass die Zeit der Wildwest-ICOs vorbei sei. Der ehemalige Ethereum-Entwickler Charles Hoskinson bezeichnete den ICO-Hype als „tickende Zeitbombe“. Und Jordan Belfort, alias „The Wolf of Wall Street“, sieht in ICOs den „größten Schwindel aller Zeiten“.

Für die Bafin gehören zu den Risiken unter anderem die häufig großen Preisschwankungen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Anleger aufgrund eines nicht liquiden oder gar nicht vorhandenen Zweitmarkts die erworbenen Tokens nicht wieder veräußern könnten. Der jeweilige Smart Contract könnte zudem leicht angreifbar und damit manipulierbar sein, ohne dass dies der Anleger erkennen würde. Auch die Identität, Seriosität und Bonität eines Token-Anbieters seien schwer zu überprüfen.

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ICOs: Bafin kritisiert Anfälligkeit für Betrug und Geldwäsche

Ebenfalls kritisch betrachten die deutschen Bankenaufseher die Anfälligkeit der ICOs für Betrug, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Dies wiederum erhöhe das Risiko, „dass Anleger das eingesetzte Kapital verlieren, auch aufgrund notwendiger Maßnahmen der Behörden gegen Betreiber“, so die Bafin. Verbrauchern wird geraten, sich so gut wie möglich über das ausgewählte Projekt zu informieren und dabei unabhängige Quellen zurate zu ziehen.

In den vergangenen Monaten herrschte eine wahre Goldgräberstimmung, wenn es um ICOs ging. So konnte etwa das in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannte israelische Startup Bancor bei einem ICO innerhalb von nur drei Stunden rund 153 Millionen US-Dollar einsammeln. Das US-Startup Protocol Labs ergatterte im September sogar 257 Millionen US-Dollar.

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