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Fintech-Boom: Spotcap aus Berlin sammelt 31,5 Millionen Euro von russischem Milliardär ein [Startup-News]

Fintech-Boom: Spotcap aus Berlin sammelt 31,5 Millionen Euro von russischem Milliardär ein [Startup-News]

Die Zalando-Gründer glauben an ein Uhren-Startup und Home24 verliert gleich zwei Chefs innerhalb weniger Tage. Die heutigen Startup-News.

Fintech-Boom: Spotcap aus Berlin sammelt 31,5 Millionen Euro von russischem Milliardär ein [Startup-News]

(Foto: Spotcap)

31,5 Millionen für Spotcap

Das zu Rocket Internet gehörende Fintech-Startup Spotcap hat einem Bericht von Tech.eu zufolge eine Finanzierungsrunde in Höhe von 31,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Summe stammt mehrheitlich von dem russischen und auf Finanzdienstleistungen spezialisierten Investment-Konsortium Finstar.

Die Spotcap-Gründer Toby Triebel und Jens Woloszczak. (Foto: Spotcap)
Die Spotcap-Gründer Toby Triebel und Jens Woloszczak. (Foto: Spotcap)

Hinter Finstar steht der russische Milliardär Oleg Boyko. An der Anschlussfinanzierung ist aber auch der Altinvestor um Holtzbrinck Ventures beteiligt. Spotcap vergibt Kredite an kleine und mittlere Unternehmen im Bereich bis zu 250.000 Euro.

Zalando-Gründer investieren in Watchmaster

Das Berliner Uhren-Startup Watchmaster gibt den Abschluss seiner zweiten Anschlussfinanzierung in Höhe von acht Millionen US-Dollar bekannt. Neben den beiden Venture-Kapital-Firmen um Cherry Ventures und Piton Capital beteiligen sich auch die Zalando-Gründer Robert Gentz und David Schneider.

Mit Robert Gentz und David Schneider investieren gleich zwei Zalando-Gründer in Watchmaster, (Foto: Zalando)
Mit Robert Gentz und David Schneider investieren gleich zwei Zalando-Gründer in Watchmaster, (Foto: Zalando)

Watchmaster wurde im Mai 2015 gegründet und verkauft europaweit neue und gebrauchte Luxusuhren. Das Startup bezieht die Modelle von Konsumenten und professionellen Uhrenhändlern und wertet sie durch professionelle Reparaturen und eine Zertifizierung auf. Erst im Dezember hatte sich Watchmaster über fünf Millionen für die Skalierung seines Geschäfts geholt. Die jüngste Kapitalspritze soll zur Expansion des Shops ins Ausland genutzt werden.

Microsoft-Ventures-Accelerator sucht neue Startups

Noch bis einschließlich 14. Februar sucht der Microsoft-Ventures-Accelerator in Berlin nach neuen . Wer sich bewerben will und sich Chancen auf einen Platz ausrechnet, sollte sich und sein Team schon mal vorbereiten: Ab Ende März ziehen die ausgewählten Startups nämlich in das Hauptstadtbüro des Software-Riesen aus Redmond ein.

Seit Ende 2013 unterhält Microsoft Ventures auch einen Accelerator in Berlin. (Quelle: Microsoft)
Seit Ende 2013 unterhält Microsoft Ventures auch einen Accelerator in Berlin. (Quelle: Microsoft)

Hier erhalten Startups über einen Zeitraum von vier Monaten einen Arbeitsplatz und kriegen neben dem Zugriff auf die technische Infrastruktur von Microsoft auch Coachings durch Mentoren. Anteile müssen zur Teilnahme am Microsoft-Ventures-Accelerator nicht abgegeben werden.

SuitePad bekommt 3 Millionen Euro

Eine weitere Finanzierungsrunde kann SuitePad vermelden: Drei Millionen Euro nimmt das Startup aus Berlin unter Führung von Target Partners ein. Die bestehenden Altinvestoren um HW Capital, Kizoo und der von der IBB Beteiligungsgesellschaft betreute VC-Fonds Technologie Berlin pumpten ebenfalls noch mal Geld nach.

So sehen die Hotel-Tablets von SuitePad aus. (Foto: SuitePad)
So sehen die Hotel-Tablets von SuitePad aus. (Foto: SuitePad)

SuitePad verfolgt die Vision des digitalen Hotelzimmers. Das 2012 gegründete Unternehmen bietet speziell konfigurierte Tablets an, die Hotelgästen den Aufenthalt erleichtern. Über die Tablets erhalten Gäste beispielsweise Informationen und Tipps für Ausflüge, können Zeitung lesen oder darauf fernsehen. Nach eigenen Angaben kann SuitePad schon auf über 200 Kunden aus dem Hotelsektor zählen. Mehr dazu auf Gründerszene.

Home24 verliert gleich zwei Chefs

Den Abgang zweier hochrangiger Führungspersonen muss aktuell der zu Rocket Internet gehörende Möbelhändler Home24 verkraften: Mit Constantin Eis (Vorstand) Axel Hefer (COO) haben innerhalb weniger Tage gleich zwei Chefs ihren Abschied verkündet.

Zu den Hintergründen ist nichts bekannt. Weder Eis noch Hefer wollten sich auf Anfrage von Gründerszene äußern. Auch Home24 lehnte eine Stellungnahme ab. Die Abgänge kommen für Home24 ungünstig: Das Unternehmen steht wirtschaftlich unter Druck, erst im Dezember wurden zum Zweck der Umstrukturierung mindestens 35 Mitarbeiter entlassen.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna  oder @hexitus  bei Twitter!

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Eine Antwort
  1. von Wind hat sich gedreht am 03.02.2016 (12:36 Uhr)

    "mindestens 35 Mitarbeiter entlassen". Es mag im klassischen Qualitäts-Leistungs-Schutz-Journalismus üblich sein weil Print platzbeschränkt ist, aber bei Zahlen sollte man _Online_ immer die Prozente und Gesamt-Mitarbeiterzahl oder $ und Euro, Relativ und Absolut zum Vorquartal und Vorjahr ausrechnen und reinschreiben weil _Online_ der Platz dafür da ist und die Agenturmeldung klassischerweise traditionell wohl immer noch überwiegend für _Print_ und somit komprimiert ist...

    Ferrari macht mit Zertifizierungen wohl auch gut Geld. Oder Ersatzteile hätten 80% Rendite. Diese Taschen, Uhren, Parfüms usw. sind eher nur Nice to Have und wohl keine echten Profit-Bringer. (Kommentare zum Ferrari-Börsengang). Druckerfirmen verdienen an den Drucker-Patronen, Waffenfirmen angeblich an der Munition.
    Da rot-grün auf das digitale Grundbuch (für alle Waren weltweit) verzichtet hat, muss man Papier statt QR-Codes für Uhren, Geräte usw. benutzen :-/ obwohl Fälschungen dadurch längst praktisch ausgestorben wären...


    Ein Grund für den Manager-Weggang könnte vielleicht die Um-Orientierung auf Verlust-Minderung sein:
    http://t3n.de/news/oliver-samwer-672825/
    Andere Startups betreiben ja Rückbau und Stabilisierung/Stärkung statt Expansion.
    " Oliver Samwer macht seinen zuletzt unzufriedenen Investoren Hoffnung: In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte er, dass alle Vorzeigeunternehmen von Rocket Internet 2015 „den Höhepunkt ihrer Verluste erreicht“ hätten. Rocket Internet werde in diesem Jahr die Verluste „drastisch“ verringern.

    Bis Ende 2017 sollen ihmzufolge mindestens drei seiner aussichtsreichsten Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Dazu zählen unter anderem Delivery Hero, Hello Fresh und der Möbelhändler WestWing. Mehr dazu bei Futurezone.
    "
    Der gesamte Wind dreht sich ! Auch Tesla scheint sich Investoren mit Ankündigungen usw. positiv darstellen zu wollen. Oder Amazon macht seit mehreren Quartalen Profite nach Jahrzehnten ohne Profit und auch mangelnde Investment-Möglichkeiten weil die Rezession kommt, alles gesättigt ist und keiner z.B. VR/Cardboard auf den Massen-Markt bringt und die E-Auto-Welle leider noch nicht kommt.

    Ein Großproblem sind Groß-Investoren welche dann z.b. 10% der Aktien auf den Markt werfen oder sogar werfen müssen wenn sie das Geld woanders besser einsetzen können. Immobilien-Fonds sind dadurch bei der letzten oder vorletzten Rezession in Bedrängnis gekommen. Überangebot an Aktien lässt die Kurse krass sinken. Dann können Netflix und AmazonPrime hoffentlich ganze FilmStudios und Music-Labels oder Sony inclusive aller Assets (Kamera-Sensoren, Profi-TV-Kameras und natürlich die Filmstudios) aus der Portokasse kaufen.

    Alle Firmen positionieren sich so, das sie hoffentlich nicht über Bord geworfen werden und den Haien, Heuschrecken und Konkurrenz zum billigen Aufkauf aus der Portokasse zur Verfügung stehen.

    Der Startup-Wind hat sich innerhalb eines Monats gedreht ! Cashburnertum bringt keinen Ruhm...

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