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Wie Firefox OS den App-Store töten will

Obwohl mit dem Marketplace einen eigenen Store für Firfox-OS-Web-Apps betreibt, soll der nicht notwendig für die Entdeckung von da sein. Statt nur auf einer geschlossenen Verkaufplattform können Apps von überall im Web gefunden werden. So sollen auch die SEO-Maßnahmen der Seitenbetreiber weiterhin eine Rolle spielen.

Wie Firefox OS den App-Store töten will
Firefox OS soll ohne App-Stores auskommen, obwohl es einen Marketplace gibt. (Bild: Mozilla)
Firefox OS soll ohne App-Stores auskommen, obwohl es einen Marketplace gibt. (Foto: Mozilla)

Firefox OS: Das Web wird ein riesiger App-Store

Da als offene Web-Plattform gedacht ist, sieht man anscheinend auch das Konzept eines geschlossenen App-Stores kritisch. Zwar existiert mit dem Firefox-Marketplace eine Verkaufs- und Download-Plattform für Web-Apps, doch sieht man die anscheinend nur als eine Möglichkeit, um Apps für Firefox OS zu finden.

Eine Alternative wäre es, einfach nach einem bestimmten Begriff zu suchen. Firefox gibt die Suche nach einer Band als Beispiel an. Als Ergebnis würden dann beispielsweise Wikipedia, Soundcloud oder ein Anbieter für Konzerttickets erscheinen – ein Klick und man bekommt die mobile Seite mit dem gesuchten Inhalt angezeigt. Drückt man länger auf den Screen, kann man die Web-App herunterladen. Christian Heilmann von Mozilla preist die Funktion als tolle Möglichkeit an, Apps zu testen, bevor man sie runterlädt. Außerdem soll das vor allem in aufstrebenden Märkten, wo Bandbreite für die Einwohner vergleichsweise teuer ist, ein eindeutiger Vorteil sein. Da die Suche abhängig vom eigenen Aufenthaltsort ist, könnten Suchende in verschiedenen Regionen auch jeweils unterschiedliche Ergebnisse auf eine solche Suche angezeigt bekommen.

Firefox OS: SEO hilft beim Finden von Web-Apps

Für Seitenbetreiber soll das Ganze den Vorteil haben, dass die Zeit, Mühe und Menge an Geld, die man in seine bisherigen SEO-Maßnahmen gesteckt hat, nicht umsonst waren. Auch muss man weder eine neue native App entwickeln, noch diese entsprechend bewerben, was zusätzliche Ausgaben bedeuten würde.

Um eine mobile Webseite zu einem solchen Web-App zu machen, genügt im Grunde ein Open-Web-App–Manifest. Dabei handelt es sich um eine JSON-Datei, die Informationen wie den Name der App, Ressourcen, Icons und die benötigten Rechte enthält. Für Seitenbetreiber soll es so möglichst einfach sein, eine eigene Web-App für Firefox OS zu erstellen.

Eine detaillierte Erklärung dazu, wie man Apps unter Firefox OS findet, seht ihr in diesem Video-Interview mit den beiden Mozilla-Mitarbeitern Chris Heilmann und Desigan Chinniah, das auf dem Mozilla-Entwickler-Blog veröffentlicht worden ist:

Weiterführende Links zum Thema „Firefox OS“

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3 Antworten
  1. von der waschbär am 20.07.2013 (09:11 Uhr)

    "wie t3n das Sommerloch töten will ..."

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  2. von Hooks im Installations-Prozess am 20.07.2013 (10:59 Uhr)

    Die Idee des Metastores ist schon alt. Aber dankenswerterweise setzt es Firefox um.
    Die Idee war schon immer, das man Microformate in die Webseiten einbaut und Google gezielt danach suchen lässt:
    - Telefonnummern
    - ISBN, EAN,...
    - Adressen
    - GPS-Positionen. Früher gabs Adressen, heute teilt man die GPS-Position mit. Stattdessen wursten die Leute in TV-Dokus sich in Taxis durch die Gegend und finden die Bewerbung oder Geschäftspartner oder Vermieter oder sonstwen nicht.
    - ...

    Problem des self-hostings: Es ist nicht sicher/klar ob die Fullweb-Suchmaschinen (Google, Bing, ...) die App finden und indizieren.
    Es müsste also auch Appserver geben, welche Google Abgrasen und Apps finden oder die User melden Apps (vor/nach Installation) per Button und die JSON-Datei wird ausgelesen und man kann jede App z.B. bewerten. Amen von Kutcher wäre z.B. ein Ort für solche Bewertungen.

    Moralisch sollte es egal sein ob jemand SEO bezahlt oder nicht. Die beste App soll gewinnen und installiert werden. Dementsprechend sollten die Stores aufgebaut sein.

    Ich habe den Eindruck, Repository-Betreiber und Appstore-Betreiber nutzen ihre Sites und Listen gar nicht selber und deshalb ist die Nutzung so unbequem. Ubuntu ist vielleicht noch am besten.

    Wissen ist am bequemsten zentral zugänglich. Von daher sind zentrale Punkte wie imdb, selfhtml, google-Websuche besser als abgeschottete Inseln wie github, sourceforge, getjar, Amazon-Android-Store, Google-Play-Android-Store,... .
    Als Chef des Projektes könnte Firefox eine Option anbieten, das Apps bei Installation an FIrefox, Virustotal, American Congress Library, Patent-Anwälte,... gemeldet werden. Dort könnte man dann alle Apps sammeln und verzeichnen bzw. auf Viren oder Patente überprüfen. Wenn jemand WApps im geschlossenen/privaten Umfeld nutzt, könnte man das in das Json-File reinschreiben und trotzdem die Firma, Aussendienstler, Filialen, Mitarbeiter,... damit versorgen und bei Virustotal die Weitergabe an die Virenhersteller abstellen (falls das noch geht seit Google es gekauft hat).
    Es sollte also normal sein, Hooks im Installations-Prozess zu haben bevor/nachdem man Software installiert hat um dort z.B. Virenchecker oder Black-List-Überprüfung vorzunehmen.

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  3. von JenZzzz am 23.07.2013 (10:53 Uhr)

    Und was ist mit der Sicherheit, man erkennt ja jetzt schon, das vieles was nicht über den Android Store kommt virenverseucht ist, wie soll das dann erst werden, wenn es keinen wirklich zentralen Anlaufpunkt mehr gibt? Gut, jetzt hat Firefox OS auch eine andere Bedienweise indem es HTML, CSS und JS nutzt, aber wie sieht es mit hardwarenahen Anwendungen aus, lassen die sich etwa dann auch per JS ansprechen? *grusel*

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