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Web-Apps für Firefox OS – Das erwartet euch

Web-Apps für Firefox OS – Das erwartet euch

Der Telekommunikationskonzern Telefónica verkauft in Spanien mit dem ZTE Open das erste auf Basis von . Das Betriebssystem der Foundation setzt vollständig auf Web-Apps. Dafür wurden ein eigener Marktplatz und ein Bezahlmechanismus für diese geschaffen. Bevor die ersten Firefox-OS-Smartphones in Deutschland erscheinen, zeigen wir euch, was es mit dem System auf sich hat.

Web-Apps für Firefox OS – Das erwartet euch
Das ZTE Open ist das erste Smartphone mit Firefox OS (Bild: ZTE)
Das ZTE Open ist das erste Smartphone mit Firefox OS. (Bild: ZTE)

Firefox OS soll Feature-Phones ersetzen

Das ZTE Open ist das erste verfügbare Smartphone auf dem Firefox OS läuft. Das Gerät gibt es seit Juli 2013 in Spanien zu kaufen. Für 69 Euro inklusive 30 Euro Prepaid-Guthaben liegt es dort in den Läden. Verglichen mit dem iPhone oder Oberklasse-Androiden wie dem Samsung Galaxy S4 oder dem HTC One ist das erste Firefox-OS-Smartphone nicht wirklich beeindruckend, das war aber auch nie Absicht der Entwickler. Vielmehr war es von Anfang an dafür gedacht, so günstig zu sein, um vor allem den Kunden in den aufstrebenden Märkten wie in Südamerika oder Osteuropa ein echtes Smartphone in die Hand zu geben. Aber auch in den westlichen Ländern könnten die bezahlbaren Smartphones bestimmte Käuferschichten erobern.

Firefox OS: Wep-Apps werden über den Marketplace vertrieben. (Screenshot: Firefox Marketplace)
Firefox OS: Wep-Apps werden über den Marketplace vertrieben. (Screenshot: Firefox Marketplace)

Web-Apps kaufen im Firefox Marketplace

Zugegeben: Die Auswahl im Firefox Marketplace ist nicht überragend groß, aber doch erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es nur ein entsprechendes Smartphone in einem einzigen Land der Welt gibt. Hier zeigen sich natürlich die Vorteile, wenn man auf offene Webstandards setzt. Für Betreiber einer Webseite bedeutet die Erstellung einer Firefox-OS-App ungleich weniger Aufwand als die Entwicklung entsprechender Apps für Android, iOS oder Windows Phone 8.

Die Oberfläche des Marketplace ist aufgeräumt und funktional. Apps lassen sich nach den üblichen Kategorien sortieren. Eine Suchfunktion gibt es natürlich auch. Zum Einloggen wird Mozillas dezentrales Authentifizierungssystem Persona verwendet. Alles in allem ist der Auftritt gelungen, und es wird spannend sein zu sehen, wie sich der Marketplace in der kommenden Zeit mit Apps füllt.

Firefox OS: Im Simulator kann man Apps testen und debuggen. (Bild: Mozilla)
Firefox OS: Im Simulator kann man Apps testen und debuggen. (Bild: Mozilla)

Firefox-OS-Simulator und andere Entwickler-Tools

Damit Web-Apps diesen Namen auch tatsächlich verdienen und nicht einfach nur schnöde Webseiten sind, hat Mozilla WebAPI und Web-Activities entwickelt. Ersteres erlaubt es Web-Apps, auf die zugrunde liegende Hardware zuzugreifen, um beispielsweise Nachrichten zu verschicken oder Anrufe zu tätigen. Web-Activities legen fest, welche Tätigkeit eine App ausführen kann. Öffnet man beispielsweise eine PDF-Datei, weiß Firefox OS, welche Apps damit etwas anfangen können und bietet dem Nutzer diese zur Auswahl an.

Wer eigene Apps für Firefox OS entwickeln möchte, aber nicht gerade in Spanien wohnt, um sich ein ZTE Open zu kaufen, kann den Firefox-OS-Simulator nutzen. Mit dieser Erweiterung für den Firefox-Desktop-Browser kann man Web-Apps testen und debuggen. Derzeit werden JavaScript-Debugger und Web-Console unterstützt, in Zukunft sollen aber weitere Entwicklertools eingebunden werden können.

Damit man für seine Arbeit auch entlohnt werden kann, hat Mozilla ein eigenes Bezahlsystem entwickelt. Entwickler haben die Möglichkeit, Apps im Marketplace zu verkaufen oder zusätzliche Inhalte nach dem Freemium-Modell als In-App-Käufe anzubieten. Je nach Land und Mobilfunkanbieter wird man zwischen Kreditkartenzahlung und Abbuchung über die Telefonrechnung wählen können. Genaure Details für die Bezahlmöglichkeiten in Deutschland gibt es vorerst nicht. Hier wird man wohl warten müssen, bis es auch die ersten Firefox-OS-Smartphones auch hierzulande gibt.

Firefox OS: Der Simulator bietet Unterstützung für den JavaScript Debugger. (Bild: Mozilla)
Firefox OS: Der Simulator bietet Unterstützung für den JavaScript Debugger. (Bild: Mozilla)

Firefox OS: Fazit und Ausblick

Mozilla hat sich redlich Mühe gegeben. Ein Konkurrenz für Android und iOS wird man zwar auf absehbare Zeit nicht, aber das war ja auch nie der Plan. Verglichen mit den übliche Feature-Phones ist Firefox OS allerdings beeindruckend. Bei den geringen Preisen könnte man in den aufstrebenden Märkten durchaus einen hohen Zulauf erhalten. Und auch wenn es noch keine entsprechenden Geräte in Deutschland gibt, könnten entsprechende Web-Apps für den einen oder anderen Entwickler sicher interessant sein. Was die Zukunft für das Mozilla-Betriebssystem bereithält, bleibt abzuwarten, der Start scheint allerdings geglückt.

Weiterführende Links zum Thema „Firefox OS“

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4 Antworten
  1. von Kim am 11.07.2013 (16:08 Uhr)

    Weiß jemand wo man ein ZTE Open oder Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS in Deutschland bekommen kann?
    Das Geekphone Keon und Peak ist ja ständig ausverkauft...

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  2. von Kim am 11.07.2013 (16:09 Uhr)

    ...subscribe

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  3. von matthias.faenger am 11.07.2013 (17:17 Uhr)

    WebApps - Daumen hoch, endlich jemand der vollständig darauf baut!

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