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Firefox für Unternehmen: Updates nur alle 30 Wochen

Mit einem für Unternehmen will der Kritik an dem stark verkürzten Entwicklungszyklus begegnen. Mozilla hat den Releasezyklus bekanntlich auf sechs Wochen verkürzt. Grund dafür war vor allem der große technische Abstand zum Konkurrenten Google Chrome, der den Mozilla Browser zunehmend in die Defensive drängte. Doch ohne Kritik geht es bei der Entwicklung des jetzt deutlich schneller mit neuen Funktionen und Verbesserungen ausgestatteten Firefox auch nicht ab. Unternehmen beklagten den gleichermaßen zugenommenen Update-Aufwand. Ein Firefox für Unternehmen soll jetzt dieses Problem lösen helfen.

Firefox für Unternehmen: Updates nur alle 30 Wochen

Alle 30 Wochen gibt es einen neuen Firefox für Unternehmen

In den Unternehmen und Organisationen hat der Mozilla Firefox scheinbar eine große Anhängerschaft. Die dürfte sich zwar wie alle anderen Nutzer auch über die stark beschleunigte Weiterentwicklung freuen, doch der verkürzte Releasezyklus sorgt auch für neue Kritik. Auf der einen Seite ist die Installation von neuen Anwendungen für die Belegschaft vieler Unternehmen nicht erlaubt. Auf der anderen Seite gibt es auch zahlreiche Produkte und Entwicklungen, die direkt auf den Firefox aufbauen, wie zum Beispiel die vielen Erweiterungen und Plugins. Hier innerhalb der bis zur nächsten Version zur Verfügung stehenden Zeit die entsprechenden Anpassungen vorzunehmen und sie zu validieren, setzt die Entwickler unter enormen Zeitdruck.

Um dieses Problem zu beseitigen hat die jüngst wiederbelebte Enterprise-Arbeitsgruppe den Vorschlag eines „Firefox für Unternehmen“ gemacht. Ein solches „Extended Support Release“ (ESR) hätte dann eine verlässliche Laufzeit von 30 Wochen, statt sechs Wochen wie bei der „normalen“ Version. Auch nach dem Release einer neuen ESR-Version solle die alte noch einige Wochen gepflegt werden. Insgesamt sollten Unternehmen und Organisationen dann nur noch alle sieben bis acht Monate zu einem Update gezwungen sein.

So könnte schon bald der neue Release-Plan aussehen, wenn Mozilla die Pläne eines Firefox für Unternehmen umsetzt (Bild: Mozilla).

„Normaler“ Firefox wird wie gehabt weiterentwickelt

Insgesamt soll sich aber am 6-Wochen-Releasezyklus nichts ändern. Der Firefox für Unternehmen bekäme nach diesen Plänen dann alle sechs Wochen ein Wartungsupdate mit kleinen Anpassungen und Bugfixes, aber ohne neue Funktionen. Sollte der Plan schon zum Firefox 8 umgesetzt werden, dann käme mit dem Firefox 9 gleichzeitig auch die Version 8.01 ESR heraus. Bleibt es bei der bisherigen Nummerierung, so wäre anschließend die Version 13 der nächste Firefox für Unternehmen.

Was haltet ihr von diesem Plan? Ist euch der Updatezyklus derzeit auch zu eng gesetzt und käme der Firefox ESR daher für euch auch in Frage?

Weiterführende Links zum Firefox für Unternehmen:

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2 Antworten
  1. von Nachtgold am 26.09.2011 (16:51Uhr)

    Woher kommt der Druck am Zähler zu drehen. War der FF nicht erfolgreich als man noch 1, 1.5, 2 zählte und dabei mehrere Jahr vergingen?

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  2. von lofty am 26.09.2011 (18:25Uhr)

    @Nachtgold:

    Er war erfolgreich gegen IE, Safari und Opera. Google hat mit Chrome aber das Modell eingeführt, Änderungen an Standards und der Oberfläche möglichst schnell zu veröffentlichen. Das brauchen die für ihre Services. Gerade an den Webstandards (HTML5, CSS) hat sich doch einiges getan, gerade der IE bremst da enorm. Von daher ist der Releasezyklus von Mozilla nur zu begrüßen.

    Folgerichtig, als Kompromiss so etwas wie die LTS bei Ubuntu einzuführen.

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