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Gadgets & Lifestyle

Fitness für Geeks: So motivierst du dich zum Sport

    Fitness für Geeks: So motivierst du dich zum Sport

Die Erkenntnis ist nicht neu: Wer im Alltag die meiste Zeit sitzt und in seiner Freizeit sonst keiner sportlichen Aktivität nachgeht, sollte sich nicht wundern, wenn er mit 50 am Krückstock geht. Die gesundheitlichen Folgen von Dauersitzen und Nichtstun im sportlichen Sinne sind allseits bekannt. Wir präsentieren ein paar innovative Dienste und Gadgets, die zum Sporttreiben motivieren und Geeks fit halten.

Das Problem: Wir netzaffinen Menschen haben viel Ablenkung und eine Menge spannender Dinge zum Ausprobieren. Mir fallen spontan unzählige Dinge ein, die ich in meiner gering bemessenen Freizeit tun könnte – außer Sport: Endlich die Artikel lesen, die in meinem Später-Lesen-Dienst seit Wochen gespeichert sind; sich mal in die eine oder andere Programmiersprache reinfuchsen; mit einem Raspberry PI oder Arduino-Board herumbasteln; die neuesten Indie-Games zocken; endlich mal wieder bloggen (der letze Artikel ist von Mai 2012); Podcasts aufnehmen; oder als Familienvater einfach auf die Couch hauen, wenn die Kids im Bett sind.

Es gibt aber eine Lösung für uns Geeks: Warum verbinden wir unser Interesse für neue Technologien, digitale Dienste und coole Gadgets nicht mit der Anforderung, uns zu mehr zu bewegen? Es gibt eine Vielzahl von Diensten und Gadgets, die perfekt dafür geeignet sind, uns zu zum Sportmachen zu motivieren. Wir präsentieren euch die spannendsten und außergewöhnlichsten, die mit Geek-Faktor daher kommen und einen gewissen Unterhaltungsfaktor besitzen.

Fitness für Geeks: Personal Big Data per Activity-Tracker

Activity-Tracker sind ein absolut cooler Weg, sich die eigene tägliche Bewegung bewusst zu machen. Die Armbänder oder kleinen Gadgets, die sich an der Kleidung befestigen lassen, zählen die tägliche Bewegung in Form von Schritten. Einige Anbieter wie beispielsweise Jawbone mit dem Armband UP gehen sogar noch weiter und tracken auch den Schlaf (Wach-, Leichtschlaf- und Tiefschlafphasen) oder bieten die Möglichkeit, Mahlzeiten einzutragen – inklusive Kalorien-, Fett- und Zuckerangaben. Am Ende wartet die entsprechende Applikation auf dem iPhone mit einer Vielzahl an Statistiken auf. Besonders interessant ist beispielsweise der tägliche Abgleich zwischen verbrauchten und zu sich genommenen Kalorien oder der Durchschnittswert der gegangenen Schritte. Hat man sich an einem Tag zu wenig bewegt, motiviert der intelligente Activity-Tracker dazu, noch mal einen Spaziergang zu machen oder sogar noch mal in die Laufschuhe zu schlüpfen. Das UP bringt durch die Anbindung an IFTTT übrigens ein besonders spannenden Geekfaktor mit sich: Beispielsweise ist es möglich, bei einer Unterschreitung einer bestimmten Anzahl von Schritten einen automatisierten Facebook-Post zu generieren, der den Nutzer als faule Socke beschimpft.

Mit Fitness-Armbändern wie dem Jawbone UP lässt sich nicht nur die tägliche Bewegung tracken – auch Schlaf und Mahlzeiten können gemessen.
Mit Fitness-Armbändern wie dem Jawbone UP lässt sich nicht nur die tägliche Bewegung tracken – auch Schlaf und Mahlzeiten können gemessen werden. (Bild: Jawbone)

Neben dem Jawbone UP erscheint Ende Juni das Withings Pulse, das zusätzlich die Funktion mit sich bringt, den Puls zu messen und in Verbindung mit der WLAN-Wage von Withings eine interessante Kombination darstellt, an seinem ganz persönlichen Gesundheitsplan zu arbeiten. Fitbit ist mit dem Flex am Start, schon länger gibt es das Fuelband von Nike. Kostenpunkt der Geräte: 100 bis 130 Euro. Die aktuellen Activity-Tracker stammen allesamt noch aus der ersten Gerätegeneration und sind zum Teil noch fehleranfällig, zeigen aber bereits jetzt in erstaunlicher Art und Weise die Richtung an, in sich dieser Markt bewegen wird: Das penible Tracken von Bewegung, Ernährung oder Schlaf schafft einen Datenberg, der sich persönlich auswerten lässt und in Zukunft über Schnittstellen beispielsweise auch dem eigenen Hausarzt zur Verfügung gestellt werden kann. Gesundheitsvorsorge bekommt eine völlig neue Bedeutung, überhaupt ist der Gesundheitsbereich in Zeiten von Big Data und Sensoren ein äußerst spannender. Wem das alle noch nicht genug ist, kann sich mal die trackende Pille anschauen – die allerdings nach 24 Stunden ausgeschieden wird.

Laufen – oder Runner nach der Zombocalypse?

Laufen ist wohl die einfachste und gleichzeitig schwierigste Methode, sich sportlich zu betätigen. Einfach, weil man im Grunde nur Laufschuhe braucht und jederzeit eine Runde drehen könnte. Schwierig, weil jederzeit die oben beschriebenen Dinge uns Geeks abhalten. Hier heißt das Stichwort der Stunde: Motivation. Wie bekommt man also seinen Hintern vom Sofa hoch? Es gibt unzählige Apps wie Runtastic oder RunKeeper, die nicht nur die Laufroute samt Kalorienverbrauch tracken, sondern auch Trainingspläne vorschlagen.

Zombies, Run verbindet das Joggen mit einem spielerischen Ansatz:  Als Runner 5 muss der Nutzer während seiner Läufe spezieller Mission erfüllen.
Fitness für Geeks: Zombies, Run verbindet das Joggen mit einem spielerischen Ansatz. Als Runner 5 muss der Nutzer während seiner Läufe spezielle Missionen erfüllen.

Aber besser noch und mit höherem Geekfaktor ausgestattet ist die App „Zombies, Run“. Stellt euch vor, ihr seid kein einfacher Jogger, der um den heimischen Teich läuft oder den nahegelegenen Wald, sondern befindet euch inmitten der Zombocalypse und müsst als Runner 5 für Überlebende Nahrungsmittel und wichtige Medizin besorgen, um eine Basisstation wieder aufzubauen. Jeder Lauf wird so zu einer Mission, die euch in kurzen Intervallen wichtige Mission-Facts durchgibt. Je mehr Supplies ihr sammelt, desto besser könnt ihr eure Basisstation aufbauen und erweitern. 33 Missionen gibt es kostenlos, mehr Missionen lassen sich per In-App-Kauf freischalten. Mittlerweile ist der zweite Teil erschienen.

Training selbst erzwingen – mit GymPact

Wer kennt es nicht: Das Fitnessstudio bucht regelmäßig den Mitgliedsbetrag ab, das letzte Mal von innen hat man das Studio aber vor Monaten gesehen. Eine besonderes spannende Art und Weise, sich zu motivieren, hat die App GymPact geschaffen: Wer die App nutzt, muss zunächst seine Kreditkarten-Daten hinterlegen. Klingt erstmal komisch, macht aber durchaus Sinn. Die Logik hinter der App ist nämlich folgende: Nutzer können selbst einstellen, wie regelmäßig sie ins Fitnessstudio gehen wollen. Wer seine regelmäßigen Termine verpasst, muss pure Moneten blechen. Das Schöne und Motivierende an der Sache: Wer regelmäßig ins Studio geht (Check-In per App als Beweis nötig, GymPact überprüft dann vorher einmalig, ob es sich wirklich um ein Fitness-Studio handelt ), erhält Geld aus dem Topf derjenigen Nutzer, die ihre Sporttermine nicht einhalten konnten oder einfach zu faul waren, ins Fitnessstudio zu gehen. Die App bietet übrigens Anbindungen an RunKeeper, eine neue App namens GymPact Anywhere ermöglicht es zudem, seine Workouts auch woanders als im Fitnessstudio durchzuführen. Aber Achtung: Nötig ist dann, dass man das Smartphone während der Trainingspahse entsprechend bewegt.

NerdFitness – unter Gleichgesinnten

Wer sich unter Gleichgesinnten austauschen und informieren möchte, sollte sich die Community NerdFitness.com anschauen. Dort finden sich viele Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene, Geeks und Nerds werden von Paleo-Diät bis hin zu Körperfett-Grundlagen aufgeklärt. Die Artikel sind mit geekigen Legobildern versehen und zum Teil witzig geschrieben. In den Foren tummeln sich über 16.000 User, Erfolgsstorys sollen die nötige Motivation liefern, selbst aktiv zu werden und loszulegen. Es gibt etliche Fitness-Guides zum runterladen, in der Premium-Version allerdings kostenpflichtig. Trotzdem: Die Website bietet jede Menge auch kostenlosen Content für Geeks und Nerds.

NerdFitness.com: Coole Community für Geeks und Nerds mit vielen Tipps in Sachen Sporttreiben.
NerdFitness.com: Coole Community für Geeks und Nerds mit vielen Tipps in Sachen Sporttreiben.

Geektum fröhnen, Sport machen

Das ist nur eine kleine Auswahl innovativer und geekiger Dienste und Gadgets, die dem Sportmachen eine witzige und unterhaltsame Note verleihen. Wer bei dem Gedanken an sportliche Aktivität ein wenig seinem Geektum fröhnen kann, in dem er beispielsweise weiß, dass er eine Mission in einem Spiel erfüllt, oder seine Aktivität mit seinem Activity-Tracker messen und anschließend cool aufbereitet in einer App wiederfindet, der rafft sich vermutlich auch eher auf. Und darum geht es schließlich: Sport und Bewegung sinnvoll in seinen Alltag integrieren – wenn die digitale Welt in Form von Data, Apps und Gadgets dabei hilft, desto besser.

Weiterführende Links:

Bildnachweis für die Newsübersicht: © Scott Hancock – Fotolia.com

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3 Reaktionen
steilkueste
steilkueste

Der ultimative Nerd-Sport hat idealerweise eine spielerische und strategische Komponente. Ingress, das Augmented-Reality-Game von Google, ist da genau das Richtige.

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Marco.Willi
Marco.Willi

Interessante Sachen gibts! Werd ich mal testen bei Gelegenheit =)

Nur leider immer Englische Angebote und keine Deutschen :-/

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Patrick

Klasse Artikel :)
Den ein oder anderen Tipp werd ich mir mal selbst ansehen...

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