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Trotz 50.000 Dollar pro Tag: Flappy-Bird-Entwickler nimmt sein Spiel aus den Stores [Update]

Trotz 50.000 Dollar pro Tag: Flappy-Bird-Entwickler nimmt sein Spiel aus den Stores [Update]

Das beliebte Mobile Game „Flappy Bird“ hat seinem Einnahmen von 50.000 US-Dollar pro Tag beschert. Nun hat Dong Nguyen das Spiel aus dem Store und dem entfernt.

Trotz 50.000 Dollar pro Tag: Flappy-Bird-Entwickler nimmt sein Spiel aus den Stores [Update]
Update vom 10. Februar 2014: Flappy-Bird-Entwickler Nguyen Ha Dong hat das populäre Spiel am Sonntagabend aus dem App Store und dem Google Play Store entfernt. Den Schritt hatte er bereits am Samstag via Twitter angekündigt. Als Begründung gab er an, den Trubel nicht mehr auszuhalten:

„I cannot take this anymore. It is not anything related to legal issues. I just cannot keep it anymore.“

Wahrscheinlich bezieht er sich dabei auf die kritischen Reaktionen auf Flappy Bird im Netz: Das Spiel sei so albern und reduziert, dass man es kaum „Spiel“ nennen könne, so die Kritiker. Zudem hielt sich das Gerücht, dass Nintendo gegen Dong vorgehen wolle, da die Grafiken zu stark an alte Super-Mario-Spiele angelehnt seien. Die Ankündigung des in Hanoi lebenden Entwicklers führte zunächst zu noch mehr Aufmerksamkeit für seine Person, so beispielsweise zu 45.000 neuen Followern auf seinem Twitter-Account. Sollte es also wirklich seine Intention gewesen sein, mit dem Flappy-Bird-Takedown dem Trubel um das Spiel ein Ende zu setzen, hat Nguyen Ha Dong vorläufig das Gegenteil erreicht.

App-Entwickler: Einnahmen oft ein großes Geheimnis

Wie viel Geld kann man eigentlich mit einer App verdienen? Viele Entwickler hüllen sich in Schweigen wenn es um die Finanzen geht. Umso interessanter ist die Aussage des vietnamesischen Entwicklers Dong Nguyen, dessen App „Flappy Bird“ gerade einen großen Boom erlebt.

Flappy Bird: 50.000 US-Dollar pro Tag nur durch In-App-Werbung

Im Interview mit The Verge sagte Nguyen, dass er momentan durchschnittlich 50.000 US-Dollar pro Tag verdiene. Dabei ist „Flappy Bird“ kostenlos für Android und iOS erhältlich. Die Einnahmen werden also nur durch In-App-Werbung generiert. Dafür ist die Summe immens hoch, und zeigt wie populär die App in den letzten Wochen geworden ist.

Flappy Bird: Das kostenlose Spiel ist der neuste App-Erfolg und bringt dem vietnamesischen Entwickler 50.000 Dollar pro Tag ein – nur durch Werbeeinnahmen. (Screenshot: Flappy Bird)
Flappy Bird: Das kostenlose Spiel ist der neuste App-Erfolg und bringt dem vietnamesischen Entwickler 50.000 Dollar pro Tag ein – nur durch Werbeeinnahmen. (Screenshot: Flappy Bird)

Flappy Bird: Über 50 Millionen Downloads

„Flappy Bird“ ist erst seit wenigen Wochen erhältlich und wurde bereits 50 Millionen Mal heruntergeladen. Addiert verfügt die App außerdem über 800.000 Bewertungen auf beiden Plattformen. Beeindruckend dafür, dass Nguyen die App nebenberuflich nach der Arbeit innerhalb von einigen Tagen programmiert hat.

Erfolgsrezept: Einfaches Spielprinzip und hohe Schwierigkeit

Das Erfolgsrezept von Flappy Bird ist das einfache Prinzip und die hohe Schwierigkeit: Es geht in dem Spiel im klassischen 8-bit/Arcade-Look darum, einen Vogel zwischen aufeinander folgenden Röhren durchfliegen zu lassen. Dazu kann der Spieler den Vogel nur antippen, woraufhin dieser etwas an Höhe gewinnt und automatisch wieder sinkt. Die Schwierigkeit der App ist sehr hoch, so dass viele Spieler anfänglich sehr frustriert sind, und sich umso mehr in das Spiel verbeißen. An der App möchte Nguyen demnach auch nichts mehr verändern, sie soll genau so bleiben wie sie jetzt ist.

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13 Antworten
  1. von Steven am 06.02.2014 (08:23 Uhr)

    Und die optische Ähnlichkeit zu Super Mario reicht nicht aus, um den Menschen mit Klagen zu überhäufen? Nintendo kann das doch nicht wirklich dolle finden. Sowohl die Hintergründe als auch die grünen Röhren sind doch eindeutig bei den alten Super Mario Spielen geklaut.

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  2. von Monkeei am 06.02.2014 (08:53 Uhr)

    Die App ist nicht erst seit wenigen Wochen sondern seit Monaten erhältlich. Im App Store ist sie z.B. schon seit dem 24.05.2013.
    Ich glaub jeder den ich kenn hasst dieses Spiel weil es so verdammt schwer ist, aber trotzdem spielen es auch alle. Manchmal bin ich echt kurz davor mein Handy ausm Fenster zu werfen.

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  3. von Dunay am 06.02.2014 (09:20 Uhr)

    Ich schließe mich Steven zu 200% an. Als ich den Screen gesehen hab war mein erster Gedanke an eine neue Super-Mario-World Figur. Unglaublich das Menschen so viel Geld verdienen mit einer simplen Idee und einem Design was andere gemacht haben.

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  4. von Lars am 06.02.2014 (10:07 Uhr)

    Na hoffentlich wird dem sein Werbe-Konto gesperrt. Über die Gewinne darf man i.d.R. nichts sagen. Da werd ich neidisch.

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  5. von Enis am 06.02.2014 (11:37 Uhr)

    Verstehe die ganzen Neider über mir nicht. Warum seid Ihr nicht selbst auf die Idee gekommen? Muss man immer niemandem etwas gönnen? Auch wenn die Idee simpel ist und das Design an bestehende Spiele anlehnt, hat er es großartig hinbekommen ;) Schafft das erstmal.

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  6. von Burkhard Asmuth am 06.02.2014 (13:34 Uhr)

    Habe das Spiel heute morgen mal ausprobiert. Muss zugeben nicht all zu viele Röhren geschafft zu haben, aber mir ist das Spielprinzip dann doch zu einfach, als dass ich mich darin verbeißen könnte. Da gibt es schönere Spiele, die mich zur Verzweiflung bringen.

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  7. von Danny am 06.02.2014 (19:39 Uhr)

    Ich habe das Spiel noch nicht ausprobiert und werde es wohl auch nicht. Das was man liest klingt langweilig. Aber gut für den Entwickler, dass scheinbar so viele Leute Spaß daran haben.

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  8. von Stange am 07.02.2014 (07:21 Uhr)

    Wer schnell nach oben kommt, muss sich auch solchen Behauptungen stellen:
    http://www.bluecloudsolutions.com/blog/flappy-birds-smoke-mirrors-scamming-app-store/

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  9. von Programmieren am 08.02.2014 (11:53 Uhr)

    Tja. Dort scheint man vielleicht noch ohne (Trivial)patente oder Abmahnungen programmieren zu können.

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  10. von Bitcoiner am 09.02.2014 (16:03 Uhr)

    Ich finde das schlimmste an dieser Story sind mal wieder die Neider, anstelle jedem seinen Erfolg zu gönnen wird erstmal gehatet.

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  11. von Pawel am 10.02.2014 (08:28 Uhr)

    Das ist wieder typisch, den anderen bloß nichts gönnen. Echt traurig wenn man so verbittert ist, weil es bei einem nicht so läuft und bei anderen schon.

    Und das Schlimme ist, dass jetzt so ein Riesen Konzern wie Nintendo kommt und dem kleinen Mann auf den letzten Cent verklagt.

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  12. von Peter Schmidt am 10.02.2014 (14:00 Uhr)

    interessant ist, dass die Spielidee nicht neu ist und trotzdem so einen Erfolg feierte.

    Es erinnert mich stark an folgendes Game:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=air.com.classic.helicopter.game

    das es schon vor Jahren auf dem PC als Browsergame quasi unverändert gab.

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