Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Digitale Gesellschaft

Mit USB-Sticks gegen Nordkoreas Zensur: „Flash Drives for Freedom“ im t3n-Interview

    Mit USB-Sticks gegen Nordkoreas Zensur: „Flash Drives for Freedom“ im t3n-Interview

Flash Drives for Freedom. (Site: t3n.de)

„Flash Drives for Freedom“ will Nordkoreas Propagandamaschine und Zensurbemühungen mit ausgedienten USB-Sticks bekämpfen. Auf der SXSW 2016 haben wir uns im Interview erklären lassen, wie das funktioniert.

„Flash Drives for Freedom“ schmuggelt USB-Sticks nach Nordkorea, um die dortige Zensur zu unterlaufen. (Foto: t3n)
„Flash Drives for Freedom“ schmuggelt USB-Sticks nach Nordkorea, um die dortige Zensur zu unterlaufen. (Foto: t3n)

„Flash Drives for Freedom“: Mit USB-Sticks gegen nordkoreanische Zensur und Propaganda

Nordkorea ist bekanntermaßen kein glänzendes Beispiel für die Freiheit. Statt Zugriff auf das Internet müssen sich die Bürger der ostasiatischen Diktatur mit einem staatlich kontrolliertem Intranet ohne Verbindung zum Rest der Welt begnügen. Informationen aus dem Ausland sind daher schwer zu bekommen. Nordkoreanische Aktivisten, die in den demokratischen Süden des geteilten Landes fliehen konnten, versuchen ihr bestes um ihre Landsleute trotzdem mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Flash Drives for Freedom auf der SXSW 2016

1 von 4

Zur Galerie

Dazu schmuggeln sie USB-Sticks nach Nordkorea, auf denen sich unterschiedliche Inhalte wie Wikipedia-Artikel, Interviews mit geflüchteten Nordkoreanern aber auch südkoreanische Fernsehserien oder Hollywood-Filme befinden. Unterstützt werden sie dabei von den gemeinnützigen Organisationen Human Rights Foundation und Forum 280, die sie mit den nötigen USB-Sticks versorgen. Jedes Jahr sollen so bis zu 10.000 dieser Sticks ins Land geschmuggelt werden. Theoretisch könnten es aber noch viel mehr sein, was fehlt ist das Geld, um mehr USB-Sticks zu erwerben.

Genau hier kommt „Flash Drives for Freedom“ ins Spiel. Über die Website kann jeder seine ausrangierten USB-Sticks oder SD-Karten spenden. Diese werden anschließend gelöscht und an die nordkoreanischen Aktivisten weitergegeben. Wie das genau funktioniert und was die Motivation der Macher ist, hat uns Taylor Robinson von „Flash Drives for Freedom“ in einem Interview im Rahmen der SXSW 2016 erzählt.

„Flash Drives for Freedom“: Auch ihr könnte eure USB-Sticks spenden

Wer ungenutzte USB-Sticks oder SD-Karten spenden möchte, findet die Adresse auf der offiziellen Website von „Flash Drives for Freedom“. Die Organisation nimmt Sticks jeglicher Speichergrößen an. So könntet ihr also vielleicht doch noch eine sinnvolle Verwendung für euren alten USB-Stick finden, dessen Speichergröße nach heutigen Maßstäben sowieso zu klein erscheint.

Wer keinen USB-Stick zur Hand hat, aber trotzdem helfen möchte, kann den Machern des Projekts auch direkt Geld zukommen lassen. Das wird dann zum Kauf weiterer USB-Sticks verwendet. Die Macher hoffen dank der Website in Zukunft deutlich mehr USB-Sticks über die nordkoreanische Grenze schmuggeln zu können, um die dortigen Bewohner mit aktuellen Informationen versorgen zu können.

Einen weiteren spannenden Bericht von der SXSW 2016 findet ihr in unserem Artikel „Schaulaufen der Startups: Diese 6 Neugründungen entzücken auf der SXSW“.

1 von 58

Zur Galerie

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Flash, Interview

3 Reaktionen
grep
grep

Hallo ...,

so sicher kann man Speichermedien garnicht bereinigen als dass es nicht möglich wäre mit sehr hohem Aufwand an 'gelöschte' Daten zu gelangen - gerade diesem Land ist wirklich alles zuzutrauen.
Da mache ich sicherlich nicht mit.

Ciao, Sascha.

Antworten
Udo
Udo

Sollen die mit UBS Stick gegen einen Diktator vorgehen der "die Atomwaffe" hat.
Das Volk hat nichts zu fressen, und schon gar nichts um einen USB Stick einzustecken.

Antworten
Jan Christe

Hi Udo,

schau dir mal das Video-Interview an. Taylor Robinson bschreibt darin, dass viele Nord-Koreaner tragbare DVD-Player haben, die auch einen USB-Slot haben. Insofern scheint es durchaus Geräte zu geben, mit denen der Inhalt der USB-Sticks betrachtet werden kann.

Gruß, Jan

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen