Flash für iPhone und iPad ist endlich da – irgendwie

Flash für iPhone und iPad ist endlich da – irgendwie
Flash auf iPhone und iPad? Bisher lautete die Antwort: Fehlanzeige. Oft gefordert, häufig kritisiert und scheinbar endlich in greifbarer Nähe - Adobe ermöglicht es in Zukunft, Flash-Videos auch auf iOS abzuspielen. Doch wird Flash nun voll auf iPhone und iPad unterstützt?

Die klare Antwort lautet: Nein! Zwar wird auf und funktionieren, aber eben nicht auf den Geräten selbst unterstützt. Wen das verwirrt, der sollte sich die kürzlich von vorgestellte Version 4.5 des Flash Media Servers ansehen.

Adobe vs. Apple im Flash-Streit

Beim Thema Flash für iOS sind Adobe und Apple immer wieder aneinandergeraten, doch Adobe scheint nun einzulenken, so dass Flash in Zukunft auf iDevices läuft, und das ohne Flash. Das verkündete Adobe im Rahmen der International Broadcast Conference in Amsterdam. Zusammengefasst werden Flash-Videos automatisch so kodiert, dass man sie unter iOS ansehen kann.

flash ipad
Flash auf iPad und iPhone wird zumindest in Bezug auf Videos nach der neuesten Ankündigung Adobes Realität.

Flash-Inhalte vom Server neu verpackt

Im Detail funktioniert Flash unter iOS dank des Fakts, dass Adobe dem Server ermöglicht, Flash an ein iPhone oder iPad zu streamen, so dass Flash selbst gar nicht mehr auf dem Gerät laufen muss. Die Lösung verpackt Content in Echtzeit einfach neu und ändert das Format entsprechend des Zielgeräts. Das hat zur Folge, dass iOS-Geräte in den Genuss der Vorteile von Flash kommen, ohne dass der Prozessor überlastet oder der Akku schneller leer ist. Besonders diese beiden Aspekte waren nach Apple eigenen Aussagen stets Stein des Anstoßes und der Grund des Verzichts auf Flash.

Schritt in die richtige Richtung

Es dürfte interessant werden, in welche Richtung sich Adobe vor diesem Hintergrund entwickelt. Immerhin könnte sich das Streamen von Flash auch positiv auf andere mobile Plattformen auswirken, denn ein Medienserver, der das Dekodieren übernimmt, verringert schließlich den Workload jedes mobilen Geräts. Zwar bedeutet die jetzt vorgestellte Lösung nicht, dass Flash bedingungslos mit iPhone und iPad kompatibel ist, aber Adobes Entscheidung lockert die Fronten zumindest auf und wird wahrscheinlich auch bei vielen iOS-Nutzern Applaus ernten.

Aus der Pressemeldung:

Delivery to iPad and iPhone enables businesses to use the same media and live streams to deliver full adaptive bit-rate experiences to platforms supporting Flash, as well as Apple devices, including iPad and iPhone. Integrated Content Protection simplifies deployment and reduces infrastructure cost, enabling seamless streaming for advertising-funded online video. On-demand Stream Packaging eliminates the need to prepare and protect assets ahead of time, reducing complexity and storage costs and simplifying publishing for businesses so they can use one set of source video to reach multiple downstream devices.

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8 Antworten
  1. von endlich da 12.09.2011 (15:00Uhr) 1.

    Eine Frage ist auch, ob und wie einfach das auf den Servern umzusetzen ist.

    Es ist halt das minimal notwendigste, um Flash als Videoformat zu halten und Verluste am Marktanteil für DRM-Videos und Pay-Videos zu verringern oder zu vermeiden.
    Diktator prefers Flash... .

  2. von Adobe: Endlich Flash für iOS - Servahol… 12.09.2011 (16:10Uhr) 2.

    [...] de.engadget.com, t3n.de & netzwelt.de Teilen [?]: Flattr this! Teilen Google +1 Empfehlen Tumblr [...]

  3. von Flash für iPhone und iPad ist endlich d… 12.09.2011 (18:40Uhr) 3.

    [...] hier den Originalbeitrag weiterlesen: Flash für iPhone und iPad ist endlich da – irgendwie » t3n News [...]

  4. von Tooltipp: Spool – Schweizer Taschenmes… 13.09.2011 (15:28Uhr) 4.

    [...] – das wollen die Entwickler von Spool ändern. Zieht man iOS als Beispiel heran, mussten Anwender bis vor Kurzem auf Flash-Videos verzichten. iPod-Nutzer hingegen können Webseiten nur dann betrachten, wenn eine [...]

  5. von Scholz 01.11.2011 (09:15Uhr) 5.

    Flash läuft auf Android und anderen Smartphones problemlos. Also sollte das doch endlich mal für Apple auch möglich werden...

    Die Ladezeiten von Flash sind extrem kurz, da Flash vektorbasiert ist.
    Das einzige Problem ist die Prozessorleistung, da die speichersparenden Vektoren vom Prozessor berechnet werden müssen. Wie schon beim Apple-PC (mit Intel) sollte man beim iPhone/iPad vielleicht auch mal auf ordentliche leistungsfähige Prozessoren zugreifen.

    Mein iPad stürzt schon bei vielen "normalen" Apps ab, hier sollte was getan werden.

  6. von Reiner 14.12.2011 (17:54Uhr) 6.

    Hallo, wenn man mit Safari surft, kann man bei "Entwickler" z.B. das iPhone einstellen. Und wenn ich das mache, dann laufen da meine interaktiven Panoramen im swf - Format plötzlich. Brauche ich gar keine alternative Version mehr anbieten?
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Danke, Reiner

  7. von Thomas 08.03.2012 (14:19Uhr) 7.

    Na ja, wen nur Videos interessieren, für den mag das ja eine Lösung sein, aber wer Flash-Applikationen benutzen möchte, schaut nach wie vor in die Röhre - und das bei einem Gerät, das in der Endstufe ohne Zubehör bei € 900,- (ink. Protection-Plan, ohne Zusatzzubehör) kostet... Ich finde das sehr ärgerlich.

  8. von Android 4.1 ohne Flash-Unterstützung: … 29.06.2012 (11:23Uhr) 8.

    [...] im Web auf Android-Geräten - vergleichbar zu Apples iDevices - zukünftig dann nur noch über Umwege anschauen, dem Medien- Angebot in Google Play kann diese Entscheidung jedoch letztlich zu Gute [...]

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