t3n News Entwicklung

Ist Flash tot? Zehn beeindruckende Web-Experimente ohne Flash

Ist Flash tot? Zehn beeindruckende Web-Experimente ohne Flash

Lange Zeit war das Nonplusultra der Web-Animation. Diese zehn Experimente zeigen euch eindrucksvoll, dass das schon sehr bald der Vergangenheit angehören könnte.

Ist Flash tot? Zehn beeindruckende Web-Experimente ohne Flash
Offizielles HTML5 Logo. (Grafik: W3C)

Flash war lange Zeit der unangefochtene König der Web-Animation und die perfekte Lösung zur Erstellung von interaktiven Anwendungen jeglicher Art. Moderne Web-Technologien wie HTML5 rütteln, mit Canvas und WebGL, ständig am Technologie-Thron und zeigen, dass die Bedeutung von Flash stetig abnimmt.

Animiertes Sonnensystem

3D Sonnensystem mit CSS
3D Sonnensystem mit CSS. (Screenshot: Julian Garnier)

Dieses animierte Modell des Sonnensystems von Julian Garnier zeigt acht Planeten (und Pluto), die in 3D die Sonne umkreisen. Inspiriert wurde das Projekt von ähnlichen Projekten von Alex Giron und Nicolas Gallager.

Whale

Interaktive Wal-Animation mit SVG
Interaktive Wal-Animation mit SVG statt Flash. (Screenshot: Diego Leme)

Aus der Serie: Was Flash kann, kann ich schon lange, kommt diese interaktive Animation, die mit SVGs und JavaScript realisiert wurde. Diego Leme’s „Whale“ braucht sich nicht, von der Leistung seines Flash Pendants, in den Schatten stellen lassen.

Squishy Buttons

Fotorealistische Buttons mit Blisterpackung-Effekt
Fotorealistische Buttons mit Blisterpackung-Effekt. (Screenshot: Justin Windle)

Diese Buttons bringen einen beeindruckenden Grad an Realismus auf den Bildschirm. Egal ob mit der Maus oder auf dem Touch-Screen: Die Buttons „fühlen“ sich einfach nur echt an.

Abziehbarer CSS-Sticker

Abziehbarer CSS-Sticker
Abziehbarer CSS-Sticker. (Screenshot: Patrick Kunka)

Jedem dürfte die Corner-Werbung bekannt sein, die mit Hilfe eines Umblätter-Effektes einen zusätzlichen Inhalt preisgeben kann. Einen ähnlichen Effekt erzielt diese CSS-Demo. Der Runde Sticker mit dem Abzieh-Effekt kommt trotz äußerst realistischer Optik ganz ohne Flash aus.

Gravity Points

Gravity Points
Gravity Points Partikel Simulation. (Screenshot: AKM2)

Scheinbar planlos schwirren die Teilchen, in dem „Gravity Points“ getauften Simulator, hin und her. Bis du aktiv wirst und „Gravity Points“ hinzufügt, die eine Anziehungskraft auf die anderen Teilchen ausüben. Füge mehrere „Gravity Points“ zusammen, um ihre Wirkung zu verstärken und beobachte welche Auswirkungen sie in dieser faszinierenden Simulation entfalten können.

Canvas Nebula

Canvas Nebula Demo
Canvas Nebula HTML5 Demo. (Screenshot: Professor Cloud)

Ich könnte diese schicke Animation für Stunden beobachten. Dabei ist die Technik hinter Canvas Nebula einfach wie genial. Drei Bilder werden in einem Canvas übereinander gelegt, vergrößert und in der Deckkraft verändert. Das Ergebnis ist diese hypnotisierende Nebel-Animation.

Google Chrome Experiments

Hobbit und Zauberer von Oz Google Chrome Experiment.
Hobbit und Zauberer von Oz Google Chrome Experiment. (Screenshots: Der magische Weg nach Oz, Der Hobbit)

In Zusammenarbeit mit Google bringen Film-Studios spannende Web-Experimente zur Promotion ihrer Filme hervor, die die Grenzen von dem, was wir als Webseite bezeichnen würden, regelmäßig sprengen. Nach dem Zauberer von Oz Google Chrome Experiment, ist die Seite von Der Hobbit - Smaugs Einöde ein großartiges Beispiel dafür, was mit Web-Technologien bereits jetzt und in Zukunft auch überall möglich ist beziehungsweise möglich sein wird.

HTML5-Games

Contre Jour Browser Game
Conre Jour: Browsergame ohne Flash. (Screenshot: Conre Jour)

Kleines Spielchen gefällig? Mit HTML5, Canvas und ein wenig JavaScript-Code lassen sich coole Spiele für den Browser realisieren. Das beschränkt sich natürlich nicht nur auf Retro-Games, wie die Browser-Implementationen von Contre Jour, Angry Birds, Bejeweled oder Runfield zeigen.

HTML5 Video-Destruction

HTML5 Video Destruction
HTML5 Video Destruction. (Screenshot: Craftymind)

HTML5 Video-Destruction zeigt, wie viel unsere Browser tatsächlich leisten können. Das Video in dieser Demo kann, mit einem Klick, in kleine Stücke zerteilt werden, die sich über den gesamten Bildschirm verteilen. Besonders beeindruckend: Während der Explosion und Wiederherstellung des Videos läuft der Film in den einzelnen Teilen der Animation weiter. Wir haben neun weitere Beispiele für die Zukunft des Browsens ohne Flash für dich zusammengestellt.

Adobe Flash CC: Flash kann auch ohne Flash

Mein Lieblings-Experiment ist jedoch die Weiterentwicklung von Flash. Mit der neuen Version bringt Adobe Unterstützung für die Ausgabe mit HTML5 und Canvas für Flash mit sich. Schritt für Schritt geht Adobe den nötigen Weg, um die hauseigene Technik für die Zukunft zu rüsten und den Umstieg für seine Kunden möglichst einfach zu gestalten. Die vergleichsweise flache Lernkurve von Flash und die Möglichkeiten die Filme mit aktuellen Web-Technologien und ohne Plug-In abzuspielen, lassen auf eine spannende Web-Zukunft mit niedrigen Einstiegsbarrieren und dennoch größeren Möglichkeiten freuen.

Benutzt ihr noch Flash?

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
14 Antworten
  1. von Enis am 15.12.2013 (14:14 Uhr)

    Da sind wirklich sehr beeindruckende Sachen dabei! Würde mich über weitere Artikel freuen.

    Antworten Teilen
  2. von AntiFlash am 15.12.2013 (16:54 Uhr)

    Flash ist definitiv tot, ich meine sind wir doch mal ehrlich, wofür dient Flash denn noch? Doch zu 99,9999% doch nur noch für Werbung und vielleicht ein klein wenig für YouTube und paar Videos.
    Videos kann man auch im HTML5 / MP4 Format viel leichter und einfacher einbinden und Youtube wird auch bald alles auf HTML5 umstellen. Fast alle (Adult)Streaming Dienste machen schon nur noch MP4, also was sollen wir dann noch mit Flash … verbraucht sowieso viel zu viel Ressourcen und hat so viele Sicherheitslücken das man es schon als Schadsoftware einstufen muss.
    Ich brauch schon seit Jahren kein Flash mehr und ich will es auch nicht mehr, denn der Mist bremst das System und macht einen nur noch verfolgbarer, als man ohne ihn schon ist.

    Antworten Teilen
  3. von André am 15.12.2013 (18:52 Uhr)

    Ein paar Kollegen (Audiotool / defrac) haben eine ehemalig in Flash gemachte Musikanwendung nun zu HTML5 portiert (bisher nur unter Chrome), was m.E. schön zeigt, dann man Flash offensichtlich nicht mehr braucht: http://www.defrac.com/audiotool.sketch/

    Auch bei Google im Rahmen der im artikel schon angesprochenen Chromeexperiments dabei: http://www.chromeexperiments.com/detail/audiotool-sketch

    Antworten Teilen
  4. von Flash wird weniger am 15.12.2013 (21:35 Uhr)

    Flash hatte wohl ein paar Vorteile weshalb es von Kunden gewünscht wurde.
    Die HTML5-Techniken gab es damals noch nicht und bestimmte Features kann wohl weiterhin nur Flash.

    Vorhandene Anwendungen werden also eher kaum umgestellt. Es gibt so Wikis wo Sites verzeichnet sind und welche Server-Software/Plugins usw. sie nutzen. Interessant wären Zählungen wie viel Flash noch angeboten wird irgendwie multipliziert mit der Besucherzahl o.ä. um zu wissen was noch so die aktivsten Flash-Anwendungen sind.
    Quicken war früher in Umfragen immer ein Hauptgrund, nicht auf Linux zu wechseln. Dasselbe muss man für Flash in Erfahrung bringen und es langsam weniger interessant machen.
    Viele nutzen Flash ja auch wegen der Mediatheken und wissen nicht das/ob sie umstellen können. Checkt doch mal die Browser Eurer Eltern.

    Antworten Teilen
  5. von Oliver Leitner am 16.12.2013 (08:31 Uhr)

    der titel ist hier wohl programm, nun ja...

    1. unterstuetzen alle browser schon alle html5 media element codecs?
    2. unterstuetzt das html5 media element schon rtmp streams?

    laut meinem letzten check nicht, also bleib ich wohl vorerst lieber noch bei flash, denn der kunde ist koenig.

    Antworten Teilen
  6. von Mike am 16.12.2013 (09:56 Uhr)

    da wird man ja neidisch! :) Vor allem das Conre Jour Game ist der Hammer. Könnt ihr mir ein Buch oder Seite empfehlen wo man es lernen kann?

    Antworten Teilen
  7. von chio am 16.12.2013 (16:42 Uhr)

    Ich mach nichts mit Flash, aber Flash wird noch viele Jahre verbreiteter als HTML5 sein - und dass mit Flash meist nur Kleinkram gemacht wird, bedeutet nicht, dass nicht mehr ginge: Prinzipbedingt wird Flash immer mehr können als HTML5, weil nicht ein zähes Gremium darüber entscheidet, was möglich sein soll, sondern eine Abteilung eines Konzerns, die eben weit dynamischer arbeiten kann.
    Und nicht zuletzt ist alles, was mit HTML5 gemacht wird, quelloffen. Das werden viele Kunden und Agenturen nicht wollen, dass jeder reinschauen und kopieren kann.

    Antworten Teilen
  8. von Alexander am 16.12.2013 (16:45 Uhr)

    Ist Flash tot? Wenn es so wäre, dann würde nicht alle meckern.
    Fakt ist:
    -> Die Portierung alter Anwendung auf HTML/JS/CSS ist schwerer als alle glauben
    -> alte Anwendungen/Spiele/etc. werden selten oder gar nicht protiert
    -> Neue Anwendungen/Inhalte werden wahrscheinlich häufiger mit HTML&Co umgesetzt
    Meine Meinung:
    Nur sehr wenige Menschen wissen, wie viele Aufwände und know-how in einer Flash-Anwendungen stecken. Daher ist so ein Vergleich HTML vs FLash wenig Wert.

    Antworten Teilen
  9. von David am 16.12.2013 (17:02 Uhr)

    @Alexander: Du hast sowas von recht!

    Jahre nacht Steve Jobs' "Nachruf" auf Flash ist das Web langweiliger als je zuvor.
    Das einzige was wir als Entwickler auf den Tisch bekommen, sind die ewgi selben One-Pager. OHHH Multiebenenscrolling...und damit hört es kreativ gesehen auf. Natürlich war es damals Unsinn, dass es plötzlich auch Shopsysteme auf Flash gab. Dafür taugt es einfach nicht.
    Aber bis heute will ich die Onlinespiele und experimentellen Websistes sehen, die auch nur annähernd die Perfomance und Brillianz von Flash erreichen! Canvas ist deutlich langsamer als Flash! Wer was anderes behautpet, hat scheinbar noch nicht mit beiden Technologien gearbeitet. Und die Einbindung von Grafik udn Animation ist unintuitiv und umständlich. Und ich möchte außerdem sehen, zu welchen Kosten solche HTML5-Spiele umgesetzt wurden, denn es ist ein ALBTRAUM in HTML5 für alle Browser zu entwickeln und zu optimieren. Flash lief nahezu überall und sah dann auch gleich aus.
    Und noch eine Anmerkung zu dem ganzen Halbwissen, was hier in den Kommentaren verbreitet wird: Natürlich ist eine HTML-Seite mit ein bisschen Javascript nicht so ressourcenhungrig wie ein Fullsite-Flashgame.
    Aber wie sieht das denn aus mit den Beispielen oben und den Vesuchen, dasselbe auf Canvas zu machen, was alte Flashgames erreicht haben? Ich garantiere, es wird genauso oder noch mehr Ressourcen verbraten.

    Wir haben heute kaum noch Flash weil Steve Jobs seine Devices und seinen Appstore vor der Flut an gratis Onlinespielen in Flash schützen wollte. Das ist alles. Und die Leute schimpfen trotzdem drauf und merken nicht, wie sie jetzt plötzlich aif iOS-Devices für Games bezahlen sollen, die vorher umsonst waren (natürlich werbefinanziert, aber immerhin).

    Ich kapier' es einfach nicht!

    Antworten Teilen
  10. von Werbedesign Berlin am 16.12.2013 (19:47 Uhr)

    Ich frage mich auch immer wieder, warum alle so gegen Flash sind? Gerade im Spielebereich hat es durchaus noch seine Da­seins­be­rech­ti­gung. Es gibt so viele bestehende Frameworks, die nicht mal eben so portiert werden können.

    Antworten Teilen
  11. von Granaton am 16.12.2013 (21:42 Uhr)

    Danke für die Gravity Points! Ich liebe sie. Sie haben einen Ehrenplatz bekommen. :D
    http://granaton.com/gravity/

    Antworten Teilen
  12. von Fabian am 17.12.2013 (15:21 Uhr)

    @David: Danke für deine gute Zusammenfassung!

    Wenn ich immer dieses gebashe zu Flash lese frage ich mich auch, ob diese Leute wirklich schon mal versucht haben interaktive, multimediale Anwendung mit HTML5/JS/Canvas zu erstellen. Es ist unglaublich aufwendig, ressourcenfressend und funktioniert dann noch nicht mal in allen Browsern vernünftig.

    Und mal ganz ehrlich: Eine Anwendung die nur im Chrome läuft, kann ich einfach keinem Kunden verkaufen. So lange die mit HTML erstellten Anwendungen nicht in ALLEN Major Browsern (ja und dazu gehört auch der IE) laufen ist es in vielen Fällen leider kein gangbarer Weg.

    Ein wenig Hoffnung macht mir, dass nächstes Jahr endlich der Windows XP Support ausläuft und wir uns dann vielleicht endlich vom IE8 verabschieden können.

    Antworten Teilen
  13. von David am 17.12.2013 (16:57 Uhr)

    Absolut!

    Und das Beispiel mit dem Orca-Wal oben ruckelt sich in der HTML-Version in Firefox kaputt während die Flashversion butterweich abläuft.
    Es läuft nicht mal annähernd so gut. Warum wird dann einfach behauptet, es wäre vergleichbar bzw. es bräuchte sich nicht zu "verstecken".

    Es ist tatsächlich so, dass seit ich mitbekommen haben, wie falsch die Presse dieses Thema behandelt hat und immer noch behandelt, ich Presseartikel für ganz andere Themen (z.B. aus der Politik) nich viel vorsichtiger betrachte.
    Da wird einfach viel verzerrt oder falsch dargestellt, auch wenn sich T3N ein Technikmagazin nennt. Schade eigentlich.

    Antworten Teilen
  14. von David am 17.12.2013 (17:10 Uhr)

    ... manchmal hat man den Eindruck, dahinter steht eine Armee von HTML-Entwicklern, die sich heimlich schon immer das Ende von Flash gewünscht haben, weil es eben für Flash in der Regel eines erweiterten Skillsets bedarf. Zur Programmierkunst muss man ja noch ein ästhetisches Gespür für Timing, Effekte und Animation mitbringen, viele sehr mathematische Probleme lösen, in Echtzeit denken. Seit AS3 kam objektorientierte Entwicklung dazu. Das alles hat für mächtig viele Innovationen gesorgt, für Frameworks (wie TweenMax) und Programmiermethoden, von denen jetzt auch im Bereich JS und HTML5 viele Entwickler profitieren.

    Aber ich kann mich von jeher an die befremdeten Blicke von HTML- oder PHP-Entwicklern erinnern, wenn es um Flash ging. Ewig die gleiche Leier von den Banner, die nerven und Flashseiten, die abstürzen.
    Nochmal: Die von google bereits geförderten HTML-Banner werden genauso nerven, das hat nichts mit der Technologie zu tun, sondern mit der Werbeindustrie. Und wenn eine Anwendung abstürzt, dann ist sie schlecht programmiert. Das hat aber auch nichts mit Flash zu tun, sondern mit dem Entwickler.

    Ich bin übrigens kein HTML-Verächter, sondern ich bin in beiden Welten zuhause und kann daher beurteilen, dass beide ihre Daseinsberechtigung haben/hatten!

    Nun aber genug.
    Sorry übrigens für die vielen Tippfehler ;)

    Frohes Fest!
    Ein Nachtrag noch: Ich ha

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Flash
Adobe Flash: Lieber deinstallieren als updaten
Adobe Flash: Lieber deinstallieren als updaten

Mehrere Tage, nachdem wieder eine kritische Sicherheitslücke im Adobe Flash-Player bekannt geworden ist, hat Adobe Feinen Patch nachgeliefert. Die Lücke soll bereits aktiv ausgenutzt werden. » weiterlesen

Aus für Plugins in Safari: Jetzt dreht auch Apple Flash ab
Aus für Plugins in Safari: Jetzt dreht auch Apple Flash ab

Beim neuen Betriebssystem macOS Sierra deaktiviert Sierra mehrere Plugins und unterdrückt unter anderem auch Flash-Inhalte. » weiterlesen

Langsames Ende: Google dreht Flash-Inhalte in Chrome noch dieses Jahr ab
Langsames Ende: Google dreht Flash-Inhalte in Chrome noch dieses Jahr ab

Google etabliert HTML5 für seinen Chrome-Browser und zeigt Flash-Inhalte künftig nicht mehr automatisch an. Nur bei den zehn größten Websites macht Google eine Ausnahme. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?