Flickr Geofences: Fotodienst zäunt Privatsphäre ein

Flickr Geofences lautet der Name eines neuen Features des Fotodienstes Flickr, das mittels virtuellem Gartenzaun die Privatsphäre der Nutzer schützen soll. Was es mit dem Zaun auf sich hat, und wie ihr ihn um eure Fotos ziehen könnt, erfahrt ihr hier.

Flickr Geofences - private Bilder mit virtuellen Gartenzäunen schützen

Flickr Geofences haben wie der Name bereits vermuten lässt mit der Verortung von Fotos zu tun. Ähnlich wie Mobiltelefone sich schon lange nicht mehr ausschließlich zum Telefonieren eignen, verfügen auch viele moderne Kameras über Features, die über das Schießen von Fotos hinausgehen. Eines dieser Features besteht darin, dass die Kamera jedes einzelne Bild mit Geo-Daten versieht. Diese Informationen speichert die Kamera üblicherweise neben Angaben zu Belichtungszeit, Brennweite und anderen Informationen zur jeweiligen Aufnahme in den EXIF-Daten.

Flickr Geofences erstellen
Flickr Geofences können von Nutzern schnell und leicht aufgestellt werden.

Informationsreiche Fotos

Flickr Geofences mag zwar neu sein, aber der Fotodienst bietet bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit, die EXIF-Daten einer Aufnahme neben dem entsprechenden Foto anzuzeigen. Das ist durchaus praktisch und informativ - können Anfänger doch auf diese Weise wichtige Hinweise dazu erhalten, wie ein bestimmtes Foto entstanden ist. Auch das Anzeigen der Geo-Daten hat durchaus eine Berechtigung, kann allerdings auch zu einer unfreiwilligen Einschränkung der Privatsphäre führen.

Flickr Geofences als virtueller Zaun

Abhilfe sollen diesbezüglich die Geofences schaffen. Zwar kann man auf Flickr beispielsweise die Sichtbarkeit aller EXIF-Daten komplett deaktivieren, doch dann stellt man eben auch keine Informationen zu den Aufnahmebedingungen zur Verfügung. Wer mit Flickr Geofences allerdings einen virtuellen Zaun um ein definiertes Gebiet zieht, verhindert direkt beim Upload eines Bildes, dass die Geo-Daten eingeblendet werden.

Flickr Geofences
Flickr Geofences eignen sich besonders für Orte, die man nicht jedem Kontakt offenbaren möchte.

Sinnvolle Anwendungsbeispiele für die neuen Flickr Geofences gibt es zur Genüge. So könnte ein Fotograf zum Beispiel die Schule seines Kindes oder auch den eigenen Wohnort standartmäßig nur ausgewählten Personen anzeigen. Durch das Aufstellen eines Geofences müsste er dann nicht für jedes Foto, das er an einem vorher definierten Ort aufgenommen hat, einzeln die Einstellungen vornehmen.

Bis zu zehn Kilometer Radius für Flickr Geofences

Flickr Geofences lassen sich variabel einsetzen. Die zur Verfügung stehenden Radien sind zwischen 50 Meter und 10 Kilometer groß. Praktischerweise kann der Nutzer aber jeden Geofence mit individuellen Zugriffsrechten definieren, so dass man die Geo-Daten auch nur bestimmten Kontakten anzeigen kann. Die Flickr Geofences lassen sich nicht nur beim Upload neuer Fotos nutzen, sondern können auch für bereits hochgeladene Fotos genutzt werden.

Flickr Geofences selber aufstellen

Um Flickr Geofences anzulegen, muss man einfach auf seine Account-Einstellungen klicken und dort "Create New" auswählen. Daraufhin sucht man den gewünschten Ort, gibt dem Geofence einen Namen, definiert den Radius und wählt aus, welche Kontaktgruppe Geodaten angezeigt bekommen soll.

Weiterführende Links:

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One answer

  1. von Episode 69 – Get ready to Mumble! » G… 07.09.2011 (23:35Uhr) 1.

    [...] Flickr Geofences: Fotodienst zäunt Privatssphäre ein /via @t3n [...]

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