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FLOW3 in den Startlöchern: Was kann das PHP-Framework?

FLOW3 in den Startlöchern: Was kann das PHP-Framework?

Auf der diesjährigen TYPO3-Konferenz T3CON in Frankfurt stellte Chef-Entwickler Robert Lemke das PHP-Framework vor, das am 20.10. in Version 1.0 veröffentlicht werden soll. Wir haben uns das Featureset angeschaut...

FLOW3 in den Startlöchern: Was kann das PHP-Framework?

FLOW3 kommt: Überraschung auf der T3CON11

Ein schöne Überraschung auf der T3CON11 war sicherlich die Ankündigung des FLOW3-Final-Release. Noch im Oktober soll Version 1.0 erscheinen – darauf hat die TYPO3- und PHP-Community mit Spannung gewartet. Das Framework stellt die technische Basis der TYPO3-Neuentwicklung 5.0 Phoenix dar und befand sich mehrere Jahre in der . Was erwartet uns?

FLOW3: Robert Lemke in der T3CON11-Keynote

FLOW3: Die wichtigsten Features

Eine der wichtigsten Änderungen, die FLOW3 dieses Jahr erfuhr: Im Frühjahr entschied sich das Team, Doctrine 2 für das Persistenzmanagement zu integrieren, weil dort viele Probleme bereits gut gelöst seien und man deutlich von der Leistungsfähigkeit Doctrines profitieren könne. Das hat einiges an Refactoring in FLOW3 bedeutet, weswegen es nach dem Erreichen des Milestones Ende 2010 etwas still geworden sei. Die Entscheidung habe sich aber gelohnt, so Lemke.

Viele , zum Beispiel das Zend FW, erlauben es, einzelne Komponenten herauszulösen und zu benutzen, weil die Elemente des Frameworks unabhängig voneinander sind. FLOW3 dagegen ist eher eine Web Application Platform und gibt ein übergreifendes Konzept vor, wie man moderne, gute Software bauen kann. FLOW3 vereint viele Best-Practice-Ansätze unter einem Dach und macht es dem Entwickler auf diese Weise leicht, Web-Anwendungen auf höchstem Niveau zu entwickeln, so die Kern-Botschaft der Keynote Robert Lemkes.

Dabei ist wichtig, dass FLOW3 auch das gesamte Ökosystem rund um die Softwareentwicklung im engeren Sinne mitliefert, also zum Beispiel Deployment-Technik (auch für die Cloud!) und Code-Qualitätskontrolle via Continuous Integration. Weil das Framework paketbasiert aufgebaut ist, lassen sich Komponenten aus anderen Frameworks wie Zend FW oder Symfony einfach als Packages in FLOW3 integrieren. 5.0 wird letztlich auch nichts weiter als ein Package für FLOW3 sein.

Das Framework kann völlig unabhängig von TYPO3 verwendet werden. Es basiert auf 5.3 und integriert moderne Ansätze wie Dependency Injection, Aspect Oriented Programming und Domain Driven Design. Weil es aber so viele Aufgaben wie Persistenz, Security oder Objektmanagement selbständig erledige, sei es für einen Anfänger in der PHP-Entwicklung vermutlich sogar einfacher, mit FLOW3 zu entwickeln als zum Beispiel für TYPO3 4.x, so Lemke.

Um viele Aspekte wie Cache-Handling, Deployment usw. zu vereinfachen, verfügt FLOW3 über ein Command Line Interface, in dem man unixartig Befehle eingeben kann. So lässt sich vieles schnell und effizient erledigen (und automatisieren). In guter Nerd-Tradition hat das Team in das Command Line Interface einiges an Eastereggs eingebaut: Wer sich an alte C-64-Zeiten zurückerinnert und z.B. beherzt sys 64738 auf der FLOW3-Shell eingibt, wird mit einer Cache-Flush-Meldung à la Old School belohnt (unbedingt ausprobieren).

Die Entwicklung der nächsten Generation von TYPO3, Version 5.0, Codename Phoenix, wird nun auf Basis von FLOW3 intensiv fortgeführt. Das Phoenix-Projekt sollte nun noch mal ordentlich an Fahrt aufnehmen, denn, wie es Core-Entwickler Andreas Förthner und Clemens Kalb in einem Vortrag ausdrückten: Die Entwicklung von Applikationen ist heutzutage mit FLOW3 "a walk in the park" (zu Deutsch ein Kinderspiel).

FLOW3 flows back to 4.x

Aber auch das derzeitige TYPO3-System profitiert umfangreich von den Neuerungen in FLOW3. Da das Framework strikt modular aufgebaut ist, lassen sich viele Komponenten nach 4.x rückportieren, wie das Caching Framework, Core-Verbesserungen oder natürlich das Extension-System Extbase plus Templating-Engine Fluid.

Das FLOW3-Team diskutiert derzeit, ob die Lizenz von LGPL auf MIT geändert werden soll, damit das Framework noch freier wird und für die verschiedensten Zwecke und Szenarien eingesetzt werden kann. Wie Andrew Tanenbaum in einem Vortrag auf der FOSDEM scherzhaft formulierte, bedeutet die MIT-Lizenz letztlich einfach: “Machen Sie was Sie wollen damit, aber verklagen Sie uns nicht!”.

Am 20.10.2011 wird die lange erwartete Version 1.0 von FLOW3 nun veröffentlicht. Für die 1.1 sind vor allem Performance-Optimierungen geplant. Die ersten 20 User des Frameworks bekommen übrigens, wie Lemke abschließend als Goodie versprach, privilegierten Support des Kern-Teams. Also: Runterladen, ausprobieren, Software entwickeln!

Was haltet ihr davon? Werdet ihr FLOW3 ausprobieren? Welche PHP-Frameworks setzt ihr ein?

 

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6 Antworten
  1. von Daniel W. am 09.10.2011 (21:12 Uhr)

    Ich werde wohl trotzdem vorerst bei ZF und CakePHP bleiben. Typo3 fand ich immer grottig und viele Extensions waren noch grottiger und zudem unsicher. Viele Hacks, darunter auch der REWE-Hack, waren auch nur möglich, weil da eine Agentur auf Typo3 und vermutlich Praktikanten setzte, so dass Passwörter unverschlüsselt gespeichert wurden und eben zudem ausgelesen werden konnten. Die Wacken-Website, ebenfalls Typo3, war auch schonmal betroffen. Und ganz ehrlich: Warum Typo3, wenn es bereits diverse auf ZF basierende CMS wie pimcore gibt? Damit ich mir noch das scheußliche TypoScript antun kann? Nein danke...

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  2. von cephei am 09.10.2011 (23:42 Uhr)

    TYPO3 hat ein paar grossartige (und wichtige) Schritte gemacht in der letzen Zeit. Es ist einfach spannend mitzuerleben, wie sich das Sytsem entwickelt. FLOW3 werde ich mir auf jeden Fall ansehen.

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  3. von Olivier Dobberkau am 09.10.2011 (23:56 Uhr)

    -- TROLLPOST START --
    Ist ja schön putzig hier. Fast wie in der anderen Trollburg vom Heise Verlag...

    FLOW3 hat das Potenzial eben diese MVC Frameworks wie ZF und Symfonie ins Abseits zu stellen.
    Und wie hoch ist nochmals die Nutzung von pimcore in Deutschland? Sind das schon Prozente oder eher Promille?

    -- TROLLPOST STOP --

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  4. von Master B. am 11.10.2011 (12:16 Uhr)

    Bin auf die ersten Performance Tests gespannt im Vergleich mit ZF2 (wenn verfügbar) und SF2. Letztendlich entscheidet auch die Dokumentation über "go" or "no go". Die Einarbeitungszeit in die verschiedenen Frameworks ist ja auch nicht gerade unerheblich! Daher muss ein Um- bezw. Einstieg wohl überleigt sein.
    Dann macht dass Teil mal Final.... good luck!

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  5. von Gast am 21.10.2011 (20:35 Uhr)

    ZF mit typo3 vergleichen - lol... Außerdem hat typoscript natürlich den Vorteil , dass eben Auch nicht-Programmierer typo3 aeusserst flexibel einsetzen koennen. Mal sehen was zf2 bringt, ZF ist zu recht als umständlich und teilweise unperformant und überladen verschrien. CakePHP hat seine staerken im prototyping, flow3 geht klar in Richtung Enterprise Applications ... Was ZF klar verfehlt...

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  6. von Pokeuser am 31.05.2013 (22:30 Uhr)

    Ich bin mit der Entwicklung eines eigenen Frameworks beschäftigt, aber einen Blick werde ich wohl auf jeden Fall mal reinwerfen. Lohnt sich sicherlich :)

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