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Flug verspätet oder ausgefallen? So bekommst du eine Entschädigung

    Flug verspätet oder ausgefallen? So bekommst du eine Entschädigung
Flugverspätungen können hohe Entschädigungen bedeuten. Anbieter helfen bei den Forderungen. (Foto: Shutterstock)

Flug verspätet oder ausgefallen? Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch teuer werden. Startups wie Claimcompass und Flightright verhelfen dir zu Entschädigungen.

Gegenüber Konzernen sind Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer Rechte häufig in einer schlechteren Position. Oft sind Regressforderungen kompliziert und nicht selten auch mit erhöhten Kosten verbunden. So geht es beispielsweise vielen Airline-Kunden, deren Flüge verspätet oder gar ausgefallen sind. Häufig stehen ihnen Entschädigungen zu. Selten machen sie jedoch davon Gebrauch. Eine Reihe von Tech-Startups hilft dabei, diese Fluggäste zu unterstützen.

Flug verspätet oder ausgefallen? Diese Tech-Startups verhelfen dir zu Entschädigungen

Flug verspätet oder ausgefallen? So bekommst du eine Entschädigung. (Foto: Shutterstock)
Flug verspätet oder ausgefallen? So bekommst du eine Entschädigung. (Foto: Shutterstock)

„Gegenüber Konzernen sind Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer Rechte häufig in einer schlechteren Position. “

Eines dieser Unternehmen ist Claimcompass. Das US-amerikanische Jungunternehmen mit Sitz im kalifornischen Mountain View wurde bereits 2015 gegründet und ist kürzlich in den berühmten 500-Startups-Accelerator aufgenommen worden. Die drei Gründer Velizar Shulev, Tatyana Mitkova und Alexander Sumin haben eine Software entwickelt, die Schadensersatzansprüche allein anhand einiger Angaben komplett automatisch berechnet und bei Bedarf einfordert.

Nutzer geben dafür zunächst die Flugnummer und das Reisedatum ein. Anschließend fragt ein Programm weitere Informationen ab – etwa, wie lange die Verspätung oder was der Grund eines Ausfalls ist. Nach wenigen Klicks kalkuliert Claimcompass den möglichen Schadensersatz und hilft anschließend dabei, ein standardisiertes Schreiben aufzusetzen, das an die Fluglinie geschickt wird. Dafür berechnen die Macher eine Gebühr über 25 Prozent der erhaltenen Entschädigungssumme.

Doch nicht nur in den USA haben Gründer um den Ärger der Airline-Kunden ein Geschäftsmodell entwickelt. In Deutschland ist Flightright einer der größten Anbieter in diesem Metier. Die Plattform arbeitet, wie auch Claimcompass, mit der Flugnummer und dem Reisedatum und geht anschließend tiefer auf den Sachverhalt ein. Das Unternehmen verspricht in Einzelfällen hohe Entschädigungssummen, die bis zu 600 Euro ausmachen können. Auch Flightright erhebt eine 25-Prozent-Pauschale.

„Die Airlines haben versucht, uns am langen Arm verhungern zu lassen.“

Derartige Unternehmen haben es oft zu Beginn nicht leicht. Denn die Fluglinien arbeiten im Zweifel auch juristisch solange gegen Ansprüche an, bis die Kosten im Falle eines ungünstigen Urteils zu groß zu werden drohen. Und das kann dauern. In einem kürzlich erschienenen t3n-Interview macht Flightright-Geschäftsführer Marek Janetzke klar: „Die Airlines haben versucht, uns am langen Arm verhungern zu lassen. Nur mit Risiko und der entsprechenden Vorfinanzierung konnten wir gewinnen.“

Der Markt wird neben Claimcompass und Flightright auch von anderen Mitbewerbern wie Wirkaufendeinenflug.de, Fairplane, Euclaim.de oder Airhelp hart umkämpft. Und das verwundert kaum. Janetzke erklärt, dass wegen Verspätungen oder Annullierungen jährlich knapp vier Milliarden Euro an Fluggäste ausgezahlt werden müssten. Gezahlt wird davon aber nur ein Bruchteil, führt der Flightright-Mitgründer weiter aus.

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2 Reaktionen
LenaF
LenaF

In dem Markt tummeln sich noch viel mehr Anbieter. Hier mal die Liste derer, die mir schon über den Weg gelaufen sind (und da sind die Anwaltskanzleien noch gar nicht drin) zusätzlich zu den oben genannten:

EUflight
Claimflights
Flug-Erstattung.de
Flugrecht.de
Fair Flight
Passengers Friend
Refund.me
Compensation2Go
Reisezorro
Flyclaim
Flightclaimer

Antworten
Patrick

Ich hatte dazu vor einiger Zeit meine persönlichen Erfahrungen geschildert: http://patrick-emmler.de/tag/air-berlin/

Den Flugausfall bekommt man mit etwas Geduld und Durchhaltevermögen auch direkt entschädigt. Je nachdem ist es natürlich über die Dienstleister einfacher.

Ich habe meinen Weg über den Air Berlin Korruptionsbeauftragten gesucht und gefunden indem ich diesen direkt intern auf Air Berlin angesetzt hatte. Sowas gibts sicher auch bei den anderen Gesellschaften. Einfach den immer wieder anrufen. Dies scheint meist eher eine externe Kanzlei zu sein.

Gruß Patrick

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