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Karriere

Shitstorm nach Fön-Spot: So lockt man Frauen nicht in Tech-Berufe, IBM!

    Shitstorm nach Fön-Spot: So lockt man Frauen nicht in Tech-Berufe, IBM!

Hack A Hair Dryer. (Bild: IBM/YouTube)

Sehr geschickt war das nicht: Mit einem Werbespot wollte IBM Frauen für Tech-Berufe begeistern. Die Aufforderung, einen Fön zu hacken, löste allerdings einen Shitstorm aus – und IBM war gezwungen, zurückzurudern.

IBM: Fön-Spot geht nach hinten los

Das YouTube-Video, mit dem IBM eine Sexismus-Debatte und einen Shitstorm bei Twitter ausgelöst hat, ist mittlerweile entfernt worden. Der Nachhall des Donners, mit dem die Internetgemeinde den Werbespot in den vergangenen Stunden bedacht hat, ist aber noch im Netz zu verspüren. Aus der eigentlich guten Idee, Frauen für den Tech-Bereich zu begeistern, ist ein PR-Fiasko geworden. IBM fühlte sich zu einer Entschuldigung gezwungen, die Kampagne wird nicht fortgesetzt.

Auslöser des Unmuts, nicht nur bei Frauen, war ein Video, in dem IBM Frauen zu einer Karriere im Technologie- oder Wissenschaftsbereich bewegen wollte. Das Motto: „Hack a Hair Dryer“, also: Hack einen Fön. Die Assoziation von Frauen und einem Fön, wenn es um Technik geht, rief unter dem Hashtag #HackAHairDryer bei Twitter schnell – vor allem ironische – Reaktionen hervor. Etwa Hinweise darauf, dass die 50er-Jahre lange vorbei seien. Niemand, so ein weiterer Kommentar, fordere schließlich Männer auf, mit Rasierern zu experimentieren.

Umstrittene IBM-Kampagne – Stein des Anstoßes: der Fön. (Foto: FaceMePLS / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

IBM: Kampagne zeigt Innovationen von Frauen

Dabei ist es durchaus eine gute Idee, Frauen in Tech-Berufe zu locken. Im Jahr 2013 sollen nur 26 Prozent der Beschäftigten im Tech-Sektor weiblich gewesen sein. Wie man das besser lösen kann, zeigt IBM mit seiner Kampagne „26x26“, in deren Rahmen 26 Innovationen von 26 Frauen, die bei IBM arbeiten, vorgestellt werden.

Thanks for the feedback on our campaign. We heard you and we apologize for missing the mark. We promise to do better in the future.

IBM entschuldigt sich via Twitter.

IBM hat die gesamte Kampagne gestoppt und das Video und alle eigenen Twitter- und Facebook-Posts in diesem Zusammenhang gelöscht. Mit der Kampagne sei man über das Ziel hinausgeschossen, hieß es dazu. Das von IBM entfernte Video kann man sich aber unter anderem auf der YouTube-Seite von Adafruit Industries anschauen.

via techcrunch.com

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2 Reaktionen
Alexander M.

Das ist doch wieder total übertrieben... Ich meine, wer einen Shitstorm verdient hat, der soll ihn auch haben... Aber das ist doch wieder so einseitig gedacht... da steht dann der Kommentar drunter "[...] Would they do a similar targeted at men? Me think not."... Aber die Wahrheit ist doch, würden sie den gleichen Spot für Männer machen, von mir aus mit ner Bohrmaschine oder auch nem Rasierer, würden sich manche Männer angesprochen fühlen und andere ebenen nicht... Aber niemand würde auf die Idee kommen dass das am Ende sexistisch sein könnte... Von wegen "Ooh, wir Männer werden immer nur auf die Bohrmaschine reduziert..." oder "Nicht jeder Mann steht auf so ein Zeug" und so weiter...

Wenn die Werbung dich nicht anspricht, geh weiter, interessier dich nicht für sie, das einzige was die Werbung dann ist, ist eben einfach schlechte Werbung, weil sie dich nicht anspricht. Aber sich darüber aufzuregen ist doch wieder total Fehl am Platze...

Just my 2 Cents.

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dstN
dstN

Vielen Dank. Ganz genauso seh ich das auch. Kann diesen zwanghaften Drang in allem etwas sexistisches zu sehen sowieso nicht nachvollziehen. Wenn man das aber mal so hardcore Emanzen wie Alice Schwarzer erzählen würde, wäre man im Umkehrschluss schon wieder Sexist weil man es ja angeblich verharmlost. :D

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