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Von Einsteins Handschrift bis Elbisch: 5 ungewöhnliche und verrückte Fonts

Von Einsteins Handschrift bis Elbisch: 5 ungewöhnliche und verrückte Fonts

Ein aus der Handschrift von Albert Einstein oder doch lieber Fonts für Elfen? Wir zeigen euch fünf extrem ungewöhnliche Schriftarten.

Von Einsteins Handschrift bis Elbisch: 5 ungewöhnliche und verrückte Fonts

Ungewöhnliche Fonts. (Foto: Kyle Van Horn / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Ob Web oder Print – Typgografie spielt eine wichtige Rolle beim Designprozess. Die Wahl des richtigen Fonts hat einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, wie das Material von der Welt wahrgenommen wird. Aber nicht jeder Font wird nach rein ästhetischen oder praktischen Gesichtspunkten entwickelt. Manchmal steckt auch eine eher ungewöhnliche oder sogar leicht verrückte Idee dahinter. Fünf solcher Fonts wollen wir euch im Folgenden vorstellen.

Typografie: 5 ungewöhnliche oder verrückte Fonts

Klartext: Sans Bullshit Sans

Fonts: Sans Bullshit Sans ersetzt Buzzwords durch Bullshit. (Screenshot: sansbullshitsans.com)
Fonts: Sans Bullshit Sans ersetzt Buzzwords durch Bullshit. (Screenshot: sansbullshitsans.com)

Wisst ihr was „brogrammer“, „stealth startup“ oder „change agent“ bedeutet? Nein? Keine Angst, das sollte euch in eurem Leben nicht wirklich behindern. Doch gerade die Technologie-Startup-Szene nutzt gerne mehr oder weniger sinnvolle Schlagwörter, die ab einer gewissen Häufung bisweilen nerven. Das haben sich wohl auch die Macher von Sans Bullshit Sans gedacht.

Der Font ersetzt gängige Buzzwords durch Variationen des Wortes „Bullshit“. Die Macher setzen dazu auf Ligaturen, also Buchstabenverbunde. Darunter versteht man ein Konzept, bei dem nebeneinanderstehende Glyphen durch nur eine ersetzt werden. Üblicherweise wird das bei zwei aufeinanderfolgenden Buchstaben mit derselben Oberlänge genutzt, damit keine Lücke zwischen den beiden Buchstaben entsteht. Wie man an Sans Bullshit Sans sieht, lässt sich das Prinzip aber auch anderweitig nutzen.

Für einen guten Zweck: Schriftarten von Obdachlosen kaufen

Die Idee hinter „Homeless Fonts“ ist sicherlich einzigartig. Zumindest ist es die einzige gemeinnützige Aktion, die wir kennen, bei der Typografie genutzt wird, um Menschen in Not zu helfen. Die Macher des Projekts haben die Handschriften von Obdachlosen in unterschiedliche Fonts umgewandelt. Die werden zum Kauf angeboten und die Einnahmen gehen an den jeweiligen Urheber der Schriftart. Privatpersonen zahlen 19 Euro und Unternehmen 290 Euro. Das Projekt hatten wir euch bereits in unserem Artikel „Homeless Fonts: Dieses Projekt bringt Schriftarten von Obdachlosen ins Netz“ vorgestellt.

Schreiben wie Albert Einstein und Sigmund Freud

Ihr wollt schreiben wie Albert Einstein? Das Kickstarter-Projekt des Frankfurters Harald Geisler soll genau das möglich machen. Er hat sich die handschriftlichen Dokumente des berühmten Physikers vorgenommen und daraus einen Font kreiert. Um die Arbeit abzuschließen, sucht er derzeit per Crowdfunding nach finanzieller Unterstützung. Wenn ihr die Kickstarter-Kampagne mit mindestens 15 US-Dollar unterstützt, könnt ihr so schreiben wie Albert Einstein.

Die Einstein-Schrift ist nicht Geislers erstes Projekt dieser Art. Schon 2013 hatte er ebenfalls über Kickstarter die Gestaltung eines Fonts auf Basis der Handschrift von Sigmund Freud finanziert. Den Font bekommt ihr für private Zwecke ab 19 Euro. Für den kommerziellen Einsatz der Handschrift des Psychoanalytikers zahlt ihr mindestens 39 Euro.

Über den Wolken: Aerial Bold basiert auf Satellitenbildern

Aerial Bold: Dieses Projekt will eine Schriftart auf Basis von Satellitenbildern erstellen. (Grafik: Benedikt Groß & Joey Lee / Kickstarter)
Aerial Bold: Dieses Projekt will eine Schriftart auf Basis von Satellitenbildern erstellen. (Grafik: Benedikt Groß & Joey Lee / Kickstarter)

Auch dieser Font wurde über Kickstarter finanziert und wieder war ein Deutscher beteiligt. Aerial Bold stammt von Benedikt Groß und seinem amerikanischer Kollege Joey Lee. Statt eine eigene Schriftart zu gestalten, gehen sie allerdings anders vor: Sie suchen auf Satellitenbildern Häuser, Straßen, Wälder, Seen oder Flüsse die wie Buchstaben aussehen. Daraus erstellen sie anschließend ihren Font. Noch sind sie damit nicht fertig, aber die Welt ist ja auch ein großer Ort, um nach Buchstaben zu suchen.

Fonts für Elfen und Zwerge

Auch Fantasy-Fans legen wert auf schicke Fonts. (Grafik: Kickstarter)
Auch Fantasy-Fans legen wert auf schicke Fonts. (Grafik: Kickstarter)

Eigene Fonts für elbisch oder zwergisch? Das klingt verrückt aber allem Anschein nach gibt es dafür tatsächlich Abnehmer. Nachdem die erste Kickstarter-Kampagne mit solchen Fanatasy-Fonts bereits erfolgreich war, haben die Macher gleich noch eine aufgelegt. Wenn ihr – warum auch immer – solche Fonts benötigt, schaut euch die Kickstarter-Seite von Fantasy Font Forge: Elvish Scripts an.

Wenn ihr es etwas weniger außergewöhnlich wollt, dann solltet ihr einen Blick auf unseren Artikel „Fonts: 10 unserer Lieblings-Schriftarten für dein nächstes Design-Projekt“ werfen.

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