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Porträt

Foodguide: Das Instagram-Startup mit 500.000 Followern

Foodguide-Gründer Malte Steiert. (Foto: Foodguide)

Foodguide startete als Resterampe-Blog für Essensbilder. Heute hat Gründer Malte Steiert daraus ein Instagram-Business mit beachtlicher Reichweite gemacht. Wie hat er das geschafft?

Dass Malte Steiert mal eine Hauptrolle in einem Kinofilm besetzen würde, hätte er wohl selbst nicht gedacht. Der 24-Jährige ist aktuell in der Dokumentation „Starting up USA – von der Garage zum Unicorn in 5000 km“ zu sehen. Darin tourt er vier Wochen lang in einem Wohnmobil von San Francisco nach New York, um den Erfolgsrezepten im Mutterland der Unternehmer auf die Spur zu kommen.

Immer in der Hosentasche dabei: seine App. Ein Tinder für Essen. Denn eigentlich ist Steiert kein Schauspieler, sondern Gründer des Hamburger Startups Foodguide. 15 Mitarbeiter beschäftigt er in einem Büro im Stadtteil Sternschanze. Sein Unternehmen steht noch am Anfang. Während in San Francisco die Einhörner vom Band laufen, arbeitet der Mann mit dem Baseballcap in Hamburg erstmal an einem tragfähigen Geschäftsmodell: Bis Ende des Jahres peilt er einen Umsatz von 250.000 Euro an.

Foodguide: Ein Netzwerk für Food-Pornografie

Geplant war diese Entwicklung nicht. Während eines Auslandssemesters in Bangkok ließ sich der ehemalige Marketing-Student vom offenen Umgang der Bevölkerung mit Essen und sozialen Netzwerken anstecken. Zurück in Hamburg kam ihm die Idee, ebenfalls einen „authentischen Ort für Essensliebhaber“ im Netz zu schaffen. Also erstellte Steiert einen Blog, auf dem er seine mit Instagram fotografierten Mahlzeiten aus den Lieblingsrestaurants verwurstete. Mehr als drei Jahre ist das her.

Das Tinder für Essen: Foodguide hat sich schnell von Instagram emanzipiert. (Foto: Foodguide)

„Damals hatten wir 15 Follower aus dem Freundeskreis und kein Mensch hatte Instagram auf dem Handy“, sagt Steiert rückblickend. Heute sieht das anders aus. Weltweit wird das Foto-Netzwerk von 700 Millionen Menschen genutzt, fast im Sekundentakt werden neue Motive mit goldenen Pfannkuchen, knackigem Gemüse oder saftigen Kirschen gepostet. Angaben zu Gericht und Restaurant inklusive. Diese Erkenntnis brachte Blogger Steiert dazu, auch seine Idee größer zu denken.

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Wachstum mit User-generated Content

Angefangen mit Hamburg erstellte er schnell auch für Berlin, Köln und München eigene Instagram-Kanäle für Essensbilder. Seine Strategie: User-generated Content. Er ließ Nutzer aus anderen Städten die Fotos von Mahlzeiten einfach selbst erstellen und veröffentlichte sie angereichert mit Angaben zum Restaurant auf seinen Kanälen. Das zahlte sich aus: „Nach nur acht Monaten hatten wir 30.000 Follower gesammelt“, sagt Steiert. Inzwischen ist Foodguide mit Instagram-Kanälen in 15 Ländern und 20 Metropolen vertreten. Die Zahl seiner Follower auf dem Foto-Netzwerk hat sich so kanalübergreifend bis heute auf über 500.000 erhöht.

Neu ist die Idee für Restaurantempfehlungen nicht. Neben lokalen Content-Angeboten konkurriert Foodguide vor allem mit Empfehlungsportalen wie Yelp oder Tripadvisor. Auch Foursquare muss genannt werden. Steiert glaubt aber, dass die Inhalte seiner Nutzer glaubwürdiger sind. „Alle hochgeladenen Bilder von echten Nutzern und echten Gerichten“, sagt der Unternehmer. Es gebe fast keine Möglichkeit, das System zu umgehen. Auch auf klassische Bewertungsmechanismen wie die Vergabe von Sternen oder Rezensionen hat Steiert aufgrund von Betrugsrisiken verzichtet.

 

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Eine Reaktion
Max
Max

Ansich eine schöne Sache – ist gutes Essen doch eines der wichtigsten Dinge im Leben. Und da freut man sich immer über Inspirationen.
Auch wenn man das Gefühl hat, dass fast nur Burger, Pancakes und Asia-Food enthalten sind. Für die etwas fortschrittlichere Küche schaut man dann doch eher im Guide Michelin – da hat man zwar keine Fotos aber kann sich überraschen lassen.
Vielleicht ist es einfach eher für die Instagram-Generation bis 30 Jahre ...

Der guten Idee und dem Team wünscht man trotzdem gerne viel Erfolg und dass sie die App in Griff kriegen – vor allem bevor es nach Amerika geht! Momentan ist sie noch buggy und findet deswegen nicht gerade guten Zuspruch.
Auch kann man die App bspw. gar nicht bewerten --> Error. Vielleicht Absicht, weil sie erst geflickt werden soll ...
Dementsprechend hätte man auch mit der Veröffentlichung des Artikels warten sollen!

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