FOSdoc: freie Software – freie Dokumentation

Der Fachbuchverlag Open Source Press bietet einen neuen Service an. Unter dem Label FOSdoc können jetzt Dokumentationen unter freier Lizenz professionell veröffentlicht werden. Damit könnte der Trend zur kostenlosen Veröffentlichung von Dokumentationen neuen Schwung erhalten.

Der Verlag Open Source Press hat auf der diesjährigen FROSCon ein neues Serviceangebot vorgestellt. Das Unternehmen mit Spezialisierung auf die Themen und freie Software bietet jetzt auch lizenzkostenfreie Dokumentationen an. Das Angebot FOSdoc beinhaltet verschiedene Module, die von Projekten und Unternehmen aus dem Bereich Open Source frei gewählt und miteinander kombiniert werden können.

Zu den Modulen gehören:

  • Planung (Autoren, Herausgeber, zeitlicher Ablauf, technische Infrastruktur, Verträge)
  • Lektorat (Konzeption, Gliederung, inhaltliche und sprachliche Korrektur)
  • Herstellung (Layout/Satz, Grafik/Design, Ausgabe Digital oder Print)
  • Produktion (Auflagenplanung, Druckkontrolle, Logistik)
  • Vertrieb & Marketing (Lagerung, Auslieferung, Remissionen, Abrechnungen)
  • International (Übersetzung, internationaler Vertrieb, Abrechnungen)

Damit wird die ganze Palette der Aufgaben bei der Umsetzung einer Dokumentation abgedeckt, in die Open Source Press seine eigene langjährige Erfahrung einfließen lassen möchte. In einer Pressemitteilung sagt der Geschäftsführer Dr. Markus Wirtz zu den Beweggründen für den neuen Service: "Immer wieder sind Projektleiter und Softwareentwickler an uns herangetreten, weil sie Bedarf an professioneller Verlagsarbeit haben. Zugleich legen sie aber großen Wert auf die freie Verfügbarkeit ihrer Dokumentation. Wir möchten solche Projekte mit unserer Erfahrung bei den vielfältigen Publikationsmöglichkeiten beraten und mit unseren klassischen Verlagsstrukturen und Vertriebswegen unterstützen".

Die Finanzierung der FOSdoc-Projekte geschieht einerseits durch den Auftraggeber, zum Beispiel in Form von Spenden, Fördermitteln oder Unternehmensinvestitionen. Zum anderen können auch Verkaufserlöse zur Finanzierung beitragen, die beispielsweise aus dem Verkauf eventueller Printausgaben erzielt werden.

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