t3n News Marketing

Foursquare startet Werbeplattform für 1,5 Millionen Einzelhändler – die Kehrtwende für den Geo-Location-Dienst?

Foursquare startet Werbeplattform für 1,5 Millionen Einzelhändler – die Kehrtwende für den Geo-Location-Dienst?

Gelingt nach jahrelanger Durststrecke doch noch die Kehrtwende? Das New Yorker öffnet sich großflächig für , mehr als 1,5 Millionen Kleinhändler sollen den Geo-Location-Dienst als „einzigartige“ Werbemaschinerie nutzen. Bis zu 40 Millionen US-Dollar pro Jahr sollen so in die Kasse gespült werden.

Foursquare startet Werbeplattform für 1,5 Millionen Einzelhändler – die Kehrtwende für den Geo-Location-Dienst?
(Bild: PlaceIT/Screenshot)

Selbstbewusst hat das ortsbasierte soziale Netzwerk Foursquare seine neue Werbeplattform gestartet. Mit ihr sollen mehr als 1,5 Millionen Gastronomen und Einzelhändler im Abonnement auf die „einzigartigen“ Daten des Unternehmens zugreifen und so lokal um neue Kundschaft werben können. Der Dienst, mit dem Smartphone-Nutzer an verschiedensten Orten und Geschäften einchecken können, hat sich inzwischen zu einer echten Suchmaschine für angesagte Orte entwickelt. Hochinteressant für Werbekunden.

Ortsbasierte Werbung inklusive Kundenanalyse

Über Foursquares neues Online-Werbetool können Kleinunternehmen wie Gastronomen oder Einzelhändler ab sofort ortsbasierte Werbeformate buchen. Wie Steven Rosenblatt, Umsatzverantwortlicher bei Foursquare, mitteilt, löst das Startup damit ein echtes Problem: Bisher hätten viele Händler nicht nachvollziehen können, ob ihre Werbemaßnahmen (zum Beispiel Anzeigen in der Lokalzeitung) tatsächlich Mehrkunden generieren. Mit der neuen Werbeplattform sei das hingegen „sehr einfach“, wie Rosenblatt sagt. Einzelhändler können ihre Kunden gezielt adressieren und für ein festes monatliches Budget über Foursquare werben. Dazu lassen sich Tipps und Bewertungen von Nutzern prominent für das jeweilige Geschäft in der App platzieren. Ein Analysetool gibt Auskunft darüber, wie viele Nutzer aufgrund der Werbung tatsächlich das Geschäft besucht haben.

Lokale Geschäfte sollen Foursquare als Werbemaschinerie entdecken. Das Startup rechnet sich monatliche Einnahmen von bis zu 500 US-Dollar pro Werbekunde aus. (Bild: Screenshot/Fast Company)
Lokale Geschäfte sollen Foursquare als Werbemaschinerie entdecken. (Bild: Screenshot/Fast Company)

Foursquare verspricht sich bis zu 500 US-Dollar pro Kunde

Den Service will sich Foursquare fürstlich bezahlen lassen. Bis zu 500 US-Dollar pro Monat sollen Gastronomen dem Startup in die Kasse spülen. „Ein kleiner Coffee-Shop beispielsweise dürfte bereit sein, jeden Monat etwa 50 bis 200 US-Dollar für unsere Werbeformate zu bezahlen, ein großes Restaurant in New York City sogar bis zu 500 US-Dollar“, gibt sich Rosenblatt optimistisch. Abhängig seien die Beträge jeweils von der Art und Größe des Betriebes, wie es heißt. Angesichts der weltweiten Zahl von 40 Millionen Nutzern könnte sich das Geschäftsmodell langfristig auszahlen und das Unternehmen in stabile Umsatzzahlen führen. Nach den Vorstellungen des Foursquare-CEOs Dennis Crowley sollen künftig bis zu 40 Millionen US-Dollar pro Jahr dabei herauskommen.

Kehrtwende eingeläutet? Foursquare rüstet auf

Ist die Kehrtwende damit eingeläutet? Bisher standen über Foursquare große Fragezeichen. Noch im vergangenen Jahr soll das New Yorker Startup angeblich mit dem Rücken zur Wand gestanden haben, unfähig, sein mit mehr als 71 Millionen US-Dollar an Investitionen unterfüttertes Netzwerk in ein nachhaltiges und profitables Geschäftsmodell zu verwandeln. Gemeinsam mit dem neuen Werbekonzept rüstet man bei Foursquare jetzt allerdings auf. So hat das Team in den letzten Monaten nicht nur seine mobilen Apps runderneuert. Das Verkaufsteam wurde ebenfalls aufgestockt – auch um es den Mitkonkurrent Yelp noch schwerer zu machen.

via www.fastcompany.com

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Foursquare
API für Werbekunden: Snapchat vereinfacht Werbung
API für Werbekunden: Snapchat vereinfacht Werbung

Snapchat öffnet sich der Werbeindustrie. Über eine Programmierschnittstelle ist es den Werbekunden ab sofort erlaubt, Anzeigen und Videos in die App einzuspeisen. Den Nutzern werden diese Anzeigen … » weiterlesen

Schnelle Werbung für AMP: Google startet AMP-Ads
Schnelle Werbung für AMP: Google startet AMP-Ads

Monate nach dem Start der Instant-Article-Alternative AMP hat Google zur Monetarisierung den offiziellen Startschuss für die AMP-Werbeanzeigen gegeben: Die AMP-Ads sind da. » weiterlesen

Facebook zeigt künftig auch Nicht-Mitgliedern personalisierte Werbung an
Facebook zeigt künftig auch Nicht-Mitgliedern personalisierte Werbung an

Facebook weitet die Reichweite seines eigenen Werbenetzwerks „Audience Network“ aus. Wie der Konzern ankündigt, wird in Kürze auch Nicht-Mitgliedern personalisierte Werbung auf teilnehmenden … » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?