Foxconn: Für nahezu jeden Arbeiter einen Roboter
Foxconn beschäftigt derzeit 1,2 Millionen Menschen. Geht man davon aus, dass sich das Geschäftsvolumen des Unternehmens nicht mehr stark ausweiten wird, so könnte Foxconn in drei Jahren für nahezu jeden Mitarbeiter einen Roboter einsetzen.
Nimmt man noch die Effizienzsteigerung einerseits und die Möglichkeit des 24-Stunden-Einsatzes der Maschinen hinzu, so erreicht Gou mit dieser Maßnahme eine potenziell höhere Produktivität als er jetzt aufzubieten hat. Wird Foxconn in drei Jahren Menschen nur noch in dem Maße beschäftigen, wie es für die Wartung der Arbeitsroboter erforderlich ist?
Die Überlegung, das zu versuchen, ist naheliegend. Immerhin steht Foxconn seit letzten Jahr vor allem wegen der nicht abreißen wollenden Selbstmordserie unter seinen Arbeitern in der Öffentlichkeit. Vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass Foxconn seine Arbeiter nun eine Erklärung unterschreiben lässt, worin sie versichern, sich nicht umzubringen. Täten sie es doch, würden die Hinterbliebenen auf der Basis der Erklärung nur das absolute Versorgungsminimum erhalten.
Inzwischen führte Foxconn mehrere Lohnerhöhungen durch. Bis zu 240 Euro montalich soll das Einkommen eines Arbeiters mittlerweile betragen. Betrachtet man die Verkaufspreise, insbesondere der Apple-Produkte, kommt man nicht umhin, es lächerlich zu finden, dass Gou den Robotereinsatz mit den gestiegenen Lohnkosten zu begründen sucht. (Und ja, es ist mir klar, dass der Verkaufspreis des Produkts nichts mit dem Preis zu tun hat, den Apple pro Stück an Foxconn zahlt.)
Die soziale Verantwortung des Kapitals ist eben bloß noch ein Schlagwort des letzten Jahrtausends…









von ArtViper Designstudio via facebook 01.08.2011 (07:18Uhr) 1.
Ändert an der Gesamtsituation für die einzelnen Arbeiter auch nichts. Moderne Sklaverei bleibt moderne Sklaverei.
von Alexander Blum via facebook 01.08.2011 (07:43Uhr) 2.
Nur bisher haben sich Menschen noch über einen Sklaven-Job freuen konnten. Womöglich wäre der Job noch besser als gar keiner.
von Foxconn ersetzt Arbeiter durch eine Mill… 01.08.2011 (08:31Uhr) 3.
[...] Weiterlesen bei t3n >> [...]
von Dennis Birkhölzer via facebook 01.08.2011 (09:33Uhr) 4.
Endlich.
von Jan Stoltenhoff via facebook 01.08.2011 (09:33Uhr) 5.
clever — roboter begehen keinen suicid. das rechnet sich bestimmt.
von Telekom, MyTaxi, Pausanio. — mobilbran… 01.08.2011 (13:00Uhr) 6.
[...] Foxconn plant, binnen der nächsten drei Jahre 1 Mio neue Industrieroboter anzuschaffen. Damit will der taiwanesische Auftragsfertiger, der u.a. für Apple, Hewlett Packard und Dell arbeitet, einen Teil seiner 1,2 Mio Mitarbeiter ersetzen. spiegel.de, t3n.de [...]
von Bots Information Service 01.08.2011 (13:30Uhr) 7.
Siemens hat seit "Jahrzehnten" schon Packroboter für Pakete. Angeblich. im TV war mal sowas zu sehen für Post-Paket-Container. Die sind so schnell das sie hinter Gittern arbeiten. ob der 24h-Einsatz viel bringt, weiss ich aber nicht.
Im Radio hiess es mal Campagnolo (Rennrad-Fahrrad-Schaltungen, teuer) hätte mit Robotern auch Probleme gehabt. Ebenso deutsche Mittelständler in den 70ern oder 80ern.
Das Problem bisher und in Deutschland ist: Man hat 1-4 Produktionsstraßen und jeweils 1-5 gigantisch teure Bots die 90% vom Auto zusammenbauen. Die muss man für jedes Modell neu programmieren. Danach kann man die Modelle natürlich "schnell" wechseln wenn die mal programmiert sind.
Weil die Programmierer also wochenlang die Produktionsstraße stilllegen, geht sowas für Handy-Fließbänder eher nicht, wenn man jeden Monat 1-2 neue Modelle programmieren müsste.
Fabrics sind eigentlich "Gewebe" oder technisch "Mashes" und nicht notwendig 1-4 oft unflexible Produktionsstraßen. Wenn man also einen Bot pro "Arbeitsplatz" hat, und die Fähigkeiten z.b. durch billige HD-Kameras viel besser sind als früher, kann man an einem Arbeitsplatz das neue Iphone6 vom Programmierer "zusammenfrickeln" und die Toleranzen durchmessen lassen, während alle anderen Arbeitsplätze weiter produzieren.
"Wir haben eine Woche gebraucht um die Maschinen zu kalibrieren damit die drei Lagen genau passend aufeinanderliegen und nichts rausläuft". TV-Bericht über Apfelstrudel-Fabrik wo man "nur" Teigboden, Apfel(Kirsch/Quark)-Masse und Deck-Teig (mit Schlitzen drin) aufeinanderlegen muss. Hinter der Maschine die die vom Gesetz vorgeschriebenen 12 Kirschen auf die Schwarzwälder Kirschtorte packt, stehen eine Hand Voll Frauen die die Kirschen runternehmen oder welche drauftun, wenn die Maschine es falsch gemacht hat. (Auch TV)
Wenn also die Computer-Power und Produktions-Präzision asiatischer Maschinenbauer inzwischen gut genug ist, könnten Bots viel flexibler und wirklich ein Mash aufbauen. Wenn Steve mehr Ipads braucht, und HP anruft und weniger Tablets haben will, sagt Foxconn "ja klar", weil die Bots so flexibel sind wenn man quasi keine Umrüstzeiten mehr hat. Manche Bots können dann vielleicht sogar hintereinander ein Ipad, ein HP und ein Iphone zusammenbauen, je nachdem wie die Teile angeliefert werden. Mehrere Schalen mit jeweils 50 Teilen für 50 Iphones usw. sind dann retro, wenn man will. Man kann das KanBan mit kleineren Mengen fahren (bau mal 10 rote Iphones, 5 minuten später: hier die teile für 10 violette Ipads, 10 Minuten später die Teile für 5 HP-Tabletts), was wieder kleinere Transportwege und leichtere Mengen und schwächere Roboter oder Transport-Fliessbänder erlaubt.
Roboter in Deutschland: Ultrateure Eisenbahn mit 500 Passagieren von A nach B auf festgelegter Route.
Roboter in Foxcon: 500 Leute in ihren billigen flexiblen kleinen PKW die jeder von Ai nach Bj fahren wie sie wollen und ihre Waren austauschen.
von otomo 01.08.2011 (14:09Uhr) 8.
Ich sehe hier die ersten Weichen gestellt für skynet. 500.000 Roboter in einer Fabrik, die irgendwann Bewußtsein erlangen und gegen ihre Ausbeutung rebellieren. Gnade uns Gott.
von Aşır Karaman via facebook 01.08.2011 (16:29Uhr) 9.
Arbeitslosigkeit wird wieder steigen!
von Bots information Service 01.08.2011 (23:01Uhr) 10.
Laut anderen Berichten sollen die Roboter bei FoxConn "nur" für "primitiv" klingende Tätigkeiten wie Lackieren u.ä. benutzt werden.
Beispiele aus TV-Berichten: Ein Gabelstapler ist zu teuer für eine Fabrik. Eine Menschenkette in China war bisher billiger.
"Chinas Kapital sind seine Menschen."
"Die Landwirtschaft ist viel Handarbeit und hoch in-effizient."
RAG macht mit den deutschen Bergwerk-Maschinen gute Geschäfte in China und erhöht die Sicherheit (Gruben-Unglücke) und Effizienz. Illegale selbst gebuddelte Kohle-"Minen" gibts in China aber auch in Polen.
Dort ist noch viel früh-industriell oder prä-industriell. Wenn man es korrekt macht, überspringt man die Fehler von z.b. Japan+Deutschland oder USA.
von Foxconn im Schatten der CES: Mitarbeiter… 11.01.2012 (11:48Uhr) 11.
[...] Foxconn ersetzt Arbeiter durch eine Million Roboter - t3n News [...]