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Die Frage aller Fragen: Sollten Designer coden?

Die Frage aller Fragen: Sollten Designer coden?

Die Antwort auf die beliebte Frage „Sollten Designer coden?“ ist ein wenig komplexer als ein bloßes Nicken. Zuerst will ich der Sache ein wenig auf den Grund gehen.

Die Frage aller Fragen: Sollten Designer coden?

Wir bewegen uns rapide auf eine Mobile-dominierte Welt zu. Von Sketch über Pixate zu Framer sind die Werkzeuge von Designern unglaublich einfach und effizient darin geworden, aus einer Idee einen Prototypen zu entwickeln. Die Kosten für das Entwickeln einer App waren noch nie so niedrig. Und es ging noch nie so schnell.

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Tools mit einer vertrauten Benutzeroberfläche erleichtern den Wechsel zwischen den Werkzeugen.

Für Entwickler bedeutet das, dass sie endlich beginnen können, sich das Designen beizubringen. Das ist ein wesentlich kleinerer Schritt, als Photoshop zu erlernen. Sie werden nicht länger von Tools für Illustration, Bildbearbeitung und 3D aufgehalten. Statt dessen bietet Sketch eine vertraute OSX-Benutzeroberfläche mit einer Toolbar, einem Navigator und einem Inspektor. Das UI von Sketch ist dem der Storyboards in Xcode sehr ähnlich. Wenn man alles andere ausblendet, befindet sich derselbe Navigator auf der linken Seite, der Inhalt im Zentrum und der Inspektor auf der rechten Seite. Xcode hat sogar die gleichen Funktionen für intelligente Hilfslinien und Abstände. Vertrautheit ist eine gute Sache. Es erlaubt dir, ganz einfach zwischen den Tools zu wechseln.

Entwickler werden immer bessere Kooperationspartner. Sie warten jetzt nur noch darauf, dass Designer es ihnen gleichtun.

Dann gibt es noch Swift. Keine andere Programmiersprache in der Geschichte hat jemals so viel Interesse bei Designern geweckt, außer vielleicht Ruby on Rails. Ich kann das mit Bestimmtheit sagen, weil ich über Swift für Designer geschrieben habe, und das Thema ist ähnlich populär wie Sketch, einfach irrsinnig. Und die meisten meiner Swift-Workshops sind restlos ausverkauft. Täusch dich nicht, Designer wollen Apps entwickeln. Sie wollen das neue Uber, Airbnb oder Yo schaffen. Sie brauchen nur einen kleinen Schubs.

Bei der Suche nach einer Lösung für dieses Problem frage ich mich immer wieder, warum nicht mehr Designer das Programmieren erlernen. Jeder Designer, mit dem ich gesprochen habe, ist auf der Suche nach dem nächsten Prototyping-Tool. Der Grund liegt also offensichtlich darin, dass es nicht genug maßgeschneiderte Programmier-Hilfsmittel für Designer gibt. Ein Beispiel für diese Problem ist das Swift-Handbuch. Du lernst darin nicht, wie du Rechtecke zeichnest oder Farben veränderst. Du lernst nicht, wie du Assets so manipulierst, dass sie sich jedem beliebigem Device anpassen, wie etwa dem iPhone 6 Plus. Du lernst nicht nicht mal, wie du Screens animierst.

Bevor ich über die Lösungsansätze spreche, will ich erklären, wie Designer arbeiten.

Designer konzentrieren sich auf Ergebnisse

Für Designer ist Schreiben nichts Ungewöhnliches. Sie twittern, schreiben Mails und arbeiten viel mit Zahlen. Aber im Gegensatz zum Schreiben erhält man beim Programmieren normalerweise keine Ergebnisse, bevor man die Syntax gecheckt hat, das Fehler-Debugging erledigt hat (falls es welche gab) und die App erzeugt hat.

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Tools wie Paintcode setzen grafische Benutzeroberflächen in Programmiercode um und geben dem Designer damit einfachen Zugang in die Umsetzung.

So etwas wie Swift Playground ist eine tolle Lösung. Es muss nur noch besser werden, wie PaintCode.

Designer konzentrieren sich auf die Benutzeroberfläche

Ein Designer verbringt an die acht Stunden pro Tag damit, Formen zu bewegen, bis sie Sinn ergeben. Er arbeitet unermüdlich daran, die bestmöglichen Assets zu liefern, bis der Entwickler glücklich ist. Unglücklicherweise gibt es immer noch Designer, die einfach die PSD-Datei abladen und ihr Werk damit als getan ansehen. Man sollte sie feuern.

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Eine Vorschau, die zeigt, wie Inhalte auf verschiedenen Devices ausgegeben werden, verhindert böse Überraschungen.

Das perfekte Tool sollte ihrem Design-Tool ähneln. Storyboards zum Beispiel hat eine Drag-&-Drop-Oberfläche, die es einem ermöglicht, Formen zu zeichnen, Abstände zu messen und Vorschauen für verschiedene Devices zu geben. Wenn Designer Autolayout beherrschen, können sie im wahrsten Sinne des Wortes über den UI-Bereich einer App verfügen und die Techniker sich auf das konzentrieren lassen, was sie am besten können, nämlich die App funktionsfähig und fehlerfrei zu machen.

Designer konzentrieren sich auf Animationen

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Pixate, Framer und Form konzentrieren sich auf Animationen und erstellen hilfreiche Vorgaben für den Entwickler.

Viele Entwickler, mit denen ich gesprochen habe, sind fast noch gar nicht mit Animationen in Berührung gekommen. Einen Entwickler zu fragen, ob er dein Design animiert. ist in etwa so, als würde man einen einen Designer bitten, deinen zu dokumentieren. Sie sind normalerweise nicht dafür ausgebildet. Werkzeuge wie Pixate, Framer und Form sind ideal, weil sie sich auf Animation konzentrieren und Ergebnisse liefern, die sich im Code des Entwicklers nachbilden lassen.

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Der von Framer ausgespuckte Code erzeugt die nebenstehende Animation - damit können auch Designer ohne Programmierkenntnisse dem Entwickler zuarbeiten.

Fazit

Über eine Sache gibt es meiner Meinung nach keine Zweifel: Es war noch nie so leicht, neue Fertigkeiten zu erlernen. Es werden jede Woche Tonnen von neuen Kursen, Tutorials und Tools veröffentlicht. Viele beklagen sich vielleicht, dass das zu viel zum Lernen sei. Aber wenn die Tools einfacher sind – wäre es dann nicht genauso einfach, wie das Essen mit Stäbchen zu lernen?

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33 Antworten
  1. von DerWarGut am 03.05.2015 (15:30 Uhr)

    Haha,

    da verwechselt jemand, was es heisst einen Prototyp zu bauen und zu coden - RICHTIG zu coden.

    Ich will mal die Designer sehen, wenn es darum geht, hochskalierbare Apps zu coden, während man den ganzen Tag eigentlich mit Photoshop oder irgendeinem RAD/Prototyping-Tool rumfummelt.

    Zwischen einer App wie Uber, die mehrere Zehntausend User gleichzeitig auf dem Server zulässt und einem Click-Dummy liegen WELTEN.

    Last but not least: Die meisten Designer sind viel zu dumm zum Coden - Coden hat v.a. was mit Logik und IT-Verständnis zu tun, Algorithmen etc. und mehr. Da steigen die meisten Designer mangels Intellekt nicht durch.

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    • von Oliver am 03.05.2015 (15:46 Uhr)

      Gibt es in deiner schwarz-weißen Welt nur gut und böse, schlecht und gut, ja? Klingt trist, ist es wahrscheinlich auch.

      Ich denke, Talent bedingen beide Seiten.

      Um es auf dein Weltbild herunterzubrechen: Die eine Hirnhälfte kann das eine gut, die andere eben das andere. Und wenn wir alle zusammenarbeiten (mit Tools oder ohne, eng oder weniger eng), dann haben wir schon ein ganzes Hirn. Irre, nicht wahr?

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    • von Philipp Blum am 03.05.2015 (16:33 Uhr)

      Also ich muss da mal gegen wettern. Am Intellekt wird es nicht bei allen Designern liegen. Gibt auch Programmierer (Oder nennen wir sie lieber Coder) die nicht soo helle sind und dennoch irgendwie halbwegs Erfolg haben. Genauso ist das bei Designern. Es gibt aber ebenso auch Designer, die enorm viel drauf haben. Und unterschätzt das mal nicht, so eine richtig gute UI zu entfernen. Apple ist z.B. nicht nur wegen der Technik so erfolgreich, sondern gerade wegen der UI. Ich mag es nicht, wenn man Designer immer so fertig macht und so tut, als wären es Menschen zweiter Klasse. Das ist bei der Bezahlung leider auch so. Nur weil viele der Meinung sind, dass es Pixelschubser sind. So aber ich muss dir an der Stelle auch Recht geben. Die meisten Designer werden keine Anwendungen schreiben können, die ordentlich strukturiert sind und mit verteilten Systemen arbeiten können. Die meisten Designer kommen in ihrem Leben ja niemals mit der Konsole in Berührung. Allerdings bin ich auch überzeugt davon, dass ein Designer HTML und CSS erlernen können. Auch SASS und etwas Javascript ist noch drin. Warum sollten also Designer nicht auch das Frontend erstellen? Ich habe da sowieso nie Bock drauf und finde das eher sehr langweilig. Ich schätzte die Arbeit von Designern sehr. Ich kann das nämlich nicht so gut und auch nicht ansatzweise in der Geschwindkeit.

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      • von Philipp Blum am 03.05.2015 (16:36 Uhr)

        Meinte mit Frontend eher so CSS und HTML. Auf Javascript besonders gekoppelt mit Frameworks wie Angular habe ich sehr viel Bock. Meinte eher so Cross Device HTML und CSS.

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      • von DesignForMe am 06.05.2015 (11:07 Uhr)

        Ja da muss ich leider auch widersprechen. Zu sagen, wir Gestalter wären "zu dumm" zum programmieren ist nicht ganz richtig. In jedem steckt ein Interesse/eine Leidenschaft, die größer ist als der Rest.
        In meinem Fall, ich habe schlicht und ergreifend keine Lust, zu entwickeln. Klar lernt man das mal und schneidet es im Studium oberflächlich an. Da scheiterts auch nicht am Verständnis, sondern daran, das kein Interesse da ist sich damit zu beschäftigen.
        Und Mensch zweiter Klasse ist man bestimmt nicht (insbesondere nicht was die "social skills" betrifft ;) ).
        Design ist vor allem eine Frage des Talents und der Kreativität. Durch bloßes Erlernen von Techniken kann man zwar zu einer vernünftigen Basis kommen, aber richtig gut wird man nie, geschweige denn im Unternehmen weit kommen.
        Für mich ist Gestalten das, was ich tun will, wenn man so will, das, was ich bin. Deshalb respektiere ich aber im Gegensatz zu anderen, andere Leistungen wie gute Entwicklung, gutes Projekt Managment, etc., nicht weniger. Jeder sollte das machen, was ihm am besten liegt.

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      • von Philipp Blum am 08.05.2015 (16:00 Uhr)

        Habe ich ja auch gar nicht behauptet.

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    • von Webkind am 04.05.2015 (01:21 Uhr)

      Wirklich intelligente Coder wissen gute Designer zu schätzen... aber vielleicht hättest du einfach einen beschissenen Tag...

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      • von Chris am 05.05.2015 (00:07 Uhr)

        Stimmt absolut. Ein gutes Design erfordert viel Kreativität und permanente Kreativität erfordert viel Kraft und Leistung. Abgesehen davon lebt jede Anwendung zu einem großen Teil auch vom Design.

        Ich finde es jedoch gut wenn Designer zumindest HTML, CSS und etwas JavaScript können. Ebenfalls halte ich es für sinnvoll wenn vor ein paar Zeilen inline PHP nicht erschrocken wird.
        Den richtig technischen Code muss er aber auf keinen Fall verstehen. Das ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Dass beide Berufsgruppen jedoch unbedingt beideTätigkeiten mittels irgendwelcher Tools übernehmen sollen halte ich - abgesehen von für allein arbeitende - für wenig sinnvoll. In der Regel schafft es kein Generator auch nur halbwegs sauberen Code für komplexe Programme wie Apps zu erstellen. Aus diesem Grund gibt es übrigens auch die Auftrennung in XML-Layouts / Styles und Applikationslogik in Java bei Android.

        Also zusammengefasst: ich halte es für besser wenn jeder bei seinen Leisten bleibt, jedoch einen Überblick hat. Ich, als Coder würde mir auch nicht anmaßen ein sauberes Design erstellen zu können, vor allem nicht in einem realistischen Zeitrahmen. Und zu "DerWarGut ": Troll oder Idiot. Die besten sind meist die Bescheidensten.

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    • von Insomnia88 am 04.05.2015 (12:31 Uhr)

      Möchte mal sehen wie du die Arbeit eines Designers übernimmst und dich dabei schlägst. Sorgt sicher auch für genug Lacher ;)

      Dir ist schon klar, dass es mehrere Möglichkeiten zu "coden" gibt, oder? Als Frontend-Entwickler musst du nicht einmal in Berührung mit SQL oder Server Skalierbarkeit kommen um erfolgreich zu sein, geschweige denn komplexe Algorithmen erstellen.. Kannst auch Code in höheren Programmiersprachen wie C oder Java tippen und trotzdem keinen Plan von SQL haben. Wirf mal nicht alles in einen Topf, nur weil das vllt. dein Arbeitsumfeld beschreibt.

      Klarer Fall von Ego-Probleme. Ach übrigens, ich komm aus beiden Welten, hab mich aber aufs "coden" fokussiert ;)

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  2. von The Truth am 03.05.2015 (15:38 Uhr)

    Du armer Nerd. Hat heute morgen jemand Deinen WOW Druiden gekillt oder warum die schlechte Laune ;)

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    • von DerWarGut am 03.05.2015 (15:43 Uhr)

      Fühlt sich da einer der mit Intelllekt minderbemittelten Designer angesprochen? :-)
      Angeschossene Hunde bellen ja immer, habe ich mal irgendwo gelesen :-)

      V.a. haben fast alle Designer auch ein Problem mit bspw. einfachsten SQL Queries etc.... von Asynchronität, verteilten Systemen etc. mal ganz zu schweigen...

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      • von DerWarGut am 03.05.2015 (15:50 Uhr)

        Tja, damit heißt es wohl QED:

        Nur (dumme) Designer posten als Antwort irgendwelche animierten GIF oder verweisen auf Infografiken - statt eine vernünftige Antwort zu geben.

        Viel Spaß beim Absaufen in der Grafik-Abteilung einer Werbeagentur.

        Wenn du dich noch bissl reinkniest, wirst auch du den Sprung von einem unterbelichteten Designer zu einem höherwertigen Arbeitsplatz schaffen, auf dem du nicht verarscht und nicht wahrgenommen wirst :-)

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      • von Torsten am 03.05.2015 (22:54 Uhr)

        Die meisten Entwickler haben immense Schwierigkeiten damit, eine gute Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. Daraus Rückschlüsse auf Ihren Intellekt zu ziehen erscheint mir wenig logisch, was gleichzeitig ein etwas schlechtes Licht auf Deine Logikfertigkeiten wirft.

        mit freundlichen Grüßen

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      • von freedy am 04.05.2015 (02:29 Uhr)

        was soll ein designer mit sql querys anfangen???
        sag mal in welcher welt arbeitest du eigentlich?

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      • von Zip am 05.05.2015 (08:01 Uhr)

        Wahrscheinlich ist es seine Hauptbeschäftigung, Nummern bei der Arbeitsagentur zu ziehen. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit scheint er jedenfalls nicht zu haben. Sicher sehr beliebt bei anderen.

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      • von Escobar am 06.05.2015 (09:26 Uhr)

        Ein guter Coder braucht keine Sozialkompetenz. Das ist auch der Grund warum unser Feld immer mehr verhipstert. :/

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  3. von Georg am 03.05.2015 (15:55 Uhr)

    ...ja und Coder sind immer schwarz gekleidet, auf Meth und weiß wie Vampire. Kennen das Wort Sozialkompetenz nur aus dem Fernseherund vermutlich hatten sie noch nie sex.

    Und die Ausländer sind schuld wenn du den Job verlierst und Kühe sind in echt eigentlich lila...

    Was für eine arrogante Aussage. Damit lässt DU viel Interpretationsspielraum von deinem angeblichen Intellekt.

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  4. von Jonas am 03.05.2015 (18:34 Uhr)

    Ob ein Designer coden sollte muss jeder für sich selber entscheiden. Wenn man erfolgreich sein möchte, sollte man sich denke ich schon damit auseinander setzen. Es gibt natürlich auch berufliche Einsatzfelder, wo das nicht nötig ist. Eine pauschale Antwort gibts wohl nicht....

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  5. von Oliver am 03.05.2015 (18:41 Uhr)

    Der Artikel ist etwas einseitig. Als Interface Designer gestaltet man nur selten eine App für eine Plattform (laut diesem Artikel scheinbar nur für Apple Geräte). Bei aufwendigen MultiScreen Projekten muss man sich als Designer bereits intensiv mit allen Guidelines und Richtlinien unterschiedlichster Hersteller auseinandersetzen und es ist bei weitem mehr als nur "Formen zu verschieben". Es ist in meinen Augen gar nicht schlimm, dass Designer nicht alle Programmiersprachen beherrschen. Unser Fokus liegt auf anderen Schwerpunkten.
    Leider halte ich auch Alternativgrafikprogramme wie Sketch für einseitig
    und absolut ungeeignet sobald man für mehrere Plattformen gestalten möchte.

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  6. von Benni am 03.05.2015 (18:50 Uhr)

    Spätestens wenn Designer selber programmieren oder Programmierer selbst gestalten wird ein Bereich am Ende qualitativ darunter leiden!

    Jeder sollte sich auf das was er am besten kann spezialisieren und dann mit anderen Spezialisten eine gute Sache auf die Beine stellen! Man muss nicht alles können und das ist auch gut so!

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  7. von Mike am 03.05.2015 (20:06 Uhr)

    Könnt ihr bitte die URL zu Form verlinken?

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  8. von Bastey am 03.05.2015 (20:14 Uhr)

    Handwerklich ist dieser Artikel sehr schlecht geschrieben.

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    • von andy.mustermann am 03.05.2015 (21:36 Uhr)

      Ich finde den Artikel ebenfalls gruselig. Ich habe schon den Eindruck, der Mann kann mit Sprache umgehen, doch das wie ist mehr als fragwürdig. Als hätte er einen Crash-Kurs in NLP belegt. Aber all das ist nichts dagegen, dass es sich hierbei um Werbung für ein Buch handelt, die nicht gekennzeichnet ist.

      An sich finden ich den Ansatz gut, ergebnisorientiert an das Programmieren heran zu gehen. Doch nur weil das Anklang findet, heißt das noch lange nicht, dass ALLE Designer (so die implizite Sprache des Autoren) so ticken oder sich gar wünschen zu coden.

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  9. von sebush am 03.05.2015 (21:05 Uhr)

    Ich glaube, es liegt ein wenig an der Einstellung und Lust der Person. Erlebe immer wieder dass sich die meisten in entweder oder einteilen lassen. Ich als Frontendentwickler habe zB auch wenig Lust mich durch Grafiktools mit ihren hunderten von Knöpfen zu wühlen und zu designen. Ich mag da doch lieber meinen SublimeEditor. Andersherum mögen Designer eben nicht wirklich Code und klicken lieber Knöpfe. Manchmal muss es aber eben so sein. Beide Seiten sollen ein Grundverständnis der Gegenseite besitzen aber jeder sollte auch nur das tun indem er wirklich gut ist.

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  10. von caal am 03.05.2015 (23:51 Uhr)

    codende designer sind im webbereich goldwert. wissen sie zumindest was technisch funktioniert und was nicht.
    als frontend entwickler hatte ich genügend designs auf dem schreibtisch, die nicht funktionieren konnten aber genau so dem kunden verkauft wurden.
    ein designer der sein design auch in html,css und js umsetzen kann, verkauft wenigstens keine wolkenschlösser

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    • von andy.mustermann am 04.05.2015 (00:15 Uhr)

      Witzig wird die Geschichte, wenn ein Coder generell der Ansicht ist, zuliefernde Designer hätten keine Ahnung. Dann wird schnell mal eine tolle Idee als unrealisierbar abgewehrt, selbst wenn der Designer lauffähige Beispiele-Projekte mitliefert, an denen er sich orientiert hat.

      Ich hatte in der Vergangenheit schon öfter erlebt, dass ich dem Kunden beweisen musste, dass der Webentwickler im Unrecht ist und meine Entwürfe tatsächlich realisierbar sind. Es gab sogar einen Fall, wo der Webentwickler nicht imstande war, meinen dahingerotzten Prototypen in seinen Code zu überführen. Ich musste das dann für ihn erledigen.

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      • von Escobar am 06.05.2015 (09:30 Uhr)

        Ist leider in der Tat tatsächlich sehr oft der Fall, dass der Designer da keine Ahnung hat. Was ich schon erlebt habe... gruselig. Ich hab da auch meist für die Ablehnung gesorgt.

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  11. von goenkzilla am 04.05.2015 (15:38 Uhr)

    Warum arbeitet nicht jeder in dem Bereich, den er am besten beherrscht und holt das Maximum raus? Alles nur halbwegs zu können macht sehr oft weder Spaß/ Sinn noch führt es zu guten Ergebnissen. Viele Designer sind top in dem was sie tun, haben aber keinen blassen Schimmer vom "Coden" - und genauso umgekehrt! Warum nicht einander zuarbeiten (optimalerweise mit Grundkenntnissen der jeweils anderen "Seite") und saubere, gut funktionierende und dazu noch top designte Ergebnisse erzielen?

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  12. von Kevin Geller am 05.05.2015 (08:53 Uhr)

    Ja und Nein.

    Designer sollten schon wissen, welche Möglichkeiten in der Entwicklung gegeben sind.

    Ich denke da mal ein paar Jahre zurück wo alle Designer unbedingt horizontal und vertikal zentrierte Bilder haben wollten. Oder Schriftarten in ihren Layouts verwendet haben, die online nicht möglich waren.

    Ich als Entwickler muss mich in Sachen Design genau so weiterbilden, wie der Designer in Sachen Web/App-Entwicklung. Was nicht nur dem Arbeitsprozess sondern auch den Kosten und der Effizienz zugute kommt.

    By the way: Lernen ist in unserem Bereich eine Pflicht und kein "Nice to have". Das vergessen viele gern (Entwickler wie auch Designer).

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  13. von Danny am 06.05.2015 (09:24 Uhr)

    Also ich persönlich bin Designer & Front-end Entwickler und denke das ist eig. die perfekte Kombi. Ich schrecke mich eig. überhaupt nicht vor Code zurück und beschäftige mich mit UX, UI, Front-end, AngularJS, Swift etc. Es ist doch spannend, wenn man seine Designs auch selbst umsetzen kann und Funktionalität hinzufügt. Natürlich könnte man sich nur auf Design oder nur auf Entwicklung beschränken, aber dann wird es problematisch, wenn man beide Welten zusammenführen möchte. Der Designer muss schon wissen, was möglich ist, kann im besten Fall auch dem Entwickler zuarbeiten. Der Entwickler sollte dem Design nicht verschlossen sein und eigentlich zufrieden sein, dass das was er da in mühsamer Arbeit macht, am Ende auch von glücklichen Usern genutzt wird.

    Leider gibt es wohl wirklich noch viele Designer, die gar nichts mit Code zu tun haben wollen. Auf meinem Meetup für Designer & Entwickler stelle ich zumindest fest, dass die anwesenden Entwickler sehr stark an Design & UX interessiert sind, was mich doch überrascht hat.

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