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Fraisr: Produkte für einen guten Zweck an Freunde verkaufen

Aus der deutschen Gründer-Hochburg Berlin kommt ein interessantes neues , das verschiedene bekannte Elemente zu einer neuen Idee verbindet. Es heißt Fraisr und bezeichnet sich selbst als „Social-Social-Commerce“.

Fraisr: Produkte für einen guten Zweck an Freunde verkaufen

Fraisr: Sozial im doppelten Sinne

Wenn wir über „Social“ oder „Soziales“ im Web sprechen, werden sehr oft zwei verschiedene Dinge in einen Topf geworfen. Auf der einen Seite geht es um die Verbindung von Personen beispielsweise in einem Social Network wie Facebook. Auf der anderen Seite kann es aber auch um soziale Handlungen gehen, die einer Person, einem Projekt oder einer Organisation zu Gute kommt. Fraisr schafft es nun diese beiden Dimensionen von social/sozial miteinander zu verbinden und nennt das „Social-Social-Commerce“.

Fraisr: Social-Social-Commerce im Pinterest-Stil.

Konkret funktioniert Fraisr als eine Social-Commerce-Plattform deren Erlöse (teilweise) für soziale Projekte eingesetzt werden. Privatpersonen wie auch Unternehmen können auf diesem Marktplatz gebrauchte oder auch neue Produkte verkaufen sowie Dienstleistungen anbieten. Die Verkäufer können dabei einen frei wählbaren Anteil ihres Erlöses für private Initiativen oder eine der mit Fraisr zusammenarbeitenden und anerkannten Partnerorganisationen spenden. Die Spender erhalten dafür auf Wunsch eine Spendenbescheinigung, die sie steuerlich geltend machen können. Fraisr selbst behält für die Nutzung der Plattform eine Verkaufsprovision von sechs Prozent ein, ansonsten ist die Plattform kostenlos nutzbar.

Fraisr mit optischen Anleihen bei Pinterest

Kaum einer Plattform im Social Web wird aktuell mehr Potenzial in Sachen Social Commerce zugetraut wie Pinterest. Auch wenn der Konkurrent Fancy da schon deutlich weiter ist, kann man die Fantasie bei Pinterest schon nachvollziehen. Schon jetzt, noch ohne valides Businessmodel, hat Pinterest es geschafft, Einfluss auf zahlreiche Webseiten und Plattformen zu nehmen. Und das hat einen guten Grund: Mit der digitalen Pinnwand ist es erstmals möglich durch das Angebot im Web zu „schlendern“, ohne dabei genau zu wissen, was man eigentlich sucht. Ähnlich wie bei einem Schaufensterbummel in der Fußgängerzone einer Stadt, lässt Pinterest die Nutzer immer wieder viele neue Dinge und Produkte entdecken, die man dann unbedingt haben möchte, ohne dass man dies vorher auch nur geahnt hat. Dieser Ansatz gepaart mit einer einfachen aber dennoch sehr schicken Oberfläche, hat Pinterest zu einem Hype verholfen.

Fraisr nimmt diese Optik nun auf und verpackt darin die eigene Idee des „Social-Social-Commerce“. Auf mich wirkt das eher schlüssig als aufgesetzt, so wie bei anderen Versuchen das Pintererst-Konzept zu nutzen.

Das Gründerteam von Fraisr (Bild: Fraisr).

Seit Anfang November befindet sich Fraisr nun also in der offenen Betaphase und wartet auf einen Zuwachs der Nutzerzahlen. Der erste Eindruck kann durchaus überzeugen und die Idee an sich ist ebenfalls unterstützenswert. Es wird sich allerdings zeigen müssen, ob der Dienst die kritischen Masse erreichen und genügend Nutzer für die gleichermaßen nützliche wie soziale Funktion begeistern kann.

Könnt ihr euch zum Beispiel vorstellen überflüssige Weihnachtsgeschenke über Fraisr zu Geld zu machen und dabei noch über eine Spende eine soziale Organisation zu unterstützen?

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