Laut Hersteller ist der Kinetis KL02 noch einmal 25 Prozent kleiner als der bisher kleinste Konkurrent. Auf dem Chip finden sich u.a. die CPU, Speicher und die I/O-Einheit. Natürlich sollte man bei den Eckdaten des winzigen Controllers keine Rekorde erwarten: Der 32-Bit-Prozessor läuft mit 48 MHz und hat 4 KB RAM sowie 32 KB internen Speicher zur Verfügung. Aber es ging bei der Entwicklung auch nicht wirklich darum, die kleinste Spielkonsole der Welt zu erschaffen. Ziel war, die Größe so weit wie möglich zu reduzieren. Denn darauf kommt es an dieser Stelle an.
Schließlich sind Microcontroller wie dieser dafür gedacht, Computing-Power an vollkommen neue Stellen zu bringen. Interessant wird das beispielsweise für das viel zitierte „Internet der Dinge“, bei dem Alltagsgegenstände zu digitalen Teilnehmern im Web werden. Und der Kinetis KL02 ist klein genug, um sogar „verschluckbare Computer“ zu ermöglichen. Statt einer Pille wandert so ein Stück Elektronik durch unseren Körper. Entsprechende Produkte sind in der Entwicklung, genauer benennen mag sie Freescales Marketing-Chef Steve Tateosian gegenüber Wired allerdings nicht – die Projekte sind schlichtweg noch geheim.
Interessanterweise wurde der Kinetis KL02 gar speziell auf Wunsch eines einzelnen Kunden hin entwickelt, der einen Microcontroller kleiner als 3 x 3 mm brauchte. Natürlich verrät Steve Tateosian auch nicht, wer das wohl gewesen sein mag.
Dem massenhaften Einsatz steht zumindest mit Blick auf den Preis nichts im Wege: Das „ultra-kleine“ Stück Elektronik soll gerade einmal 75 US-Cents pro Stück kosten.
Weiterführende Links
- Freescale’s Insanely Tiny ARM Chip Will Put the Internet of Things Inside Your Body – Wired
- Offizielle Produktseite zum Kinetis KL02 - freescale.com
- Pressemitteilung zum Kinetis KL02 - freescale.com
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von Die Virtuelle Gadget Konsolidierung | Ra… 01.03.2013 (08:59Uhr) 1.
[...] schlussendlich ist immer noch das Thema Wearable Computing, bzw. Oral Computing. Die Computer (Gadgets) werden so klein, dass es überall Platz hat (und mit IPv6 gibt es auch für [...]
von JenZzzz 01.03.2013 (09:46Uhr) 2.
Das Dingen bekommt bestimmt irgendwann mal von Facebook injeziert, damit die immer und überall wissen was man gerade so macht und vor allem WAS und bei WEM man was kauft ...
Spaß beiseite, in der Medizin könnte das vielleicht wirklich mal was Weltbewegendes werden! Auf jeden Fall erstaunlich, was alles möglich ist.