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Internet für Flüchtlinge: Wie die Initiative freifunk für WLAN sorgt

Internet für Flüchtlinge: Wie die Initiative freifunk für WLAN sorgt

Mitglieder der Initiative freifunk arbeiten in ganz Deutschland daran, mehr Flüchtlinge mit kostenlosem Internet über WLAN zu versorgen. 

Internetzugang ist für Flüchtlinge essentiell

Für Flüchtlinge ist ein Internetzugang besonders wichtig. Per Internet können sie sich über die Lage in ihrem Heimatland informieren, Kontakt zur Familie halten, wichtige Informationen zum Asylantrag finden und mit Beratern und Anwälten per E-Mail Kontakt halten. Trotzdem gibt es in vielen Flüchtlingseinrichtungen keinen DSL-Anschluss und kein WLAN.

Die Mitglieder der Initiative freifunk haben sich nun an vielen Orten diesem Problem angenommen. Der Förderverein Freie Netzwerke e. V. aus dem das Netzwerk hervorgegangen ist, hat sich die „Demokratisierung der Kommunikationsmedien durch freie Netzwerke“ zum Ziel gesetzt. Die freifunk-Communities in der ganzen Welt sollen dies praktisch umsetzen.

Diese offenen Funknetze wollen die Freifunker auch Flüchtlingen zugute kommen lassen. In verschiedenen deutschen Städten, wie zum Beispiel Hamburg, Mainz und Stuttgart versorgen Mitglieder der Initiative Flüchtlinge schon über WLAN mit einem Internetzugang.

Viele Städte scheuen sich vor der Verantwortung

Vielerorts scheuen es die Städte und Gemeinden, selbst eine Internetzugang für Flüchtlingsunterkünfte zu legen. Die Behörden verweisen auf die Störerhaftung, die im Telemediengesetz verankert ist. Demnach ist der Anschlussinhaber für illegale Tätigkeiten, wie zum Beispiel illegale Downloads, verantwortlich, die über diesen Anschluss laufen. Dieser vermeintlichen Gefahr wollen sie sich nicht aussetzen.

Aber auch mit den freifunk-Netzwerken ist es nicht so einfach. Freifunker in Gütersloh versuchen zum Beispiel schon seit Beginn des Jahres, eine Lösung für eine Flüchtlingseinrichtung in Gütersloh zu finden. Jedoch liegen die Unterkünfte so, dass es mit einem Accesspoint auf der anderen Straßenseite nicht getan ist. Anwohner, die potentiell bereit wären ihr WLAN bereitzustellen, müssten dort selbst mit 6 MBit pro Sekunde oder weniger auskommen müssen. Zudem muss für jede Installation an und in den Gebäuden eine Bewilligung der Stadt vorliegen, der die Unterkünfte gehören.

Fluechtlingsheim
In dieser Containerunterkunft haben die Menschen dank Freifunk Internet. (Foto: Michael Ziegler)

250 Bewohner einer Containerunterkunft jetzt freies WLAN nutzen und in Hamburg wird ein Wohnschiff mithilfe anliegender Kultur- und Gastronomieeinrichtungen sowie eine Messehalle, die als Notunterkunft dient, und eine weitere Unterkunft per Freifunk versorgt.

Wie aufwendig die Einrichtung eines freien WLANs für Flüchtlinge in einer Einrichtung sein kann, zeigt diese Aufstellung der Vorgehensweise anhand eines Beispiels aus Stuttgart.

freifunk unterstützen

Wer die Initiative unterstützen möchte, kann das auf verschiedene Wege tun. Neueinsteiger sollten sich ersteinmal an eine bestehende lokale freifunk-Gruppe wenden. Auf freifunk.net findet ihr alle Communities und ihre Kontaktdaten, News, ein Wiki und eine Übersichtskarte mit der bundesweiten Verteilung.

freifunk
freifunk-Communities findet ihr bundesweit über freifunk.net (Screenshot: freifunk)

Mehr zum Thema freifunk und Mesh-Netzwerke könnt ihr in einem Artikel des Kollegen Sébastien Bonset lesen. Warum die Zukunft des freifunk-Netzwerks in Gefahr ist, lest ihr hier.

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2 Antworten
  1. von Christian am 18.08.2015 (10:27 Uhr)

    Da scheint ein kleiner Fehler aufgetaucht zu sein.

    Such nachh "chtlinge dank"

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  2. von michaelkatzmann am 31.08.2015 (19:27 Uhr)

    Tolle Arbeit, weiter so!

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