Apple iPad „Absichtlich mangelhaft“? Free Software Foundation macht mobil gegen Apples iPad

Jan Tißler, 29.01.2010 - 11:10 | 28 Kommentare |
31 tweets  tweet this!
 |  Teilen

Apples Tablet-PC iPad schränkt die Rechte der Nutzer so stark ein, wie es das nie zuvor bei einem universell einsetzbaren Computer gab - das erklärt die Free Software Foundation (FSF) in einer Stellungnahme. Zentraler Kritikpunkt: der fest verankerte Kopierschutz. Selbst wenn man als Publisher kein Digital Rights Management (DRM) wolle, weil die eigenen Werke sowieso unter einer freien Lizenz stehen, habe man keine Wahl. Eine Online-Petition und andere Maßnahmen sollen nun Druck auf Apple ausüben. Bei Musik habe das schließlich auch schon funktioniert, so die FSF.

Als „iBad for freedom“ sieht die Free Software Foundation Apples neues Gerät im Rahmen ihrer „Defective by design“-Kampagne. Ein Grund: Die künftigen Nutzer sind zwangsläufig darauf festgelegt, Programme für das iPad über Apples eigenen AppStore zu kaufen - genauso wie schon bei iPhone und iPod touch. Apple bestimmt dabei nach einem nicht klar veröffentlichten Kriterienkatalog, welches Programm erscheinen darf und welches nicht oder welche Teile entfernt oder modifiziert werden müssen, um eine Zulassung zu bekommen. Was auf der einen Seite ein Schutz gegen Schadprogramme, Datenklau und schlecht programmierte Software sein kann, sorgt auf der anderen Seite dafür, dass Apples Touch-Geräten Funktionen bewusst vorenthalten werden können. Zudem hätten die Nutzer generell keine Möglichkeit, Programme zu verändern, wie die FSF weiter erklärt.

apple ipad appstore 596x285 Apple iPad: „Absichtlich mangelhaft“? Free Software Foundation macht mobil gegen Apples iPad

Apple selbst wirbt offensiv mit der großen Auswahl im AppStore - gerade auch fürs iPad.

An vielen Stellen im iPad ist Apples DRM „FairPlay“ zu finden, das ursprünglich für den Music Store entwickelt wurde. Während es bei der Musik inzwischen der Vergangenheit angehört, reglementiert Apple darüber heute die Apps und ebenso gekaufte und ausgeliehene Videos. Auch beim neuen E-Book-Store auf dem iPad kommt offenbar ein DRM zum Einsatz und vermutlich ist es dasselbe System. Über ein solches Rechtemanagement hat Apple nicht zuletzt theoretisch die Möglichkeit, gekaufte Programme und Inhalte im Nachhinein wieder zu entfernen.

Während ein Argument in Sachen Kopierschutz oftmals ist, dass viele Rechteinhaber ihn verlangen, beklagt die Free Software Foundation, dass es gar keine Wahl gebe. Selbst wer ein freies Werk zur Verfügung stellen wolle, habe keine entsprechende Option.

Online-Petition gegen Apples DRM

John Sullivan von der FSF appelliert daher an Apple und vor allem Firmenchef Steve Jobs:

If Jobs and Apple are actually committed to creativity, freedom, and individuality, they should prove it by eliminating the restrictions that make creativity and freedom illegal.

Und FSF-Kollege Peter Brown erklärt:

Attention needs to be paid to the computing infrastructure our society is becoming dependent upon. This past year, we have seen how human rights and democracy protesters can have the technology they use turned against them by the corporations who supply the products and services they rely on. Your computer should be yours to control.

Um Stimmen für den Protest gegen Apples Kopierschutz zu sammeln, hat die FSF nun eine Petition gestartet, die man hier online unterzeichnen kann. Weitere Aktionen sind zu erwarten. In der Vergangenheit hatte die Free Software Foundation unter anderem Proteste vor Apple Stores in den USA organisiert und sieht darin einen Grund dafür, dass die Musik im iTunes Store heute kein DRM mehr aufweist.

apple live 2 596x335 Apple iPad: „Absichtlich mangelhaft“? Free Software Foundation macht mobil gegen Apples iPad

Die Free Software Foundation hat Apples Einladung zum iPad-Event ein wenig umgetextet...

Eure Meinung dazu?

Wie sieht Eure Meinung dazu aus? Sind Apples Restriktionen gerechtfertigt? Oder schießt das Unternehmen hier übers Ziel hinaus? Gehören solche Beschränkungen gar generell untersagt?

Beitrag mit anderen teilen:

  • Twitter
  • Facebook
  • FriendFeed
  • t3n Social News
  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Digg
  • Identi.ca
  • Technorati
  • RSS
  • E-mail this story to a friend!

28 Antworten zu “Apple iPad: „Absichtlich mangelhaft“? Free Software Foundation macht mobil gegen Apples iPad”

  1. #1 Christian

    Mein Tipp an die Free Software Foundation: Einfach selber ein besseres Tablet bauen und auf den Markt werfen. Wenn der Vorteil den Konsumenten deutlich ist, dann werden sie es auch kaufen.

    Ach ja, halt, meckern ist einfacher.

  2. #2 Andreas Lenz

    @christian: +1

  3. #3 Jan Tißler

    Mmmh... Ums Meckern geht es hier ja nun weniger.

    Mal so gefragt: Würdet Ihr einen PC kaufen, bei dem allein Microsoft bestimmt, welche Software darauf läuft?

  4. #4 Christian

    1. Niemand wird mit vorgehaltener Pistole gezwungen, das iPad zu kaufen. Auch klar: Es ist kein Gerät für Jedermannfrau und jeden Anwendungszweck.

    2. Es gibt ganz hervorragende Web Apps, über die Apple keine Kontrolle hat. Mit der bereits heute möglichen local Storage von HTML5 werden Web Apps sicher noch einen großen Sprung in Richtung "nativer" Apps machen.

    3. Die Geschlossenheit des iPad wie auch des iPhones ist sicher ein Trade-off zwischen Convenience / DAU-Sicherheit und Flexibilität für den Endnutzer. Das muss jeder für sich entscheiden. Es hat Vorteile, es hat Nachteile, ganz klar.

    Empfohlener Link:
    http://stevenf.tumblr.com/post/359224392/i-need-to-talk-to-you-about-computers-ive-been

  5. #5 Christian

    PS: Das mit dem Meckern bezog übrigens sich nicht auf Dich persönlich, Jan, sondern auf die FSF, die aus ihrem Wolkenkuckucksheim rauszwitschert.

  6. #6 Jens

    Ich schließe mich Christian an!
    Niemand muss das Teil kaufen.

  7. #7 Jan Tißler

    Hi, Christian, das hatte ich schon richtig verstanden, keine Sorge :-)

    Dass man das Gerät nicht kaufen muss, stimmt natürlich, ist aber nur ein Totschlagargument. Aber dessen bist Du Dir ja sicher bewusst ;-)

    Die Free Software Foundation setzt sich nun einmal aus Überzeugung dafür ein, dass die Nutzer eines Computers bestimmen dürfen, was dort wie darauf läuft. Und sicherlich werden viele Nutzer zugeben, dass sie auch lieber die Wahl haben. Oder geht es Dir anders? Es lässt sich wohl niemand gern Vorschriften machen oder in seinen Rechten einschränken.

    Wenn nun jemand genau das Gegenteil davon macht, protestiert die FSF dagegen und macht darauf aufmerksam, warum dieser Schritt in die falsche Richtung geht. Es macht auch potenzielle Käufer, die sich nicht so intensiv informieren, auf diesen Umstand aufmerksam. Apple wird das nicht tun ;-) Insofern ist es ein Beitrag dazu, dass der Kunde sich bewusst ist, was er dort bekommt und was nicht.

    Und um das klarzumachen: Ich persönlich wäre durchaus bereit, den Kompromiss einzugehen, den iPhone, iPod touch und iPad mitbringen. Weil mich die Geräte an sich überzeugen und das Gesamtsystem einfach so gut funktioniert wie nigends sonst. Aber trotzdem verstehe ich den Punkt der FSF sehr gut und fände es perfekt, wenn Apple sich hier bewegt.

  8. #8 DJR

    Das ist doch keine Frage! "Absichtlich mangelhaft" ist das oberste Geschäftsprinzip von Apple, die Produkte werden minderwertiger als nötig auf den Markt gebracht. Am iPod Touch konnte ich das beobachten, ganz zu schweigen von diversen Notebooks. An Konzern-Bösartigkeit steht dieses Unternehmen auf gleicher Stufe wie Microsoft.

  9. #9 Markus

    ...dass die Nutzer eines Computers bestimmen dürfen, was dort wie darauf läuft...

    Das ist sowieso nur Wunschdenken. Auf keinem System gibt es genau die Software die exakt so läuft wie es der User gerne hätte.

    Diese Restriktionen seitens Apple haben ja auch Ihren Grund. So ist bisher noch kein iPhone einem Hackerangriff zum Opfer gefallen - wohlgemerkt keines mit Applesetup! Das dies natürlich für Apple nun auch den Vorteil hat, Software vor Veröffentlichung zu prüfen und ggf. nachbessern zu lassen ist doch prima. Egal ob die Software frei erhältlich ist oder bezahlt werden muß.

    Das "Hackertools" somit außen vor bleiben ist für mich kein Problem, eher im Gegenteil. Siehe Windows Mobile!

    Und zum Thema DRM sag ich lieber nix, ich bin gerne bereit für gute Musik, Filme, Bücher zu bezahlen und habe es nicht nötig mir meine Geräte mit Raubkopien bis oben hin "vollzumüllen" (Wie das ja leider üblich ist).

  10. #10 Christian

    Mit dem Vorwurf des Totschlagarguments hast Du natürlich meine Sollbruchstelle erwischt :)

    Ich gebe zu, dass ich auch zwiegespalten bin: Einerseits liebe ich die Integration des Ökosystems von Apple und dessen Eleganz, andererseits wäre ich von meiner Philosophie lieber konsequenter im Open Source-Lager.

    Das iPhone und wohl auch das iPad schaffen es, Dinge, die auf konventionellen PCs und auch Macs vergleichsweise kompliziert sind (Installation, Handling eines hierarchischen Filesystems, Verwaltung von Treibern und Peripherie) auf den wichtigsten Funktionskern zu reduzieren. Das mag den Geeks nicht zusagen, mir gefällt der Gedanke und mir fallen spontan eine Menge Menschen ein, mit denen das iPad die relevantesten Use Cases voll trifft.

    Ich weiß nicht, ob man bei einer Öffnung diese Vorteile behalten könnte, ohne sich vielfältige Nachteile in Form von Systemkomplexität einzuhandeln.

    Es wird jedenfalls interessant zu beobachten sein, ob es z.B. Stanza auch auf dem iPad geben darf. Auf dem iPhone ist es (noch?) möglich, aber da gab es ja auch bisher keine Konkurrenzsituation zu Apple.

  11. #11 flop flip

    Hi. Aus meiner Sicht hat Christian völlig recht.

    Bei Microsoft wurde in der EU wegen dem IE eine Schranke gesetzt. Und da könnte man auch einfach sagen, es ist meine Entscheidung so etwas zu kaufen (Windows)- das gilt aber nicht, wenn dadurch "Monopolkapitalismus" gefördert wird.

    Diese Schranke hätte schon lange bei Apple greifen müssen. Bis jetzt ist Apple ganz gut davon gekommen. Warum aber erst jetzt der Aufschrei kommt ist mir ein Rätsel.

    P.S. an alle Redakteure da draussen: Bevor alle über das Ipad urteilen und wie wild losschreiben, bitte nehmt das Ding doch vorher erstmal in die Hand. Ihr beurteilt doch auch kein Musik-Album, bevor ihr es nicht gehört habt.

  12. #12 Jan Tißler

    "Einerseits liebe ich die Integration des Ökosystems von Apple und dessen Eleganz, andererseits wäre ich von meiner Philosophie lieber konsequenter im Open Source-Lager."

    Absolut! :-) Und Du hast schon Recht: Beides zugleich wird schwierig, aber es wäre möglich. Warum muss man z.B. zwingend über den AppStore gehen? Es ist gut, dass es ihn gibt und viele Nutzer würden sicherlich sogar freiwillig darauf zurückgreifen, weil er bequem ist und eine gewisse Sicherheit gibt (Stichwort: Malware). Aber warum sollte es anderen Usern nicht bei Interesse und Bedarf möglich sein, auch daran vorbei Apps zu installieren? Die tun das dann auf eigene Gefahr und wenn dann etwas schiefläuft, könnte sich Apple immer auf den Standpunkt zurückziehen: Tja, Leute, kauft halt im AppStore ;-)

  13. #13 Mirco

    Ich finde es sehr sinnvoll, wenn alles über den AppStore geht. Schadprogramme und schlechte Apps können so einfach ausgeschlossen werden.

    "Zudem hätten die Nutzer generell keine Möglichkeit, Programme zu verändern, wie die FSF weiter erklärt."

    Ist damit jetzt gemeint, dass die Nutzer das App über das Tablet einfach abändern können? Ich denke, dass es nicht im Interesse des Entwicklers.

    Ich denke mit den eingeschränkten Rechte muss man eben Leben. Amazon hat es bei seinem E-Book Reader auch nicht anders gemacht. Eine Möglichkeit wäre vielleicht einen OpenSource AppStore aufzumachen.

    Weiterhin bin ich der Meinung, dass Apple von diesem Kurs kaum abweichen wird. Man stellt Produkte her, die so einfach in der Bedienbarkeit sind, dass jedes Kind damit umgehen kann. Das mag den Geeks zwar nicht gefallen, aber für den Nutzer ist es eine Wohltat.

  14. #14 Markus

    "Aber warum sollte es anderen Usern nicht bei Interesse und Bedarf möglich sein, auch daran vorbei Apps zu installieren? Die tun das dann auf eigene Gefahr und wenn dann etwas schiefläuft, könnte sich Apple immer auf den Standpunkt zurückziehen: Tja, Leute, kauft halt im AppStore ;-)"

    Ich kann mir schon die Newsmeldungen ausmalen. "Apple's iPhone nun OpenSource jedoch ohne Support - Frechheit" So oder so ähnlich würden die Meldungen klingen...

    Solche Vorschläge kann man echt nur aus Usersicht heraus machen. Versetz Dich bitte mal in die Lage von Apple. Einen Shop mit dem man Geld verdienen möchte/muss quasi killen in dem man einen OS-Shop freigibt? Wer soll denn den OS-Shop finanzieren? Apple? Betriebswirtschaftlich absoluter Nonsens.

  15. #15 Vom iPad zum iBad – Ratatatam - Netzleben, Webdesign, Ruhrgebiet ...

    [...] guter Konzern wie Apple sein neues Hype-Produkt (das keiner braucht, aber alle haben wollen) namens iPad absichtlich mangelhaft auf dem Markt gebracht habe, wie es die Free Software Foundation zum Ausdruck gebracht habe. Die [...]

  16. #16 Christian

    "Aber warum sollte es anderen Usern nicht bei Interesse und Bedarf möglich sein, auch daran vorbei Apps zu installieren? Die tun das dann auf eigene Gefahr und wenn dann etwas schiefläuft, könnte sich Apple immer auf den Standpunkt zurückziehen: Tja, Leute, kauft halt im AppStore ;-)"

    Das kann ich mir eigentlich nur unter zwei Szenarien vorstellen:
    - Die Konkurrenz wird stärker und Apple gerät unter Zugzwang, sich zu öffnen, um keinen Wettbewerbsnachteil zu haben.
    - Apple wird immer stärker, so dass sich die Wettbewerbshüter einmischen.

  17. #17 Martin

    Schöner Artikel und toll das eine Diskussion zustande kommt. Ich gehöre zu der Fraktion, die aus vielen der genannten Gründen Appleprodukte nicht kaufen. In Gesprächen versuche ich auch andere darüber aufzuklären was Apple da treibt (wohlgemerkt aufklären, nicht überzeugen). Bei mir hinterlässt deren Vorgehen einen schlechten Nachgeschmack. Dennoch kann ich gut nachvollziehen, das Apple für viele Personengruppen interessante, ja wirklich tolle Geräte herstellt.
    Ich bin gegen die vielen Einschränkungen, will selbst entscheiden können was mit meinem Gerät und allen darauf enthaltenen Daten passiert. Deswegen setze ich, wo immer möglich, freie Software ein. Und ich befinde es für gut das die FSF auf solche Umstände hinweist und auch versucht provokative Aktionen zu starten, denn ein Großteil der Benutzer weiß einfach nicht, was da ohne Ihre Zustimmung alles abläuft.

    Letztlich wird aber tatsächlich niemand gezwungen das neueste, überteuerte Gimmick von Apple zu kaufen. Also Pro FSF aber auch pro iPad, denn eins muß man Apple lassen, die Produkte sind durchdacht und unglaublich interoperabel.

  18. #18 meckes

    Es gehört nun mal seit Jahrzehnten zu Apples Geschäftsmodell Hardware und Software eng miteinander zu verzahnen. Das ist schon seit den Tagen des PowerPC so. Ich war als ehemaliger Mac-User auch immer verärgert darüber, wie eingeschränkt die Möglichkeiten des Datenaustauschs bei Apple war. Es liefen nur bestimmte Programme auf dem Mac und was nicht kompatibel war musste draußen bleiben. Und Anfang der 90er Jahre war das Internet noch nicht so verbreitet um dort Daten auszutauschen.
    Klar, die Useability der Apple Produkte war schon damals extrem benutzerfreundlich, aber auch extrem teuer. Diese unabdingbare Bindung an die Apple-Produkte und deren lizensierte Software-Peripherie, hat mich letztendlich von Apple abgebracht. So schön und benutzerfreundlich die ganzen "i"-Produkte auch sein mögen, mir erscheinen sie immer mehr wie eine technische Zwangsjacke.

    P.S.: Auch wenn meine Kinder ihre iPods lieben.

  19. #19 Jan Tißler

    @Markus: Mir ist natürlich klar, warum Apple sein AppStore-Modell so restriktiv fährt: Sie haben alles unter Kontrolle und verdienen auch noch dran. Logisch, dass die das so behalten wollen :-)

    Aber trotzdem zwei Anmerkungen:

    1. Auch heute schon zahlt Apple beim AppStore drauf, wenn es ihnen nützt: bei kostenlosen Apps. Während sie ansonsten beim Verkaufspreis 30 Prozent abzwacken, verlangen sie hier vom Entwickler nichts. Warum machen sie das? Weil die kostenlosen Apps natürlich eine tolle Werbung für die ganze Plattform sind und Kundschaft in den AppStore bringen.

    Abgerechnet wird eben erst zum Schluss. Und vielleicht bekommt Apple ja einmal den Eindruck, dass es ganz gut wäre, viele heute noch skeptische Leute als Entwickler und Nutzer auf die Plattform zu bringen, in dem man sie etwas öffnet.

    2. Was die Kosten für einen OS-AppStore angeht: Wer spricht denn von einem OS-AppStore, den auch noch Apple finanziert? Ich habe das jedenfalls nicht erwähnt. Der wäre aus meiner Sicht auch gar nicht notwendig. "Früher" (vor dem Sommer 2008 ;-) sind wir ja auch noch prima ganz ohne AppStores ausgekommen. Da hat man seine Apps irgendwo im Netz gefunden, runtergeladen und installiert. Das solle doch wohl mit dem iPhone auch umzusetzen sein. Die Installation könnte ja am Ende sogar per iTunes-Sync funktionieren, wenn's denn sein muss. Das ist alles lösbar, meinst Du nicht auch?

    Ich glaube auch nicht, dass deshalb der normale AppStore stirbt. Der wird immer viel bequemer, übersichtlicher und sicherer erscheinen als das manuelle Installieren einer App. Die Masse wird dort bleiben. Aber die entsprechenden Freiheiten ohne einen Jailbreak zu haben, wäre schon klasse.

    Momentan ist Apple nicht motiviert, seine Ingenieure darauf anzusetzen. Wenn das iPad jetzt aber deshalb schlechte Presse bekommt und auch der Durchschnitts-Nutzer plötzlich das Gefühl bekommt, dass das mit DRM und Abgeschlossenheit keine so gute Sache ist, bewegt sich eventuell doch etwas. Nachdem Greenpeace so mit dem Umweltschutz rumgenervt hatte, hat sich ja auch einiges getan und heute vergeht keine Keynote ohne Hinweis auf die tollen Recycling-Eigenschaften der Produkte...

  20. #20 Christian

    @meckes

    Ich empfehle die Unterscheidung zwischen dem problemlosen Datenaustausch zwischen Mac und anderen Plattformen (heute besser denn je zuvor; so überhaupt kein Problem mehr bei uns im heterogenen Firmennetzwerk) und dem Ausführen von Programmen (klar, dass da ein Mac-Programm benötigt wird. Man erwartet ja auch nicht, dass ein PS3-Spiel ohne Anpassung auf der Wii läuft).

  21. #21 Christian

    PS: Was ist Software-Peripherie?

  22. #22 Mike

    @Jan

    Zu Nummer Eins: Soweit ich weiß, muss jeder, der etwas im AppStore einstellen will, das Standard Programm für $99 im Jahr zahlen. Daher werden sie bestimmt nicht draufzahlen und wenn nur sehr sehr gering.

  23. #23 admaster

    Ich schließe mich (fast) allen an.
    Selbst benutze ich seit vielen Jahren Mac's sowohl beruflich als auch privat. Hardware und Software aus einem Haus bestens aufeinander abgestimmt machen durchaus Sinn. Einige wenige Probleme gibt es natürlich bei Apple Produkten genau so - bei welchem System nicht - im Grunde kann man aber sagen, die Dinger funktionieren einfach. Da macht es dann durch aus wieder Sinn, sowie beim iPhone, dass nicht unbeschränkt jede Software installiert werden kann.

    Von einer ganz anderen Seite betrachtet ist das iPad wieder ein genialer Schachzug.
    eBook Reader zB Amazons Kindle 9.7 Inch, 4GB Speicher - eBooks laden, speichern und lesen und MP3, das war's = USD 489,-
    iPad 9.7 Inch, das schwächste 16GB Speicher - eBooks, MP3s, Fotos, Videos, E-Mail, Terminkalender, Kontaktverwaltung, Browser und mit weiteren Programmen aus dem AppStore erweiterbar und das alles mit Vollfarb LED Display = USD 629,-

    Wie schon angesprochen, ist das iPad sicher für eine eigene Käufer/Benutzerschicht. Jedoch würde ich persönlich überlegen, ob ich nicht doch 140,- mehr ausgebe und ein multifunktionelles Gerät kaufe.

  24. #24 Martin

    Es ist Apples gutes Recht, genauso wie es unser Recht ist nicht alles kaufen zu müssen.

  25. #25 Daniel Rosner (antwort42)

    (..)Apple bestimmt dabei nach einem nicht klar veröffentlichten Kriterienkatalog, welches Programm erscheinen darf und welches nicht oder welche Teile entfernt oder modifiziert werden müssen, um eine Zulassung zu bekommen.(...)

    Dies könnte ein Knackpunkt sein. Wer bestimmt in Zukunft was wir auf unseren Rechnern installieren oder welche Webseiten wir im Netz einsehen dürfen (Stichwort "Internetssperren für rechtswidrige Inhalte"). Wer sagt daß in diesem Kriterienkatalog nicht auch politische Aspekte eine Rolle spielen?

  26. #26 Kevin

    Einerseits verstehe ich Apple , andererseits auch wieder nicht....

    Cydia (iPhone) hat ne Menge wirklich sinnvolle Tools und Programme im Angebot ... welche im Appstore nie erscheinen würden ....

    Aber ich bin ziemlich zuversichtlich das Geohot auch das iPad versorgen wird *g*

    Aber auch ohne dieses muss man seine EBooks und Musik doch nicht über Apple beziehen ... gibt doch genug Anlaufstellen im Netz wo man sie bekommt ohne DRM oder sonst was ... und sycnt diese dann per iTunes zum Gerät ;-)

    Apps kann man über Webapps lösen ... siehe GoogleVoice...

    Daher verstehe ich diesen großen Aufschrei nicht .... das geschlossene System ist das was Apple so sicher macht ... und trotzdem hat man viele Möglichkeiten ...

    Es sind halt Produkte die den Massenmarkt ansprechen sollen .. und der Massenmarkt brauch kein SSH, Telnet oder sonst irgendwelchen Zugang zum Gerät.

    Ganz klar muss man aber auch sagen, das Apple dort nicht auch sehr von profitiert ... denn am Appstore verdienen die mehr als an jeden Gerät das sie verkaufen !!!!!!!!!!!!!!

  27. #27 Mike

    Alles korrekt aber ich sage so viel: Wers kauft, selber Schuld.

    Die Einwände dürfen aber nicht einfach so überspielt werden. Apple wird immer mächtiger und stellt euch mal vor, eine Firma von der Größe von Google könnte euren ganzen Rechner komplett kontrollieren.

    Irgendwann kanns echt gefährlich werden.

  28. #28 Robin

    Dem mangelhaft kann ich mich nur anschließen. Wer sich selber überzeugen möchte, schaut einfach mal hier: Was dem Apple iPad fehlt

    LG

31 Tweets:

  • Möchten Sie auch hier erscheinen? Dann hier Re-Tweeten

Du hast eine Ergänzung oder Frage zum Artikel? Teile sie jetzt mit!

Banner jetzt buchen »

Featured Event

OXID Commons, Freiburg

OXID Commons, Freiburg

06. - 07. Mai 2010
OXID Community Day

News abonnieren

Abonnieren Sie unseren Newsletter, den RSS-Feed oder folgen Sie uns auf Twitter.

Aktueller Artikel: Apple iPad: „Absichtlich mangelhaft“? Free Software Foundation macht mobil gegen Apples iPad