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Fujitsu-Technologie macht aus jeder Oberfläche einen Touchscreen

Ein Team von Entwicklern des japanischen Elektronikkonzerns Fujitsu arbeitet derzeit an einer neuen Technologie, die aus jeder beliebigen Oberfläche, selbst aus Papier, einen Touchscreen machen kann. Dabei wird der Fläche ein interaktives Feld übergestülpt, auf dem mit Fingergesten navigiert werden kann. Das Besondere daran: Es wird keine spezielle Hardware benötigt.

Fujitsu-Technologie macht aus jeder Oberfläche einen Touchscreen

Fingerlink Interaction System: Touchscreens verknüpfen virtuelle und reale Welt

Für das „Fingerlink Interaction System“ sind hardwareseitig lediglich eine Webcam, ein Projektor und ein Rechner vonnöten – die noch in der Entwicklung befindliche Software erledigt quasi den Rest. Die Webcam liest die Interaktionen auf dem Objekt, mit dem Projektor werden die auf dem Objekt zu sehenden Daten wiederum digital abgebildet, sofern der Nutzer diese per Fingergeste ausgewählt hat. Auch 3D-Gesten im Raum kann die Technologie erkennen.

Fingerlink Interaction System-Touchscreen-1
Mit dem neuen Fingerlink Interaction System von Fujitsu kann nahezu jedes Objekt in einen Touchscreen umgewandelt werden. (Foto: Fujitsu)

Ein Beispiel, das den Vorgang vielleicht etwas plastischer darstellt: Lege ich eine Zeitungsseite mit Bildern  und Texten unter das System und möchte einen bestimmten Artikel oder ein Bild daraus ausschneiden, so wähle ich den Ausschnitt per Fingergeste aus, schon wird das entsprechende Objekt eingelesen und mittels Projektor wiederum auf die Oberfläche projiziert. Auf diesem Weg wird quasi das reale Objekt digitalisiert. In folgendem Video wird demonstriert, wie die Technologie funktioniert:

Die Technologie ist derzeit noch in der Demophase, soll aber bereits 2014 als fertiges Produkt zu kaufen sein. Fujitsu hat für den Consumer-Bereich nach eigenen Angaben keine konkreten praktischen Ideen, wie man das System einsetzen könnte. Für Unternehmen, wie beispielsweise Reiseagenturen, kann es dazu dienen, detaillierte Informationen für Kunden darzustellen. Ich kann mir Fujitsus Fingerlink Interaction System sehr gut in Bibliotheken vorstellen, wo der Nutzer seine benötigten Informationen sehr einfach und rasch mit einem Wisch aus einem Buch oder Magazin auf einen USB-Stick ziehen kann. Dieses Verfahren ist eindeutig praktischer, als Papierkopien anzufertigen – und umweltfreundlicher obendrein.

Wo könntet ihr euch diese Technologie vorstellen, wie würdet ihr sie einsetzen?

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2 Antworten
  1. von Stephan am 17.04.2013 (23:39 Uhr)

    Je nach Preis eine interessante Sache für den Schulunterricht..
    Quasi ein interaktiver Projektor, wo alles was man drunterlegt den anderen gezeigt werden kann - verbunden mit den Gesten, etc. macht das bestimmt auch den Schülern spaß ;-)

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  2. von Ralf am 17.04.2013 (23:49 Uhr)

    Könnte ich mir bei den Lehrern, Dozenten, Prof. Etc. Gut vorstellen. Wie schon erwähnt-papierkopien verringern

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