Full HD war gestern: 4K-TVs von Sony, LG und Panasonic [IFA 2012]

Full HD war gestern: 4K-TVs von Sony, LG und Panasonic [IFA 2012]
War in den letzten Jahren 3D das dominierende Thema bei den Präsentationen der TV-Hersteller auf der IFA, sollen jetzt extrem hochauflösende Panels Interessierte zum TV-Kauf locken. Eine prall gefüllte Geldbörse ist derzeit aber noch Grundvoraussetzung für den Einstieg in die 4K-Welt.

 

IFA-Trend 4K TV: Groß, scharf, teuer

sony 4k tv
Im Fokus: Sony 4K TV, davor Sony-Chef Kazuo HIrai

Die Bedeutung der neuen Technik für die Hersteller ist unübersehbar. So räumte seinem neuen 4K-Fernsehen einen prominenten Platz auf der Bühne seiner IFA-Pressekoferenz ein. Das Gerät protzt mit 84" Bildschirmdiagonale (=2.14m), auf denen 3840x2160 Pixel zu sehen sind - viermal so viele wie bei Full HD (1920x1080px). Das Gerät hat noch keinen Namen, geschweige denn ein Preisschild oder einen Veröffentlichungstermin - offensichtlich ist es Sony aber ernst mit der neuen Technik. Der Sony-Fernseher findet sich in Halle 4.2.

 

lg tv
LG 84LM9600

Einen Schritt weiter ist . Der auf der ausgestellte LG 84LM9600 ist in Korea bereits zu haben (Kostenpunkt: Umgerechnet 17.500 Euro) und soll im Herbst weltweit verfügbar sein. Neben 4K-Auflösung kommt der 84-Zoller auch mit 3D-Material klar. Der Fernseher empfängt IFA-Besucher in Halle 11.2.

Ganz groß hinaus will Panasonic: Der 4K-Fernseher des japanischen Unternehmens misst ganze 103" (262cm), auch er versteht sich auf 3D ohne Brille. Das Gerät richtet sich an ein geschäftliches Klientel und könnte bald auf Messen oder in Verkaufsräumen zum Einsatz kommen. Schon zur IFA kann man das Gerät in Halle 5.2 in Augenschein nehmen.tgo

Wie viele neue Technologien hat 4K (noch) zwei wesentliche Nachteile. Zum einen sind Panels mit vierfacher HD-Auflösung noch extrem teuer, für Heimanwender sind sie derzeit noch allenfalls aus Neugier interessiert. Zum anderen gibt es kaum Filmmaterial, das in so hoher Auflösung vorliegt, der praktische Nutzwert ist also aktuell noch sehr begrenzt.

Wer tatsächlich schon ein Abspielgerät für 4K-Filme sein eigen nennt (oder wer seinem Hochleistungs-PC dabei zusehen will, wie es bei der Wiedergabe in die Knie geht), findet eine von Youtube selbst gepflegte Playlist mit 4K-Videos auf der Plattform. Interessierten IFA-Besuchern ist zudem ein Besuch des Heise-Standes (Halle 17, 119) ans Herz gelegt, wo sich 4K- und 1080p-Abspielgeräte direkt miteinander vergleichen lassen.

 

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8 Antworten
  1. von Ludwig König via facebook 31.08.2012 (08:13Uhr) 1.

    ich finde, dass dieses jahr auf der ifa ohnehin einige sehr interessante und innovative geräte vorgestellt werden. aber es bliebt spannend, was noch so alles kommt...

  2. von mstemmle 31.08.2012 (08:21Uhr) 2.

    Aktuelle AV-Receiver können schon auf 4k upscalen (die Fernseher auch?). Inwieweit das für material < 1080i/p brauchbar ist, wird sich zeigen.
    Nativ ist natürlich immer besser.

  3. von Timeeeeeee 31.08.2012 (10:45Uhr) 3.

    @mstemmle:
    Also beim Upscalen (Hochskaliert) wird das Bild (wie zu erwarten ist) hochskaliert. Das heißt, dass Interpolationspunkte hinzuerfunden werden. Dadurch wirkt traditionell das Bild unschärfer trotz höherer Auflösung. Vielleicht sind noch spezielle Filter erfunden worden, damit z.B. Kanten nicht interpoliert werden und damit das Bild nicht unschärfer wirkt. Dies kostet aber einiges an Rechenzeit. Was du für einen AV-Reciever hast und ob es sauber/akzeptabel genug hochskaliert ist noch eine andere Frage.

    Es ist wie bei Smartphones: Mein Win Mobile Telefon hatte tausende Funktionen, aber tatsäichlich funktionierte nur ein paar Dinge und die auch oft nur mit Abstürzen. Android ist ähnlich (man schreibt eine lange Email und ohne Vorankündigung startet mein Milestone neu und die lange Email hat es gelöscht, die vor allem auf Mobiltelefonen ohne großer Tastatur schwieriger zu schreiben ist). Da nehme ich lieber ein iPhone, was nominell nicht soviel kann wie ein Android, aber was dort als Funktion bezeichnet wird, funktioniert dort allerdings wirklich.

  4. von Gast 31.08.2012 (12:13Uhr) 4.

    hochleistungs-PCs - sogar normale PCs koennen mit 4K material umgehen. Die Grafikkarte machts ;)... in der Filmindustrie wird selbstverständlich jeder digitalisierte Kinofilm (oder gleich mit einer Digicam von RED/Sony etc. aufgenommenes Material) mind. in 2K Proxies geschnitten und später mit 4K gerendert. Die 2K (also 2048x ... Bildpunkte) -Schnittplätze und Grafikkarten für bis zu 4K Wiedergabe sind natuerlich nicht billig, alelrdings liegt der auf dem TV sichtbare 4K Film natuerlich in max. 2 Spuren - normalerweise 1 Videospur vor und nicht wie beim Schneiden/VFXen in 10-20 Einzelspuren, die parallel wiedergegeben werden müssen...

    Ich kann mir schon vorstellen, daß ein PC um die 2000€ mit entsprechender Grafikkarte fluessig 4K Material wiedergeben kann.

  5. von 4mal mehr ist vier mal so teuer 01.09.2012 (16:13Uhr) 5.

    Laufwerke für 75gb-BDs sind bezahlbar und 4x ist auch geplant.
    3D-BD-Player kosten 99€ oder weniger was den fairen Einstiegspreis für solche Geräte auf 400€ limitiert. Wir erinnern an den schnellen Bd-Preisverfall bei Medien und Playern und Brennern. Da sogar Arm-Pads immer öfter 1920x1080-3D per hdmi können, wird quadHD unter wintel-atom-netbooks also auch immer bezahlbarer auch wenn Intel wohl lieber i3+grafikchip verkaufen will.
    Die Kameras sind evtl jetzt schon billiger als damals analoge VHS-Kameras lange zeit.
    4k sind ja nur 8 Megapixel. Die fotochips existieren also schon lange in den (alten) 8MP-kameras und der Codec-Chip aus einer 1080(fast 2K) video-Kamera mal vier limitiert den fairen Preis folglich auf 4*199€=800€
    Das ist also schon von Anfang an für SOHO bezahlbar (als 3D wirds halt anfangs noch was teuer sein) und krasse Preisverfälle sollte inzwischen jeder kennen.


    Spannender ist, ob und wie gut sowas bei Retina (also den 2000€-MacBook-Pros) wirkt.
    Und ob das iphone5 nativ quadHD aufnehmen kann.

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