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„Internet für alle“ soll bis 2025 Realität werden, fordern die G20-Länder

(Bild: Shutterstock / Koca Vehbi)

Deutschland gilt zwar nicht gerade als Vorbild bei schnellem Internet. Die Bundesregierung nutzt aber den Vorsitz in der G20-Gruppe der Top-Wirtschaftsmächte, um die globale Digitalisierung zu beschleunigen.

Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen das schnelle Internet weltweit vorantreiben. Bis zum Jahr 2025 sollen alle Menschen an das Internet angeschlossen sein, vereinbarten die zuständigen G20-Minister am Freitag bei einem Treffen in Düsseldorf.

Das Ziel: Problemlose Kommunikation

Angestrebt werden ebenfalls einheitliche Standards: Diese seien nötig, „damit nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen und Dinge weltweit problemlos miteinander kommunizieren können“, heißt es in der Ministererklärung. Das Ziel sei es außerdem, lebenslange digitale Bildung zu ermöglichen. Frauen und Männer sollen gleichermaßen vom digitalen Wandel profitieren. Der Online-Verbraucherschutz soll  sichergestellt und Nutzern „ausreichend Informationen in verständlicher Weise“ geliefert werden.

Auch Schulen sollen samt Lehrkräften fit gemacht werden: Mit einer digitalen Infrastruktur sollen bald auch entsprechende Fertigkeiten vermittelt werden können, heißt es in der Erklärung. Das soll nicht nur Schulen bereichern, sondern auch dafür sorgen, dass eine regelmäßige Weiterbildung im späteren Berufsalltag gefördert wird. Mittels der G20-Initiative „#eSkills4Girls” sollen vor allem auch Frauen in Entwicklungsländern unterstützt werden.

„Von dieser G20-Digitalministerkonferenz geht das Signal aus, dass wir die digitale Revolution zum Nutzen Aller gemeinsam gestalten wollen.“

Nach dem Bericht der Breitbandkommission für digitale Entwicklung 2016 von Unesco und der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) hat mehr als die Hälfte der Menschen weltweit keinen Internetzugang. Ende 2016 nutzten demnach 3,5 Milliarden Menschen und damit 47 Prozent der Menschen weltweit das Internet. Nach Angaben von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) ist es gelungen, ein gemeinsames Verständnis darüber zu entwickeln, welche Handlungsfelder gemeinsam vorangebracht werden müssten: „Von dieser G20-Digitalministerkonferenz geht das Signal aus, dass wir die digitale Revolution zum Nutzen Aller gemeinsam gestalten wollen.“

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G20-Vorsitz: „Massive Investitionen nötig“

Deutschland hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz und ist Gastgeber des Gipfels der Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg. Der Digitalgipfel in Düsseldorf war das erste Ministertreffen dieser Art im G20-Rahmen. Dominiert werden die G20-Debatten bisher durch die neue Protektionismus-Strategie der USA unter Präsident Donald Trump.

„Für schnelle und moderne Hochgeschwindigkeitsnetze sind massive Investitionen nötig, mit und ohne Förderung“, erklärten die G20. Für ein „investitionsfreundliches Umfeld“ seien „flexible Lösungen für Wagniskapital sowie Firmengründer erforderlich.“ Wettbewerbsfragen sollen demnach im internationalen Austausch geklärt werden.

Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hatte vor dem Treffen erklärt, Gegenseitigkeit müsse auch für die Rahmenbedingungen in der digitalen Wirtschaft gelten. Die G20-Gruppe, die für zwei Drittel der Weltbevölkerung sowie 80 Prozent des Handels und 90 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung stehe, sei der richtige Kreis, um ein gemeinsames Verständnis über Digitalisierung zu finden.

Mit Material der dpa

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Eine Reaktion
Martin
Martin

Vermutlich wird der Staat dann wieder Firmen subventionieren, die am Ende ordentlich beim Verbraucher abkassieren und damit kann man dann eigentlich nicht davon sprechen, dass es schnelles Internet für alle gibt. Hier sind zumindest unsere Politiker sicherlich zu lobbygesteuert.
Anders kann man das flächendeckende semi-kriminelle Verhalten unserer Telekommunikationsunternehmen ja nicht interpretieren.

Ich finde es immer noch traurig, dass es in Deutschland nur diese Fake-Flatrates im mobilen Bereich gibt, abgesehen vielleicht von der extrem teuren echten Flatrate der Telekom. Aber das ist vermutlich ein anderes Thema...

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