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Nach massiver Kritik: Samsung will Galaxy Note 7 umweltfreundlich entsorgen

    Nach massiver Kritik: Samsung will Galaxy Note 7 umweltfreundlich entsorgen

(Bild: Photomans / Shutterstock.com)

Ein detaillierter Aktionsplan ist es noch nicht, aber immerhin ein Zugeständnis: Nach massiver Kritik prüft Samsung Optionen, wie sich das Galaxy Note 7 umweltfreundlich entsorgen lässt.

Galaxy Note 7: Rückruf belastet Umwelt

Schon gleich nach der Ankündigung des Verkaufsstopps und der folgenden Rückrufaktion für das Galaxy Note 7 im Oktober waren Stimmen laut geworden, die vor einem Umwelt-Drama warnten. Schließlich muss Samsung Millionen der explosiven Geräte entsorgen. Bisher war kolportiert worden, Samsung wolle die Smartphones „sicher entsorgen“, also die wertvollen Inhaltsstoffe nicht recyceln. Nach erneuter massiver Kritik von Greenpeace ändert Samsung jetzt offenbar seine Strategie. Man prüfe Optionen, wie die Auswirkungen des Rückrufs auf die Umwelt reduziert werden könnten, sagte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Galaxy Note 7: Zum Image- kommt ein riesiger Umweltschaden. (Bild: Samsung)
Galaxy Note 7: Zum Image- kommt ein riesiger Umweltschaden. (Bild: Samsung)

Greenpeace zufolge entsprechen die 4,3 Millionen produzierten Galaxy Note 7, von denen aber nicht alle verkauft worden sind, rund 730 Tonnen „hochentwickelter Technik“. Enthalten sind in den Geräten etwa wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Gold, Palladium und Nickel. Allein um die benötigte Menge von 100 Tonnen Gold abzubauen, müssten 100.000 Tonnen Erze und Gestein gefördert werden, rechnet Greenpeace vor. Die Umweltschutzorganisation forderte Samsung daher auf, die wertvollen Materialien wiederzuverwenden.

Ebenfalls ein Umweltfaktor ist sicher die aufwendige Rückrufaktion. So dürfte die notwendige Vorsicht beim Einsammeln der defekten Smartphones zur Belastungsprobe für Umwelt und Geldbeutel werden. In den Paketen, die Kunden für die Rücksendung ihrer defekten Galaxy Note 7 erhalten haben, finden sich neben Handschuhen auch drei verschiedene Päckchen und eine Schutzverpackung. Der Transport der Pakete muss zudem über Land erfolgen, da sich Lieferdienste und Flugzeuggesellschaften weigern, die möglicherweise gefährliche Fracht zu transportieren.

Galaxy Note 7: Wiederverwertung nicht so einfach

Kosten in Milliardenhöhe kommen auf Samsung ohnehin schon zu. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass der Konzern sich aus Kostengründen weigern könnte, für ein Recycling der Geräte zu sorgen. Bisher ist es in vielen Fällen schlicht noch nicht möglich, die seltenen Stoffe aus einem Smartphone zu trennen und wiederzuverwenden. Daher sorgen Hersteller derzeit etwa durch Weiterverkauf für eine künstliche Ausdehnung der Lebensdauer der Geräte. Hinzu kommt, dass Samsung, solange die Ursache für den Produktionsfehler der Note 7 nicht gefunden ist, aus Sicherheitsgründen darauf verzichten muss, einzelne Komponenten in andere Smartphones einzubauen.

via www.zdnet.de

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