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Gebührenfreier Netflix-Konkurrent? Amazon bietet erstmals eine TV-Show kostenlos an

Gebührenfreier Netflix-Konkurrent? Amazon bietet erstmals eine TV-Show kostenlos an

Außerhalb des Prime-Angebots testet eine Eigenproduktion mit Werbefinanzierung. Video soll vorerst werbefrei bleiben.

Gebührenfreier Netflix-Konkurrent? Amazon bietet erstmals eine TV-Show kostenlos an

Amazon finanziert TV-Show durch Werbung

Die großen Streaming-Anbieter haben sich bisher auf Abo-Modelle verlassen, doch zumindest einer von ihnen experimentiert jetzt mit kostenlosen Inhalten. Amazon stellt erstmals eine Eigenproduktion seines Video-Angebots auch außerhalb des kostenpflichtigen Prime-Dienstes zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Reality-Serie „The Fashion Fund“.

Statt der Finanzierung durch Abo-Gebühren hat sich Amazon testweise bei „The Fashion Fund“ für die Einschaltung von Werbung entschieden. Zuvor hat der Online-Händler nur ausgewählte Folgen von Serien als Teaser kostenlos abrufen lassen.

Amazons Marktmacht ist unübersehbar. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Amazon könnte ein Video-Angebot abseits des Prime-Abos aufbauen. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Interesse der Werbekunden und Akzeptanz der Nutzer

Amazon bestätigt, dass die erste kostenlose TV-Serie ein Experiment für seine Kunden sei. Der Konzern will dadurch testen, ob sich die Eigenproduktionen durch Werbung finanzieren lassen und ob die User diese auch annehmen. „The Fashion Fund“ wurde deshalb für den Test ausgewählt, weil viele Werbekunden an der Serie interessiert waren. Gleichzeitig betont Amazon, dass Prime Video werbefrei bleiben wird.

Der Streaming-Anbieter könnte also zusätzlich zum kostenpflichtigen Prime auch einen kostenlosen Service aufbauen. Ein Vorteil dabei wäre die Reichweite, die Amazon außerhalb der Paywall generieren könnte. Schon jetzt geht der Online-Händler soweit, dass ausgewählte Produkte nur mehr für Prime-Kunden erhältlich sind.

via www.engadget.com

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2 Antworten
  1. von Mischfinanzierung ist ur-alt am 27.02.2016 (13:26 Uhr)

    In den USA, aber auch hier BEZAHLT man für KabelTV und muss trotzdem alle 8 Minuten!!! (1) Werbung gucken. Oder man bezahlt eine Zeitschrift/Zeitung UND HAT sogar noch GANZ-SEITIGE WERBUNG drin !!!
    Die guten Zeitungen kommen Mittwoch und Samstag kostenlos im Briefkasten. Oft von zwei Anbietern also 4 Stück. Bezahl-Abo-Zeitungen hingegen liefern 6mal pro Woche. Da ist die Wahl klar...

    Die ach so tollen und ach so neuen IT-Konzerne mit MIT-Stanford-Harvard-Boni-Manager-Diplomen realisieren jetzt plötzlich die jahrhunderte Alte Mischfinanzierung von Print bzw. TV durch Kunden-Bezahlung und Werbung.
    JETZT wo die Luft dünner wird strengen sich ganz plötzlich alle IT-Konzerne nach Jahrzehnten zum ersten Mal wirklich an. Danke rot-grün und Holding-Ketten-Gesetzgebung.

    (1) http://www.golem.de/news/don-daglow-mehr-erfolg-bei-us-spielern-1208-93803.html vorletzter Absatz aber natürlich auch der mittlere Absatz...

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  2. von Walid Chaar am 01.03.2016 (17:23 Uhr)

    Der Verzicht auf Werbung bei eigens dafür produzierten PayTV Serien hat bei den Drehbuchautoren zur Verwendung längerer Spannungskurven und beim Zuschauer zu einem neuen Serienerlebnis geführt (z.B. Game of Thrones, Ripper Street). Es wird wohl weiterhin beides geben - PayTV und werbefinanziertes Fernsehen.

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