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Gefährdet die Rentenpflicht für Selbstständige Existenzen?

Gefährdet die Rentenpflicht für Selbstständige Existenzen?

Ab 2013 soll sie kommen, die Rentenpflicht für Selbstständige. Was das für den Einzelnen bedeutet? Mehrbelastungen von mehreren hundert Euro im Monat in Form von Pauschalen. Das könnte für viele Selbstständige das Aus bedeuten und entsprechend laut wehren sich die Kritiker im . Eine E-Petition, die jeder zeichnen kann, soll das Ausbluten der Kreativwirtschaft verhindern.

Gefährdet die Rentenpflicht für Selbstständige Existenzen?

Die Mehrbelastungen in Form der Rentenpflicht für Selbstständige soll schon ab dem 1. Juli 2013 in Kraft treten. Der Vorstoß gefährdet besonders Selbstständige, die in der Kreativwirtschaft tätig sind, denn es handelt sich bei den Abgaben nicht um prozentuale Anteile des Einkommens, sondern um Pauschalbeträge. Wer die Rentenversicherungspflicht verhindern will, kann die entsprechende E-Petition zeichnen.

Die Bundesregierung plant eine Rentenpflicht für Selbstständige, die bereits am 1. Juli 2013 in Kraft treten soll.

Soll die Rentenpflicht für Selbstständige das System retten?

Jedes Jahr weist die Rentenversicherung einen Fehlbetrag von etwa 80 Milliarden Euro auf. Entsprechend ist der Rentenzuschuss der größte Posten im Haushalt des Bundesministerium Arbeit und Soziale. Bis jetzt waren einige Berufsgruppen inklusive der meisten Selbstständigen von der Pflichtversicherung ausgenommen. Für Selbstständige, die in der Künstlersozialkasse krankenversichert sind, gilt schon jetzt die Rentenpflicht. In den vergangenen 20 Jahren hat die Zahl der Selbstständigen um 26 Prozent zugenommen, so dass die Politik hier noch viel Potenzial zum Stopfen der Löcher in der Rentenversicherung zu sehen scheint.

Rentenpflicht für Selbstständige im Detail

Ein offizielles Papier des Bundesministerium für Arbeit und Soziales umreißt die wesentlichen Grundzüge des Konzepts für die Rentenpflicht für Selbstständige wie folgt (Auszug):

  • Die Altersvorsorgepflicht gilt für alle Selbstständigen mit Ausnahme von bereits anderweitig abgesicherten Personen.
  • Selbstständige im rentennahen Alter (über 50-Jährige) sowie nebenberuflich oder geringfügig bis 400 Euro pro Monat verdienende Selbstständige werden von der Vorsorgepflicht ausgenommen.
  • Die Pflicht zur Altersvorsorge gilt bis zur Grenze einer Basissicherung.
  • Die besondere Situation von Selbstständigen wird durch Möglichkeiten zur flexiblen Beitragszahlung und durch Beitragsfreiheit in der Existenzgründungsphase berücksichtigt. Durch Erleichterungen in der Einstiegsphase sollen Unternehmensgründungen nicht gefährdet werden.

Altervorsorge ja, aber bitte fair

Die Bundesregierung strebt für Selbstständige eine "Pflicht zur Altersvorsorge bis zur Grenze einer Basissicherung" an. Diese Basissicherung liegt derzeit bei einer monatlichen Mindestrente von rund 660 Euro im Monat und damit teilweise sogar unter dem Hartz-IV-Satz inklusive Wohngeld. Selbstständige haben allerdings ohnehin aufgrund ihrer Steuerzahlungen in das Sozialsystem einen Anspruch auf diese Mindestrente. Die geplanten zusätzlichen Beiträge erscheinen vielen Selbstständigen vor diesem Hintergrund als unfair.

Im Socila Web wehren sich Kritiker gegen die Rentenpflicht für Selbstständige.

Wie Deskmag vorrechnet, werden bei Berufseinsteigern im Alter von 22 Jahre zwischen 250 und 300 Euro im Monat fällig. Ältere Selbstständige müssen mehr bezahlen. Ein 30jähriger müsste beispielsweise monatlich bereits 305 bis 365 Euro berappen (bei einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren) und dazu kommen noch 100 Euro für die Absicherung gegen Erwerbsminderung. Das sind Beträge, die mancher Selbstständigkeit ein jehes Ende bereiten könnten.

Grundsätzlich ist nichts gegen eine allgemeine Altersvorsorge einzuwenden - es handelt sich sogar um ein sehr sinnvolles Konzept - aber die Entscheidung der Regierung, das Ganze für Selbstständige mit Pauschalbeiträgen zu regeln mutet befremdlich an. Bei normal Angestellten steigen die Mindestbeiträge schließlich prozentual mit dem Einkommen. Das heißt, Angestellt zahlen weniger, wenn sie weniger verdienen. Bei Selbstständigen ergibt sich mit der nun geplanten Rentenversicherungspflicht in ihrer jetzigen Form ein grotesk gegenteiliges Bild: Je weniger man als Selbstständiger monatlich verdient, desto höher fallen prozentual die Beiträge aus.

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20 Antworten
  1. von Steven am 14.05.2012 (14:01 Uhr)

    Ich benutze ja normalerweise äußerst ungern Internet-Slang, aber DAFUQ?

    Der Krankenversicherungssatz für Selbstständige ist schon horrend genug. Nicht zu vergessen die Tarif-Einstufungen die im Endeffekt davon ausgehen, dass Selbstständige durch Anmeldung eines Gewerbes automatisch Millionen verdienen. Das Bild vom Selbstständigen scheint auch hier das Problem zu sein.

    Ist unterschrieben.

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  2. von Daniel am 14.05.2012 (14:19 Uhr)

    Angesichts solcher Beiträge wird man eh maximal auf die Grundsicherung kommen, insofern ist dieser Plan nichts weiter als eine Ungleichbehandlung verschiedener Berufsgruppen, da man für kaum mehr als eine Grundsicherung Beiträge zahlt, die in keinem Verhältnis zur Leistung stehen. Es reicht ja schon, wenn man bei der Krankenversicherung bei Verzug ruckzuck in der Notfallversorgung landet, aber natürlich weiter der volle Beitrag berechnet wird.

    Fairness funktioniert anders...

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  3. von exe am 14.05.2012 (14:39 Uhr)

    Im Socila Web wehren sich Kritiker gegen die Rentenpflicht für Selbstständige.

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  4. von Ralf am 14.05.2012 (15:09 Uhr)

    Gezeichnet...

    Alle Mitmachen und weitersagen, auch an die, die selbständig sind und nicht T3N lesen.
    (Nachbar, Freunde...)

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  5. von Frank Delventhal am 14.05.2012 (15:41 Uhr)

    Ich habe auch schon gezeichnet, das die Idee ist eine echte Innovationsbremse. Selbstständig heißt das wir uns um unseren Kram alleine kümmern können. Da brauche zumindest ich keinen der mich wie einen kleinen Buben an die Hand nimmt.
    Ich denke das das Gesetzt auch eher die Schwarzarbeit fördert, da hier auf einmal die Hemmschwelle sich selbstständig zu machen künstlich erhöht wird.

    Wenn diese Bestimmung schon damals gegolten hätte, wäre ich jetzt ggf. auch nicht selbstständig ... nun wo der Laden läuft, sichere ich mich schon selber ab. Mir ist ja klar das ich irgendwann einmal ein Greis bin wohl nicht mehr arbeiten kann (oder will) und irgendwann auch sterben werden, das gehört halt zum Leben dazu.
    Danke aber das brauche ich keinen der mir reinquatscht. Meine Entscheidungen, mein Risiko zum Guten sowie zum Schlechten.

    Auch wenn ich nicht mehr davon betroffen bin (sorge mit entsprechend Geld vor), fühle ich mich all denen verbunden, die den Arsch in der Hose haben was auf die Beine zu stellen! Daher bin ich auch sehr dafür diesen Entwurf im Keim zu ersticken. Diejenigen die sich neu Selbstständig machen, werden schon selber vorsorgen, sowie diese erst einmal "über den Berg" sind. (Unternehmer sind ja nicht grundsätzlich blöd, oder?)

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  6. von Daniel am 14.05.2012 (15:48 Uhr)

    @ Stephan Rose: Der Unterschied ist aber der, dass Du einen Prozentsatz vom Gehalt zahlst und nicht einen Fixbetrag, egal was Du verdienst. Was würdest Du sagen, wenn Du z.B. 1800 Euro brutto verdienen würdest, aber davon mindestens 300 Euro Krankenkasse plus 300-350 Euro Rentenversicherung und dann noch Steuern zahlen müßtest? Richtig: Du würdest vermutlich eher Arbeitslosengeld beantragen. Können Selbständige aber nicht, die bekämen maximal Hartz IV und planen daher auch ein paar schwache Monate ein, für die man was auf Seite legt. Aber wenn man dann noch monatlich weitere Kosten einkalkulieren muss, wird es natürlich enger bzw. man muss in der restlichen Zeit mehr schaffen. Und wofür? Für eine Grundsicherung, falls es im Alter nicht reicht? Na danke!

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  7. von Subven tionen am 14.05.2012 (16:04 Uhr)

    Die (von mir schon vor Jahren vermutete) Armutsrente zeigt sich wohl langsam.
    Und das vielleicht immer mehr Leute (niedrigverdienende) Zwangsfreiberufler sind, wird also auf diese Weise behandelt. Die taz hatte (nachdem ich das Problem schon vor Jahren erkannte und IT-Gewerkschaften teilweise auch schon ewig erfahrungs-Gruppen dafür haben) vor einigen Monaten das Thema Werkverträge als Tarnung für Scheinselbständigkeit endlich mal auf den Tisch gebracht. ITler kennen das Thema also schon ewig. Handwerker lernen es jetzt kennen. Eigentlich sollten Selbständige den Mindestlohn nehmen müssen! Dafür gibts dann anonyme Statistiken vom Finanzamt wo die Auftraggeber ja die Aufträge melden um sie steuerlich abzusetzen. Wenn also ein PHPler nur 20 Stunden pro Woche arbeitet sieht man das an seiner Statistik und es dürfen keine neuen PHPler ausgebildet werden bis die Lebenslöhne stimmen. Die Gewerkschaften interessieren sich überwiegend für Haustarifs-Unternehmen welche die Lohnstatistiken optisch nach oben ziehen während die echte Arbeit in den kleinen Klitschen oder (Zwangs)Freiberuflern zu viel geringeren Löhnen stattfindet.

    Viele Konkurrenten zahlen nichts nirgendwo ein. Allerdings sitzen die auch gern im Ausland.
    Was macht man in Jahren ohne Einnahmen ? Bei der Krankenversicherung eine Mindestmenge (150 Euro im Monat glaube ich) zahlen zu müssen ist ok, weil die ja bezahlen würden wenn man krank wird. Bei Rente halte ich das für fragwürdig und man müsste besser mal dafür sorgen, das keine nicht unterschreibbaren Verträge (Telepolis hatte das Thema neulich mal) und existenzvernichtenden Abmahnungen und Trivialpatente die Arbeit verhindern. Leider organisiert keiner eine wahre Lohnstatistik der IT-Branche. Dann würden viele sich ihr IT-Studium hoffentlich noch mal überlegen. Macht doch mal eine Statistik der Stellen-Ausschreibungen. Da sind viel zu viele geringbezahlte Praktikanten-Stellen für Informatiker.

    Die Niedrigpreiser unter 20 Euro haben auch keine günstige ITler-Sozialkasse. Künstler und Medienstudenten usw. kriegen hingegen die günstige Künstler-Sozialkasse. Leider zwingt die aber keiner, in guten zeiten für schlechte Zeiten sparen zu müssen.

    Per se wäre es auch nicht schlecht, wenn man z.b. 19% der Umsätze zurücklegen müsste! und erst beim Verbrauch versteuert. Dann müsste es aber auch vor Trivialpatenten, der Exfrau u.ä. geschützt sein. Denn die Gemeinschaft wird dadurch (das man sich sein persönliches Hartz4 in guten Zeiten selber als Schutzvermögen anspart) vor Zahlungen geschützt was mehr wert ist als der dritte Abmahn-Porsche oder Faltenspritzen für die Exfrau. Macht mal eine Liste von armen Künstlern die mal viel Geld hatten und jetzt normalen Leuten die Jobs "wegnehmen" oder uns auf der Tasche liegen. Das sollte jedem überzeugen, Zwangs-Sparen einzuführen. Aber bitte nicht in Schrott-Immobilien, Schrott-Aktien, Schrott-Crowd-Funding, Schrott-Fonds usw. Das man die Geldmenge nach oben deckelt sollte klar sein.
    Aber wenn ein Kunde die Rechnung erst im Januar bezahlt oder Druck macht und im Dezember schon eine Anzahlung leistet ist man steuerlich durch Progression schlechter behandelt als bei gleichmäßigen Einnahmen. Aber das Thema interessiert auch keinen. Das Finanzamt sollte fiktiv so besteuern als ob man die Einnahmen der letzten 3(? Lohnarbeit), 7 (? Vermietung von Immobilien) bzw. 10 (Selbständig) Jahren durchschnittlich eingenommen hätte. Cash-Flow-Genau. Die Jahre sind die Verjährungs-Zeiträume aus dem Gedächtnis zitiert und vielleicht mit Aufbewahrungsfristen (die damit aber oft übereinstimmen) durcheinander gebracht.

    Hat mal jemand berechnet, wie viel zukünftige Rentner-Ersparnisse durch den neuen Markt verloren wurden und viel viele Tage man deshalb später in Rente gehen muss ? Und wie viele Tage später wir wegen welcher Koalitions-Milliarden-Schulden in Rente gehen müssen ?

    Solche Themen interessieren leider niemanden. oder erst wenn es zu spät ist. Und Lösungen von Leuten die Neuen Markt, Immobilien-Blase, Banken-Krise, Euro-Krise natürlich nicht verursacht aber völlig verschlafen haben, sind erwartungsgemäß auch wohl wenig hilfreich und füllen vielleicht falsche Taschen. M&A und Börsengänge haben die Taschen der Berater und Banken aber meist nicht meine Taschen als Kleinaktionär gefüllt.

    Die SAP-Berater mit 150 Euro Stundenlohn und 2000 Euro Tagessätzen im Rolex-Luxus-Flieger und Porsche-Maybach-Club-Mitgliedschaft wissen überhaupt nichts von der Freiberufler-Pyramide und das ihre Einnahmen vielleicht oft genug auf 20-Euro-...(beliebte Programmiersprache die Basic abgelöst hat)lern und 10-Euro-Screen-Designern basieren, deren Armutsrenten man heute schon abschätzen kann.

    Leider baut niemand eine Lohnstatistik um das mal aufzudecken und vor manchen unrentablen Studiengängen abzuschrecken. Manche Branchen haben ja jahrelanges (rentenbeitragsfreies) Praktikantentum nachdem man schon jahrelang (rentenbeitragsfrei) studiert hat.

    Die Künstlersozialkasse füllt die geringeren Einnahmen durch Seitenstreams von Veranstaltungen u.ä. auf. Da gabs z.b. mal Klagen ob für Auftritt von Dieter Bohlen (nicht von Dieter Bohlen selber) vom Veranstalter (RTL?) Geld an die Künstlersozialkasse zu bezahlen wäre. Im Prinzip würde die IT-Sozialkasse also arme ...ler/h, verarmte IE5-Optimierer, Basic-Frickler, ... durch Anteile an den M$ und SAP-Lizenzen durchschleppen.
    Aber von einem Land das Studenten-Anmeldungen nicht verwaltet kriegt, ist wohl wenig zu erwarten... . Was ein Glück das deutsche Groß-IT-Projekte so erfolgreich und profitabel für die Teilnehmer verlaufen.

    t3n sollte sich angewöhnen, aktiv korrekt zu berichten. Solche Themen finden oft in Tageszeitungen statt und werden einseitig unter Weglassung relevanter Dinge berichtet. Sowas sollte man hier nicht tun und immer nachfragen und mitdenken. Z.b. ob es einen Zwangs-Mindest-Abgabe gibt. Oder ob Hausvermieter das auch zahlen müssen ? Aus Gerechtigkeit wären es 19% bzw. 19% abzüglich dessen was man in andere erlaubte Renten-Substitute (Riester, Rürup, Hauskauf, Aktien aber nur zum 10tel Kaufpreis bewertet,...) steckt. Wenn man alt genug ist und Opa von Mitternachtsnotaren und Schrottimmobilien-Verkäufern und man selber vom neuen Markt seine Ersparnisse verloren hat oder ständig verarmte Künstler berichten, wie sie damals ganz Ex-Ostdeutschland neue Wohnungen steuersubventioniert finanziert haben und die Wohnungen im TV zeigen und uns erzählen das wir sie mit Hartz4 durchfüttern müssen, weiss man das. Die Mehrheit weiss das aber anscheinend nicht und fällt immer wieder auf sowas rein.

    Ganze Länder in Diktaturen werden von der Baumafia ausgeplündert. Schon seit ewig.

    Wenn die EU sowas festlegen würde, wäre auch sinnvoll. Für alle Arbeiter und Selbständige Europaweit. SWIFT kennt die Cash-Flows und sorgt dann dafür. Gerecht und klar vorgerechnet so das jeder zufrieden ist. Als die Eltern die Geburtstagsgeschenkseinnahmen verwalteten hatte man es warm, wurde gefahren und hatte immer was zu Essen auf dem Tisch. Das haben Armutsrentner mit selbstverwalteten Einnahmen oder Neue-Markt-Penny-Stocks nicht. Wie gesagt muss man es vor Verschwendung und Miswirtschaft schützen.

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  8. von Erik am 14.05.2012 (16:54 Uhr)

    Die Frau will sich wohl rächen, die alte Zensursula. Hab gezeichnet. Andere, wichtigere Themen werden verdrängt.
    Achtung, die will dass sie Szene sich mit sich selber beschäftigt um ihren anderen Mistkram durchzudrücken.

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  9. von Richard Ludwig am 14.05.2012 (18:41 Uhr)

    Man muss sich doch nicht über solche Maßnahmen der Regierung wundern. Es wird doch überall
    betrogen, warum nicht auch mit der Rentenpflicht.
    Wenn jemand fleißig und erfolgreich selbständig ist, zahlt er doch schon Unsummen an Steuern an
    das Finanzamt .
    Soll doch das Finanzamt den Rentenpflichtanteil aus den gezahlten Steuern übernehmen, das
    wäre gerecht.

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  10. von Thomas am 14.05.2012 (18:56 Uhr)

    Als Frelancer habe ich prinzipiell nichts gegen die Rentenpflicht. Leute, das sind eure Eltern und Großeltern, die das Geld erhalten. Ich zahle ein. Blöd ist nur das märchen, dass wir da jemals was wieder raus bekommen werden. Das System des Umlageverfahrens ist dank der demographischen Wende tot. Wir wissen das, die Regierung weiß das und trotzdem lügen sie sich munter in die Tasche.

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  11. von Dennis Farin am 14.05.2012 (20:54 Uhr)

    Schon traurig wie billig hier wieder versucht wird das schlechte wirtschaften der Politiker aufzufangen. Nachdem große und zahlungskräftige Unternehmen mit der Gewerbesteuer vertrieben werden kommen nun die kleinen selbstständigen dran weil sonst keiner mehr da ist.

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  12. von Peter Pötsch am 14.05.2012 (21:02 Uhr)

    Leider wieder eines der Themen bei dem man sich als Selbstständiger richtig verascht vorkommt. Denn die Krankenversicherung mit seiner Eintrittshürde ist schon Gift für den ersten Schritt in die Selbständigkeit und schreit nach Ungerechtigkeit. Und bestraft alle diejenigen, die ein schlechtes Jahr hatten. Und jetzt bei der Rente das gleiche. Bestraftung aller die nicht die gutes Geld machen.
    Warum müssen denn Selbstständige ihren Steuerbescheid bei der Krankenversicherung abgeben, wenn man dann doch nicht mit den gleichen Prozentsatz wie Angestellte abrechnet? Das wäre auch das gleiche Modell bei der Rente, was ich gerechte fände. Aber legt doch bitten nicht denjenigen Steine in den Weg, die auch ihr Berufsleben in die Hand nehmen wollen! Eigenverantwortung abgewürgt nenne ich das. Und gerade das Gegenteil braucht dieses Land.

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  13. von conny am 15.05.2012 (13:14 Uhr)

    Habe soeben gezeichnet. Schließlich habe ich mich damals bewusst entschieden, aus diesem System auszusteigen und mich selbständig zu machen. Kommt die Rentenbeitragspflicht, kann ich mich auch wieder anstellen lassen...

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  14. von alfalfa am 15.05.2012 (14:11 Uhr)

    Vor Jahren hat man die Sozialversicherungsbeiträge für viele Arbeitgeber abgeschafft. Man hat
    viele Kleinstselbstständige geschaffen. Jetzt werden Minihonorare statt Gehälter gezahlt.
    Da jetzt Einnahmen fehle, hat man eine Krankenversicherungspflicht eingeführt. Nun
    kommt noch eine Rentenversicherungspflicht hinzu - tolle Umverteilung von unten nach oben.
    Warum holen die Schlaumeier in Berlin nicht von denjenigen das Geld in Form von höheren
    Steuern, die sich bisher die Taschen vollgestopft haben.
    Diese Scheisse hat die SPD schon begonnen und die CDU vervollkommet dies nun.
    Hauptsache faule Angestellte des Staates haben regelmäßig Gehaltserhöhungen.
    Man sollte Politiker mit Honoraren bezahlen, welche ein Drittel der heutigen Bezüge abdecken.
    Hauptberuf "Politker" sollte nicht mehr existieren und per Gesetz verboten werden.
    Wenn man sich persönlich vor Wahlkämpfen mit Politikern unterhält, wundert man sich von welch geistigem Niveau man regiert. wird.
    Leider ist Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein Märchen aus vergangenen Tagen.

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  15. von Robin am 15.05.2012 (15:19 Uhr)

    Wo ist das Problem. Als Selbstständiger Werbekaufmann zahle ich bereits in die Künstlersozialkasse ein, obschon keiner in meinem Betrieb dort versichert ist. Das kann ich dann prima zusammen überweisen.
    In meinem Gastronomiebetrieb reiße ich meine vollverglaste Raucherlounge ein, weil ja irgendwelchen hirnlosen Aushilfspolitikern nichts besseres einfällt als Gesetze zu erlassen, die den Bürger viel Geld kosten um diese dann wenige Jahre später zu widerrufen um einen weiteren Schaden zu verursachen. Das sollte ich mal mit deren Geld versuchen. Für mich kann sich solch ein Verhalten nur auf Korruption oder Dummheit stützen. Da sollen die Alten doch mal nachdenken warum junge Menschen so politikverdrossen sind. Nein, die kiffen nicht alle! Die haben einfach mehr im Kopf und halten den gesammelten Schwachsinn nicht aus. Gerne würde ich Hannelore Kraft mal in der freien Wirtschaft sehen (Politiker anderer etablierter Parteien übrigens auch). Die würde sich mit einem solchen Verhalten derart abschießen, dass sie auf Lebenszeit keinen Job mehr fände. Und nun die Pflichtrente ... Was, wenn ich bereits mit großen monatlichen Verpflichtungen für meine Rente Sorge trage. Soll ich jetzt langjährige Verträge brechen, um mich in die Pflichtrente zwingen zu lassen? Die Bevormundung und offensichtliche Sauerstoffunterversorgung von Politikergehirnen geht mir voll auf den Sack!!!

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  16. von olaf am 15.05.2012 (18:38 Uhr)

    danke dafür. Jetzt machen wir die 50.000 voll.

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  17. von Alex am 15.05.2012 (23:31 Uhr)

    Fragen Sie Ihre Kunden, was folgender Gedanke in Ihnen auslöst: "Die Bundesregierung hat beschlossen, dass ALLE Selbstständigen absofort in die GRV einzahlen müssen. Ich auch. Daher muss ich meinen Stundensatz um 25% erhöhen. Ansonsten kann ich Sie nicht mehr weiter beteuen." Was löst dieser Gedanke in Ihnen aus?

    Wenn man gut ist und Experte auf seinem Gebiet ist, so würden die meisten Kunden mitmachen. Also haben wir doch kein Problem.

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  18. von Hugu am 16.05.2012 (14:46 Uhr)

    @ Alex: kann sein dass die guten Kunden da mitgehen. Aber eben nur bei den echten Experten unter den Selbstständigen. Alle Leute im erweiterten Dienstleistungsbereich, vom hausmeisterservice bis zu Eventmanagement und was noch alles, hätten einen brutalsten Preiskampf:
    - untereinander
    - mit Anbietern aus Nachbarländern
    - mit Schwarzarbeit
    - mit Zeitarbeitsfirmen und Konzernen mit Aldi-Taktik

    --> keine allgemein guten Aussichenten für die dezentrale, freie Wirtschaft.

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  19. von Rudi am 27.05.2012 (23:55 Uhr)

    Egal was man davon hält bedeutet es etwas sehr erschreckendes:

    1. Der Selbständige muss mehr verdienen und versteuern, damit er das bezahlen kann. 300 Euro nach Steuern sind sagen wir mind. 400 Euro Gewinn, mit Umsatzsteuer 476 Euro Gewinn, nach Kosten etc mindestens 1000 Euro Bruttoumsatz.

    2a. Die 400 Euro Gewinn kann er nicht ins Unternehmen investieren um sich weiter zu entwickeln.
    2b. Wenn der Staat Konjunkturprogramme auflegt, hat der kleine hier vor Altersarmut schützenswerte Selbständige nix davon - wo sollen die zusätzlichen 1000 Euro Mindestumsatz also herkommen?

    3. Wer vorher schon etwas anlegen konnte kann entsprechend umleiten, wer nicht...

    4. Der Staat ist also der Meinung, dass das Geld im Rentensystem besser aufgehoben ist als in den Unternehmen. Selbst die Rendite von 5% sollte jeder Unternehmer weit übertreffen. Was hält der Staat also von den Unternehmen?

    5. Wir haben also ein massives strukturelles Problem

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  20. von Dirk P am 01.06.2012 (18:12 Uhr)

    Bitte teilt den Aufklärungslink gegen den ESM-Vertrag mit euren Freunden, Bekannten auf Facebook (an die Pinnwand des Freundes posten), per Mail und so weiter - die Zeit wird knapp, umso mehr sich darüber informieren, um was es sich bei diesem diktatorischen Ding handelt, umso besser!

    Hier der Link zu dem Video auf YouTube

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

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