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Infrastruktur

Rolle rückwärts: Amazon bringt Verschlüsselung auf seine Fire-Tablets zurück [Update]

    Rolle rückwärts: Amazon bringt Verschlüsselung auf seine Fire-Tablets zurück [Update]

(Bild: Amazon)

Amazon hat die Verschlüsselung seiner Fire-Tablets mit dem Update auf Fire OS 5 entfernt. Die neue Version des Android-Forks ist schon seit einer Weile im Umlauf, erst jetzt aber ist die Entfernung der Sicherheitsmechanismen aufgefallen.

Update vom 05. März 2016: Amazon hat nur einen Tag nach dem Medienrummel um die Entfernung der lokalen Datenverschlüsselung auf den Fire-Tablets angekündigt, das Feature wieder zurückzubringen. Im Laufe des Frühlings soll ein entsprechendes Software-Update für Fire OS 5 verteilt werden, so Amazon gegenüber engagdet.

Amazon Fire Tablets: Seit Fire OS 5 ohne Verschlüsselung des lokalen Speichers

Schon im letzten September hat Amazon seiner Fire-Tablet-Reihe ein Hardware-Upgrade verpasst. Die Modelle kommen mit Amazons hauseigener Android-Version Fire OS 5, die auf Android 5.1 Lollipop basiert, aber optisch kaum etwas mit Googles OS zu tun hat. Während Android 5.1 Lollipop mit der Möglichkeit der Speicherverschlüsselung ausgerüstet ist, hat Amazon sie allerdings außen vor gelassen.

Amazons Kindle-Fire-Tablets mit Fire OS 5 fehlt die Verschlüsslung für lokale Daten. (Foto: Amazon)
Amazons Kindle-Fire-Tablets mit Fire OS 5 fehlt die Verschlüsslung für lokale Daten. (Foto: Amazon)

Wie erwähnt, ist Fire OS 5 schon eine Weile im Umlauf, aber erst jetzt wurde die Entfernung der lokalen Speicherverschlüsselung bekannt. Wie David Scovetta, Besitzer eines Fire-Tablets, auf Twitter schreibt, kann ein Software-Update von Fire OS 4 auf Version 5 nicht durchgeführt werden, wenn verschlüsselte Daten auf dem Gerät gespeichert sind. Der Grund dafür ist besagte fehlende Daten-Verschlüsslung auf der neuen OS-Version. Auch anderen Fire-Tablet-Besitzern ist die fehlende Verschlüsselung negativ aufgefallen. Nutzern, die weiterhin ihre Daten auf ihren Fire-Tablets verschlüsseln wollen, bleibe nur die Möglichkeit, das Update nicht durchzuführen.

Fire OS 5 ohne lokale Verschlüsselung: Amazon sieht kein Problem darin

Ein Amazon-Sprecher begründete im Gespräch mit Ars Technica den Schritt damit, dass das Feature von den meisten Nutzern nicht verwendet worden sei. Der Sprecher sehe zudem kein Problem hinsichtlich der Sicherheit der Nutzerdaten, denn die Kommunikation zwischen den Amazon-Cloud-Diensten und dem Tablet entsprächen Amazons hohen Standards für Privatsphäre und Sicherheit – inklusive einer angemessenen Verwendung von Verschlüsselung. Amazons Fire-Tablets sind zwar primär auf den Gebrauch von Cloud-Diensten ausgelegt, sodass Kunden womöglich wenige Daten auf den Geräten ablegen, dass sie aber letztlich der Möglichkeit beraubt wurden, ihre lokalen Daten nicht zu verschlüsseln, dürfte für viele Nutzer nicht nachvollziehbar sein, zumal die Funktion ohnehin in Android 5.1 „eingebacken“ ist.

Fire OS 5 Bellini soll trotzdem sicher sein. (Bild: Amazon)
Fire OS 5 Bellini soll trotzdem sicher sein. (Bild: Amazon)

Interessant in diesem Kontext ist, dass Amazon sich im aktuellen Streit zwischen Apple und dem FBI um eine leichtere Entsperrung von iPhones auf die Seite des Konzerns aus Cupertino gestellt hat und Apple, neben Google, Microsoft und anderen, mit einem sogenannten Amicus-Brief öffentlich unterstützt.

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3 Reaktionen
CPU-Cores
CPU-Cores

Wer Bilanzieren muss oder sich als Oppositioneller oder mit der falschen Religion im falschen Land lebt, will sich nichts unterjubeln lassen und surft lieber transparent und nutzt keine Email-Verschlüsselung weil er nichts zu verstecken hat.

Wer in der DDR aufgewachsen ist weiss, wieso es Leute gibt, die transparent agieren.

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SSLfreak
SSLfreak

Alle möglichen neuen Systeme setzen auf Verschlüsselung und selbst bei den Webseiten wird SSL mittlerweile immer häufiger eingesetzt (auch weil Google und Co das pushen). Wenn Amazon mit den eigenen Systemen da nicht mit macht, ist das mehr oder weniger ein Todesurteil für die Fire Plattform, weil es zuerst zum Label Fire = Unsicher führt und dann hin zu Fire = billig.

Dabei müsste man doch selbst nicht mal viel machen Android als Grundplattform bringt ja eigentlich schon alles mit ...

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CPU-Cores
CPU-Cores

Wie viele Cores (und evtl welche AES-Befehle) haben die alten Modelle bzw. deren CPUs denn ? Davon hängt wohl vermutlich sehr ab ob die Verschlüsselung nervt weil sie das Gerät zu langsam macht oder nicht.
Windows ist sehr Festplattenlastig. Android vielleicht auch und daher war das One+ und die aktuellen High-End-Android-Modelle verschiedener Hersteller mit 3-6 GByte RAM ausgerüstet.

Trotzdem sollte man es einschaltbar machen.
Das Grundproblem von PGP, Verschlüsselten Emails usw ist aber immer noch die Verpackung. beim Auto machen die Steuergeräte und früher mechanische Systeme alles. Ein Deutscher erfand damals die Einschaltung per Elektro-Motor weil man sich vorher teilweise den Arm brechen konnte beim "An-Kurbeln" der Benzin-Motoren. Verschlüsselung ist unnötig kompliziert. Die User-Interfaces sind oft so unverständlich wie bei Settopboxen oder TV-Geräten wo erst ShowView (siehe Wikipedia) den Rentnern und Hausfrauen bequemes Aufnehmen ermöglichte.

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