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Ohne Karte, ohne Pin: CitiGroup testet Geldautomat mit Augenscanner

Ohne Karte, ohne Pin: CitiGroup testet Geldautomat mit Augenscanner

Wie war noch gleich die Pin meiner Kreditkarte? 3788, oder 8377? Mit diesem Problem müsst ihr euch künftig nicht mehr rumplagen – zumindest, wenn es nach dem Automatenhersteller Diebold und der CitiGroup geht. Anstelle der Pin können sich Kunden der Bank bald optional per Augenscan identifizieren – nicht mal eine Giro- oder Kreditkarte sind noch nötig.

Ohne Karte, ohne Pin: CitiGroup testet Geldautomat mit Augenscanner

(Bild: Diebold)

Geldautomat mit Iris-Scanner: Testlauf bei der CitiGroup

Der Hersteller Diebold setzt bei seinem neuen Geldautomaten „Irving“ auf das Bring-your-own-Device-Prinzip (BYOD). Im Unterschied zu den handelsüblichen Automaten fehlen bei „Irving“ sowohl Display, Pin-Pad als auch auch der Einschub für die Bankkarte. Um Geld abheben zu können, muss der Kunde sein Smartphone parat und eine entsprechende App installiert haben. Identifikation und Abhebungsprozess laufen darüber, das Geld kommt wie gehabt aus dem Automaten.

Der Kommunikationsaufbau zwischen Geldautomat und Smartphone findet über NFC statt – eine Technologie, die auch bei Zahlungsterminals in Ladengeschäften zu finden ist. Die Autorisierung, um auf das eigene Konto zugreifen zu dürfen, läuft entweder per QR-Code oder biometrischem Verfahren, denn die Smartphone-Kamera kann die Iris des Kunden zur Identifizierung  scannen. Nach Angaben des Herstellers soll es durch das neue Verfahren möglich sein, den gewünschten Geldbetrag innerhalb von nur zehn Sekunden in Händen zu halten. Bei handelsüblichen Geldautomaten dauert es, wie wir wohl alle wissen, weit länger.

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Diebold „Irving“: Dieser Geldautomat besitzt weder Display noch Karteneinschub. (Bild: Diebold)

Irving: Geldautomat mit Smartphone-Steuerung

Laut Bloomberg sieht Diebold bei diesem Banking-Verfahren ein geringeres Risiko des Diebstahls der Kontodaten via Kartenskimming, schließlich muss man seine Bankkarte nicht in einen möglicherweise manipulierten Automaten schieben. Auch das mitlesen des Pin-Codes über eine angezapfte Kamera des Geldautomaten sei nicht möglich.

Angesichts dessen, dass Smartphones einen immer wichtigeren Teil in unserem Leben einnehmen und, laut Analysten von Javelin Strategy & Research, die Nachfrage nach einfachen Bankinglösungen für Mobilgeräte zwischen 2013 bis 2015 von fünf auf 13 Prozent angestiegen ist, klingt der Geldautomat von Diebold nach einem konsequenten Schritt. Nichtsdestotrotz scheint die CitiGroup es mit der breiten Bereitstellung der neuen Geldautomaten nicht sonderlich eilig zu haben – man werde sie vorher umfassend testen. Ob regelmäßige biometrische Scans bei Kunden positiv aufgenommen werden, steht auf einem anderen Blatt.

via www.engadget.com

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Eine Antwort
  1. von Nixdorf-Übernahme geplant am 27.10.2015 (18:52 Uhr)

    Diebold hat wohl ein Übernahmeangebot für Wincor-Nixdorf (früher Siemens-Nixdorf) abgegeben.

    Die USA kriegen dann also Fotos von jedem der Geld abhebt oder (das geht bei manchen Automaten bzw. manchen Banken auch für Kleingeld) einzahlt.

    Verbrecher, Kriegsverbrecher, Leute die wegen Schulden per Haftbefehl international (z.b. auf Mallorce) gesucht werden und natürlich auch Alimente-Preller sind also mit Ort und Zeit und Kontostand bekannt. Also schon mal besser als bei Heisenberg-Unschärfe wo man nur eins von beidem weiss.
    Trotzdem wird die Möglichkeit nicht genutzt und mit den Fotos immer nur (manchmal dank Datenfehlern nur angebliche) EC-Karten-Diebe gesucht und das Verbrechen wächst...

    http://www.t-online.de/eltern/erziehung/alleinerziehend/id_42797476/alleinerziehende-schlechte-zahlungsmoral-bei-unterhaltspflichtigen.html


    Man erkennt also glasklar das das Geld flüssig ist. So wie damals vor dem Crash.
    Google usw. müssen also sehen das sie nicht aus der Portokasse aufgefkauft und wie die meisten Käufe dann beendet werden oder sich dann jahrelang kaum weiterentwickeln wie z.b. Skype oder Paybal (beide unter Ebay) oder die meisten Google- und Yahoo- und Amazon-(z.B. IMDB)-Übernahmen.
    Und so kleine Marktführende ("Weltmarktführer") Unternehmen kann man dann aus der Portokasse aufkaufen. Glühbirnen gibts z.b. von Chinesen, von Philips und von Osram. Bosch für Auto-Elektrik. Schaeffler/INA für den Antriebsstrang. Oder jetzt neulich nicht mehr Chip-Ausrüster für Intel, TSMC, Globalfoundries,... sondern nur noch 3 Anbietern dank Übernahme.

    Wenn z.b. Tesla von Apple übernommen wird, kommt das Elektro-Auto fürs Volk gar nicht oder 5-10 Jahre später als 2017 (wie es wohl aktuell für das günstige 35.000-Modell geplant ist). Und die Ölscheichs freuen sich...
    Freier Markteintritt ist Basis des Kapitalismus. Wo es keinen freien Marktzugang gibt, ist kein Kapitalismus. Die Folgen sieht man an den Telefon- und Internet-Kosten.

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