Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Karriere

Fast ein bisschen langweilig: Harvard-Studie zeigt, was die Generation Y wirklich will

    Fast ein bisschen langweilig: Harvard-Studie zeigt, was die Generation Y wirklich will

Was die sogenannten Millenials oder auch die „Generation Y“ vom Leben erwartet? Offenbar sind die 18- bis 29-Jährigen weniger versessen darauf, bekannten Gründern nachzustreben oder ihr eigenes Unternehmen zu gründen, als man denken könnte.

Mark Zuckerberg ist kein Vorbild für die Generation Y

„Why millennials may not produce many more Mark Zuckerbergs“, lautet die Schlagzeile der Washington Post, die zusammen mit der Harvard-University eine Befragung von 2011 erwachsenen US-Amerikanern zwischen 18 und 29 durchgeführt hat. Die Ergebnisse zeigen, dass die Generation Y weniger Gründergeist hat, als es den Anschein macht, wenn man sich das Alter bekannter Startup-Gründer anschaut und verblüffende Gründungsgeschichten von Anfangzwanzigern in den Medien liest.

Die Schlagzeile der Washington Post bezieht sich auf die Frage, welche der vier Personen Steve Jobs, Elon Musk, Mark Zuckerberg und Donald Trump die Befragten am meisten bewunderten. Nur elf Prozent gaben Mark Zuckerberg an. 41 Prozent gaben außerdem an, dass sie keinen der vier Unternehmer bewunderten.

Generell scheint eine aufstrebende Karriere, deren Erfolg sich allein am Gehalt festmacht, keineswegs oberste Priorität zu haben. Stattdessen stehen bei der jungen Generation – überraschend traditionell – Zeit für Freunde und Familie im Vordergrund.

(Foto:Shutterstock)
Oberste Priorität bei der Generation Y hat nicht die Karriere, sondern Familie und Freunde. (Foto: Shutterstock)

Die Generation Y ist nicht gesättigt mit Gründungswilligen

Bei der Frage, ob sie lieber in einem etablierten Unternehmen, in einem jungen Unternehmen oder ihrem eigenen Unternehmen arbeiten würden, gaben 54 Prozent an, am liebsten für ein etabliertes Unternehmen zu arbeiten. Nur 16 Prozent bevorzugten ein junges Unternehmen und 29 Prozent würden am liebsten ihr eigenes Unternehmen gründen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht das allerdings nicht mal bei der von ihnen.

Auf die Frage, wie wichtig das Gründen eines eigenen Unternehmens für die Befragten sei, antworteten nur zwölf Prozent, dass es eins der wichtigsten Dinge in ihrem Leben sei. Weitere 19 Prozent stuften das Vorhaben immer noch als „wichtig, aber nicht am wichtigsten“ ein. 30 Prozent finden es „etwas wichtig“ und 35 Prozent „gar nicht wichtig“.

Mark Zuckerberg über das Arbeiten bei Facebook: „Wir sind kein Unternehmen für jeden!“ (Bild: Mobile World Congress Barcelona)
Ein eigenes Unternehmen gründen: Nicht so wichtig für die Generation Y. (Bild: Mobile World Congress Barcelona)

Obwohl mehr als 50 Prozent am liebsten in einem etablierten Unternehmen arbeiten wollen, ist es nur für 15 Prozent „eines der wichtigsten Dinge im Leben“, einen Job zu haben, der Stabilität bietet, auch wenn er nicht so aufregend ist wie andere Jobs. Allerdings ist es weiteren 38 Prozent noch „wichtig“ und 36 Prozent „etwas wichtig“. Nur acht Prozent ist die Stabilität auf Kosten einer spannenderen Tätigkeit gar nicht wichtig.

Traditionelle Werte

Die Generation Y sieht sich mit vielen Dingen konfrontiert, die in den vorherigen Generationen keine so große Rolle gespielt haben. So gibt es geradezu einen Erfolgszwang. Es scheint, als würden jedem alle Türen offen stehen. Medien suggerieren, dass jeder aus dem Nichts ein Millionenunternehmen aufbauen könne – und das auch schon mit Anfang 20. Vielleicht ist es dieser Druck, der die Menschen in den Zwanzigern wieder stärker an traditionelle Werte glauben lässt. Auf die Frage, wie wichtig es den Befragten sei, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, antworteten 59 Prozent mit „eines der wichtigsten Dinge im Leben“ und weitere 38 Prozent mit „wichtig, aber nicht das Wichtigste“. Nur zwei Prozent gaben an, dass es ihnen nicht wichtig wäre.

Interessant ist zudem, dass sich der Prozentsatz (24 Prozent) genau die Waage hält, wenn es um die Frage geht, wie wichtig der Generation Y eine hochbezahlte Karriere und ein Job, der gesellschaftlichen Nutzen bringt, sind. Die Generation Y scheint also wesentlich traditioneller veranlagt zu sein, als man es von einer Generation, die so viele Startups und Junggründer hervorgebracht hat, erwarten könnte. Die Studie zeigt, dass den Millenials Karriere zwar wichtig ist, aber keinesfalls um jeden Preis.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Studie

3 Reaktionen
Michael

Da hätte ich noch eine Videoreihe für euch, die vielleicht ganz gut dazu passt. Generation Y spricht über Karriere, Zukunftsängste und Hoffnungen: https://www.youtube.com/playlist?list=PL0UsFKvYrUYpwUIWkfqGCbkufYKV6ZF-M

Antworten
DigitalerZimmermann
DigitalerZimmermann

Dazu bleibt zu sagen dass die jungen wenig bis gar nicht über das Thema Unternehmertum aufgeklärt werden und eine völlig falsche Vorstellung davon haben wie es ist Unternehmer zu sein. Meiner Meinung nach sollte man das Thema in den Schulen unterrichten.

Aber klar, Angestellte muss es auch geben. Wenn da jeder beginnt seine Träume zu realisieren hat das Konsequenzen. Ich glaube also dass es nicht ungewollt ist, dass viele Abstand von diesem Thema halten.

Antworten
Sicherheitsdenken
Sicherheitsdenken

Ist natürlich schlecht für die Schaufel- und Jeans-Verkäufer die den Goldgräbern das Equipment verkaufen und die wahren Gewinner sind.
Man erkennt schnell an den Branchen-Anzeigen im Startup-Bereich wo das viele Geld der Investment-Runden bleibt...

Vorletzter Absatz:
http://www.golem.de/1011/79313.html
Vorbildliche Leistungs-Orientierung. Daher sind die vielen Google-Startup-Aufkäufe nach dem Aufkauf erfolgreicher als Spieler nachdem sie zu FC Bayern München unterschrieben haben. Oder auch nicht...

Wer $500.000 (TV-Serie Scrubs lag bei nur $100.000 für ein Arzt-Studium) an Studien-Krediten abbezahlen muss (siehe auch die entsprechende 2 Broke Girls Folge) kriegt seine Ziele vom Kontostand und den regelmäßigen Verbindlichkeiten vorgegeben... Das die deutschen Studenten-Kredite auch hier auf deutsche Absolventen und Gründungen auswirkt sollte Euch auch klar sein...

Wer einen Cashburner für Holding-Ketten gründet hat oft vielleicht keine Festanstellung beim Großkonzern bekommen...
Früher gabs wenigstens jahrelanges Praktikantentum. Dank Mindestlohn ist das jetzt vorbei und müsste sich langsam am Arbeitsmarkt widerspiegeln...

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen