von , 22.05.2009

Georg Lenzen und Andreas Meyer von make.tv im Interview: „Ein Dienst muss so genial sein, dass die Benutzer bereit sind dafür zu bezahlen“

Wir haben heute Andreas Meyer und Georg Lenzen von make.tv im Videointerview. Mithilfe des Kölner Startups make.tv und seines webbasierten Videostudios können Amateure Regisseur spielen: make.tv erlaubt es, verschiedene Quellen von Livestreamings zusammenführen und zu einem Format zu bündeln. Wie ein Regisseur seine Kameras wechseln kann, ist es bei make.tv möglich, Live-Quellen zu wechseln und das zusammengeführte Ergebnis per "Embedded Player" in externe Seiten einzubinden.


make.tv: Pioniere des Web-Fernsehstudios für Amateure

Das Unternehmen um Andreas Meyer (CEO) und Georg Lenzen (CTO) ist Vorreiter auf dem Gebiet des interaktiven, flashbasierten Videostudios. Meyer baut seit 1991 Unternehmen auf, darunter die bekannte fotocommunity, wo er mit seinem späteren CTO Lenzen zusammenarbeitete.

Interessant an make.tv ist seine Interaktivität: Nicht nur verschiedene Livestreams kann man zusammenführen, sondern zum Beispiel auch Präsentationen einbinden. Alle Videos werden außerdem gespeichert und stehen sofort nach Ende der Aufzeichnungen im Internet bereit.

Georg Lenzen, CTO: „Das Schwierigste ist die Synchronisierung“

Georg Lenzen, der Technikchef des jungen , berichtet von der technischen Schwierigkeit hinter der Realisierung des Konzepts: „Das Schwierigste ist die Synchronisierung der einzelnen Medien: Wenn man beispielsweise bei einem Rockkonzert verschiedene Kameras streamt, dann steht eine Kamera hinten, eine andere ist über UMTS verbunden und alle haben verschiedene Latenzen. Wir beginnen dann, Timecodes zu vergleichen und welcher Stream eine Verzögerung hat, damit die Snare Drum auch dann 'Bumm' macht wenn die Kamera gezeigt wird, die nicht den Ton überträgt.“

make.tv setzt EC2 und S3 ein, drei verschiedene Rechenzentren und drei verschiedene Content Delivery Networks - also ein verteiltes Servernetzwerk zur Auslieferung von Medieninhalten.

Andreas Meyer, CEO: „Werbung als Finanzierungsmodell wird es bald nicht mehr geben“

„Der Dienst muss so gut sein, dass die Leute bereit sind zu sagen: 'Das ist ein Mehrwert für mich. Ich finde das genial, ich zahl vier Euro.' Diese ganzen kostenlosen Seiten wird es bald nicht mehr geben. Das Modell, dass alles durch Werbeleute bezahlt wird, ist einfach ein Trugschluss - und das merkt man ja jetzt auch.“

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