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Digitales Leben

Geplante Obsoleszenz gibt es, aber anders als wir denken

    Geplante Obsoleszenz gibt es, aber anders als wir denken

Geplante Obsoleszenz. (Bild: iFixIt)

Das Thema geplante Obsoleszenz erhitzt die Gemüter. Auch wenn es Herstellern wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden kann, so kommt es nicht selten vor, dass das Smartphone, Notebook, oder der Fernseher kurz nach Ablauf der Garantie seinen Geist aufgibt. Zufall, oder Plan – oder spielt sich die geplante Obsoleszenz nur in unseren Köpfen ab? Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes klärt auf.

Was ist geplante Obsoleszenz?

Damit klar ist, um was es sich bei geplanter Obsoleszenz überhaupt handelt: Es dreht sich um die Produktstrategie eines Unternehmens, bei der gezielt eine Schwachstelle in ein Produkt gebaut wird, durch die das jeweilige Gerät früher kaputt geht oder verschleißt. Alternativ kann der Hersteller auch zu minderwertigeren Rohstoffen greifen, oder nach einem bestimmten Zeitraum einfach keine Ersatzteile anbieten, so dass das Produkt entweder eine zu kurze Lebensdauer besitzt oder eine Reparatur ausgeschlossen ist.

(Foto: Shutterstock)
(Foto: Shutterstock)

Sogar an einer softwareseitigen Verkürzung der Lebenszeit von Geräten wird gearbeitet. Die Software namens Magic, kurz für Malicious Ageing in Circuits/Cores, die an der New York University entwickelt wird, lässt Schaltkreise schneller altern, so dass das Produkt nach wenigen Wochen nicht mehr zu gebrauchen ist. In handelsüblichen Produkten ist dieser Chip aber nicht zum Einsatz gekommen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Hersteller bei manchen Produkten aus Sicherheitsgründen sogenannte Sollbruchstellen einsetzen – diese dürfen nicht mit oben genannten Praktiken verwechselt werden. Bei der Sollbruchstelle handelt es sich um eine absichtlich verbaute Produktschwäche, die auch offiziell dokumentiert ist. Im Idealfall kann ein an dieser Stelle gebrochenes Produkt vom Hersteller repariert werden, sodass es wieder voll funktionsfähig ist. Leider ist das nicht immer der Fall.

Geplante Obsoleszenz wurde 1920 „erfunden“

Dass es so etwas wie geplante Obsoleszenz gibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Als Begründer des Konzepts gilt General-Motors-Päsident, Alfred P. Sloan, der in den 1920er Jahren im Jahresturnus Konfigurationsänderungen und Veränderungen an den Auto-Modellen einführte, um Konsumenten dazu zu bringen, im Dreijahreszyklus ein neues Gefährt zu kaufen. Dass ein Auto eine weit längere Lebensdauer besitzt, weiß wohl jeder.

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Geplante Obsoleszenz gibt es auch bei Autos. (Foto: Darryl Brooks / Shutterstock.com)

Sloan erkannte schon damals, dass es nicht mehr darum ging, nur den Bedarf zu decken, sondern ihn zu wecken, wie auch der Vater der modernen Werbung, Earnest Elmo Calkins, dann im Jahr 1932 treffend formulierte: „Wir dürfen nicht eher ruhen, bis wir alles, was wir herstellen können, auch konsumieren.“ Um Produkte zu verkaufen, müssen Hersteller also zusehen, dass sie ihre Geräte so produzieren, dass sie entweder nicht von allzu langer Lebensdauer sind, oder die neueste Produktgeneration sich erheblich vom Vorgänger unterscheidet – sich bei den Kunden ein regelrechtes „Haben-Wollen-Gefühl“ breitmacht. Bei diesem Effekt haben wir es aber nicht mit geplanter, sondern psychologischer Obsoleszenz zu tun. Diese kann allerdings auch als strategischer Bestandteil der geplanten Obsoleszenz betrachtet werden.

Schnellere Smartphones und Notebooks; Fernseher mit tollen neuen Funktionen

Wie der Chef der deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, schon 2013 kritisierte, werden Smartphones von Kunden wegen ihrer kurzen Akkulebensdauer als Wegwerfartikel verstanden. Denn sie könnten nur wenige Jahre genutzt werden. Wie schon erwähnt, neigen Hersteller gerne dazu, ihre Geräte mit Klebstoff zu verleimen, unter anderem, um Bauteile wie auch Akkus zu befestigen. Außerdem sei zu erwähnen, dass Smartphones oftmals so konstruiert werden, dass sie nicht mehr auseinander genommen werden  können – nicht einmal von Experten.

Geschlossene Gehäuse, fest verbaute Akkus und viel Klebstoff sind allerdings Faktoren, die Hersteller dabei unterstützen, immer schlankere Geräte herzustellen – ein iPhone 6s, Samsung Galaxy S6 oder andere ultraschlanke Smartphones wären so nicht – oder zumindest weit aufwändiger herstellbar.

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Heiße Ware Smartphones: Viele wollen immer das neueste Modell. Selbst das Galaxy S6 gehört bald zum Alten Eisen. (Bild: Samsung)

Genau diese dünnen und zumeist auch hübschen und trotzdem hochperformanten Geräte sind für den Kunden verlockend, sodass sie ihre zumeist noch bestens funktionierenden Smartphones aufs Altenteil bringen und das neueste Modell mit brandaktueller Ausstattung und Software haben wollen.

Dieses Phänomen hat auch das Umweltbundesamt (UBA) erkannt: Konsumenten hegen, den Erkenntnissen zufolge, den Wunsch nach neuen Produkten und tauschen ihre bestens funktionierenden Geräte gegen technologisch bessere aus. Hier seien Technologiesprünge ein Auslöser, der beispielsweise auch bei Fernsehern beobachtet wird: Die Lebensdauer von Großgeräten wie Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Kühlschränken hat sich zwischen 2004 und 2012 im Schnitt von 14,1 auf 13 Jahre verkürzt. Bei Notebooks reduzierte sie sich zwischen 2005 und 2012 von sechs auf 5,1 Jahre.

Geplante Obsoleszenz: Ergebnisse der Langzeitstudie des Umweltbundesamtes

Um dem bisher unbestätigten Phänomen „geplante Obsoleszenz“ auf den Grund zu gehen, hat das Umweltbundesamt unter Leitung von Umweltwissenschaftler Siddharth Prakash eine Langzeitstudie durchgeführt, deren Erkenntnisse in einem über 300-seitigen Bericht mit dem Titel „Einfluss der Nutzungsdauer von Produkten auf ihre Umweltwirkung: Schaffung einer Informationsgrundlage und Entwicklung von Strategien gegen „Obsoleszenz“ (PDF) zusammengefasst wurden.

Wie Prakash und sein Team ermitteln konnten, scheinen Unternehmen tatsächlich eine Art „Lebensdauer“ für Produkte einzuplanen – aber man habe keine der eingangs beschriebenen absichtlich integrierten Schwachstellen entdecken können. Allerdings wird der Studie zufolge die sich verändernden Vorlieben der Konsumenten und der stetig technische Fortschritt analysiert. Anhand diesen Erkenntnisse wird dann errechnet, wie lange ein Produkt voraussichtlich in Gebrauch sein wird.

Geplante Obsoleszenz gibt es – aber anders als wir denken

Die Devise der Hersteller lautet, Geräte so zu produzieren, dass sie so lange halten sollen wie nötig, aber nicht so lange wie möglich. Laut des Berichts würden „Maßnahmen zur „unnötigen“ Verlängerung der technischen Lebensdauer unter Umständen die Ressourcen-Inanspruchnahme in der Herstellung sogar erhöhen, was insgesamt ökologisch kontraproduktiv wäre.“ Das bedeutet beispielsweise, dass man Smartphones oder Notebooks so produziert, dass sie zwar lange halten, aber – Vorsicht, Übertreibung – keine 100 Jahre, schließlich verwendet niemand ein Gerät so lange. Denn dies rechne sich weder aus wirtschaftlicher als auch umweltschutz-technischer Perspektiv nicht.

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Mit modularen Smartphones aus der „Upgrade-Falle“?

Unternehmen haben also bei der Entwicklung von Produkten schon die Lebenszeit im Hinterkopf, aber anders als man ihnen bisher unterstellt hat. Wie Prakash schreibt, stehen Anforderungen an Produkte im Kontext der jeweiligen Nutzungsparameter und –umgebung“. Das bedeutet, „dass sich die Auslegung der Produktlebensdauer an der Zielsetzung und den Zielgruppen sowie an den zukünftigen Markt- und Technologie-Entwicklungsszenarien orientiert“, heißt es im Bericht weiter.

„Idealerweise wird angestrebt, dass die technische Produktlebensdauer der Produktnutzungs- dauer entspricht.“

Die Anforderungen an ein Produkt unterscheiden sich daher von Produkt zu Produkt und von Unternehmen zu Unternehmen, was sich auch im Verkaufspreis der Produkte manifestiert. Aber auch andere Faktoren haben einen Einfluss auf die Preise: Zu diesen gehören beispielsweise „angebotener Service, Dauer der Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Zusatznutzen, Design, Updates, Reparaturfähigkeit, mechanische und elektronische Robustheit“.

Bei der Entwicklung und Produktion eines Geräts spielen viele Faktoren mit ein – auch die der möglichen Lebensdauer. Aber bei dieser „geplanten Obsoleszenz“ handelt es sich um eine andere als sie populären öffentlichen Diskurs Verwendung findet. Denn Hersteller kalkulieren bei der technischen Planung von Produkten die mögliche Lebensdauer ein, die ökologische und ökonomische Aspekte mit einbezieht.

Obsoleszenz ist nicht so eindimensional wie bisher gedacht

Den Erkenntnissen der Studie zufolge ist das Thema „geplante Obsoleszenz“ emotional stark aufgeladen: Unternehmen werden in der Vergangenheit als Täter dargestellt – die Konsumenten als die Opfer. Dass das Thema jedoch nicht so eindimensional betrachtet werden kann, zeigt die Studie auf. Denn laut Prakash existiere eine stetige Interaktion zwischen Hersteller und Konsumenten in einer sich permanenent wandelnden Umgebung – Produktentwicklung und Konsummuster würden sich gegenseitig beeinflussen. Sprich: Konsumenten „wollen“ neue Geräte – beispielsweise das neueste Smartphone haben, um stets auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Hersteller reagieren wiederum darauf. Ganz unproblematisch ist dieses Szenario jedoch nicht, schließlich wissen Hersteller nicht konkret, wie lange Konsumenten ihre Produkte wirklich nutzen.

Aus diesem Grund fordert die Chefin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, mehr Transparenz bei Produkten und soweit es geht, eine voraussichtliche Lebensdauer eines Geräts angeben. Die Angabe der Lebensdauer soll aber nicht in Jahren, sondern Stunden erfolgen. Wichtiger sei aber noch, dass Hersteller Konsumenten Anreize schaffen, Produkte wieder länger zu nutzen. „Denn der immer schnellere Austausch von Elektrogeräten hat verheerende Folgen für die Umwelt“, so Katzberger gegenüber Spiegel Online. Laut Ökoinstitut wurden in Deutschland allein im Jahr 2014  mehr als 24 Millionen Smartphones, sieben Millionen Tablets und acht Millionen Fernseher abgesetzt.

Lösungen wider die geplante Obsoleszenz

Im Bericht des Bundesumweltamtes werden nicht nur Erkenntnisse zur Obsoleszenz vorgelegt, sondern Prakash hat mit seinem Team auch Vorschläge und Strategien entwickelt, wie dagegen vorgegangen werden kann.

In den vorgeschlagenen Strategien werden zuvorderst Hersteller und Politik in die Pflicht genommen, mehr Transparenz über die erwartbare Produktlebensdauer zu liefern und außerdem „Mindesthaltbarkeits- und Qualitätsanforderungen an Produkte, Bauteile und Komponenten vorzuschreiben“. Allerdings werden auch Konsumenten dazu aufgefordert, ihre Produkte „im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes so lange wie möglich zu nutzen“.

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Damit Produkte länger genutzt werden können, muss an vielen Stellschrauben gedreht werden. Zum einen sollen laut Umweltbundesamt Mindestanforderungen definiert werden, an denen sich „Qualität und Haltbarkeit von kritischen Bauteilen und Komponenten messen lassen“.

Auch der Bereich Software ist Bestandteil der Strategie zur Verlängerung der Produktlebensdauer: Das Bundesamt schlägt beispielsweise vor, modulare Software-Lösungen zu entwickeln, um den Produkt-Lebenszyklus zu erhöhen. Außerdem soll ein Kosten-/Nutzen- sowie eine Risikoanalyse im Bereich der Software-Updates für mehrere Jahre durchgeführt werden.

Überdies will man auch eine Kosten-/Nutzenanalyse einer eigenständigen Reparaturrichtlinie für Elektro- und Elektronikgeräte durchführen und den Bereich der Reparaturfähigkeit von Produkten erforschen. Ebenso stehen die Themen „Modularität und Austauschbarkeit von Komponenten und Pflichtvorgaben zur Vorhaltung von Ersatzteilen“ auf dem Plan. Unter anderem sollen Akkus von Smartphones oder Notebooks durch den Nutzer selbst oder gegen eine kleine Gebühr bei einem Fachbetrieb ausgetauscht oder repariert werden können. „Nichts spricht für fest verbaute Akkus“, meint Prakash.

Strategien gegen Obsoleszenz lassen sich abschließend nicht von heute auf morgen umsetzen – alle involvierten Parteien – von Hersteller, über Politik bis zum Konsumenten müssen ihren Teil dazu beitragen. Ob sich das Ganze durchsetzen lässt, ist indes fraglich.

Passend zum Thema:  Von Ara bis RePhone: Diese Hersteller entwickeln modulare Smartphones

4 Reaktionen
Sebastian
Sebastian

Wozu immer ein neues Smartphone? Mit etwas Aufwand (cyanogenmod) läuft auch ein 5Jahre altes Samsung S2 noch unter nem aktuellem Android.

Und eingebaute Akkus machen mir mit Hilfe von http://www.akkutauschen.de/ auch wenig Sorgen.

Antworten
Alte Ideen endlich veröffentlicht
Alte Ideen endlich veröffentlicht

Schön das öffentliche Stellen meine Aussagen und Kommentare von vor Jahren endlich bestätigen und Inhaltliche Forderungen und Aspekte wiederholen...

Beim iPhone sieht man das good-enough-Prinzip das eben keine hinreichend neuen Features mehr drin sind um sich vom Mobilfunkanbieter ein neues iPhone geben zu lassen und man stattdessen vielleicht das MiniPad nimmt.
Das liegt aber auch daran das Features dankenswerterweise (im Gegensatz zu oft leider Staatschulden, Staatsausgaben, Staatsanteil, Steuern, Subventionen...) billiger werden und sie inzwischen in $199-Handies drin sind oder 55"-TVs normal sind.

Bei Apple ist das vermutlich auch absichtlich. Als ich mal nach ipodtouch/iphone geguckt habe waren die Steps alle ca. 50 Euro neuere Features mit denen man die Leute in der Preistreppe eine Stufe höher lockt. So wie man beim Mobilfunkprovider alle 12/24 Monate sein neues Iphone mitnimmt aber noch 100 Euro selber drauflegt für mehr eingebautes Flash.
Neue Autos haben weniger Verbrauch und mehr Features usw. So gesehen hat man oft keine Lust, was neues zu kaufen.

Aber an einer Spülmaschine kann doch gar nix kaputt gehen was nicht austauschbar ist. Ausser sie fällt einen Meter herunter aber vermutlich läuft sie noch dann. Wäschetrockner sind leicht, die können locker einen Meter fallen.
Im Gegensatz zu mir hat das Thema kaum jemanden interessiert.
Ich würde gerne ein Startup gründen um Menschen günstig und bezahlbar ratz fatz mit Ersatzteilen und Reparatur zu versorgen. Rechtskosten machen es uninteressant.
Schaut die TV-Dokus bei RTL usw. um die Horror-Handwerker, Horror-Häuser aber auch Horror-Reparatur-Dienste zu erkennen. Qualitäts-Verbesserung wäre besser für Bürger, Preise und ehrliche Handwerker...

All-In-One-PCs oder Tabletts sind ein Beispiel. Auch gibts keinen Grund wieso ein FullHD-TV nicht 20-30 Jahre laufen soll. Die GFU oder andere verkünden oft Zahlen zur Ifa oder Cebit. Daraus wird klar das TVs alle 15-20 Jahre verkauft werden weil sie (ich glaube HD-Fernseher damals) von 7 auf 14 Prozent gestiegen waren.

HDready wurde von Presse und TV jedem Bürger klar vermittelt. Für alle anderen Standards findet das leider nicht statt. Für Verbraucherschutz oder IT-Presse oder Zeitungen arbeite ich leider nicht :-( sonst gäbe es das längst als regelmäßige KaufHilfe damit Schrott verschwindet oder vielleicht sogar große Elektromärkte offen verkünden, bestimmte Features (720p-Bildschirme, aktuell T1-only-Fernseher, Handies die nur 0.5A laden, single-band-nur2.4-Router/Repeater/...bluetooth3/2/1...-Geräte) nicht mehr zu verkaufen. Bei Autos gibts die Abgas-Normen die sowas bewirken. Leichte Markttransparenz würde den Crap austrocknen.

Bei Autos wird alles ausgetauscht so lange es kein Totalschaden ist.
Aber ein viel besseres echtes Beispiel sind Fahrräder. Da gibts kleine Teile für 1-5 Euro problemlos. Wieso also nicht für Spülmaschinen oder Waschmaschinen ? Für Wasserpumpen-Austausch (bei Heizungen) gabs neulich sogar Subventionen vom STAAT !
Für Autos gibts Ersatzteile.
Ein Startup (worüber hier nicht berichtet wird weils vielleicht kein Cashburner ist) im TV meinte mal, sie hätten für Versicherungen Solarzellen verzeichnet weil die Firmen oft nicht mehr existieren und wenn Ausfälle sind, wollen die natürlich schnelle Reparatur aber die Hersteller existieren vielleicht nicht mehr während praktisch jede seriöse Aussteuer-Firma 20 Jahre NACHKAUFGARANTIE garantiert. Hausfrauen sind besser als die IT-Branche ?
Ich wollte schon vor Jahren das alle steuerlich absetzbaren Produkt-Designs beim Notar zu hinterlegen sind. Dann könnte man die Steuergeräte nachbauen.

Auch die Forderung nach billigem Replacement wollte ich schon ewig. Oder Menschenrecht auf RAM-Nachrüstung bei allem was dicker als 1cm ist.
Ein guter Staat unter rot-grün hätte im Rahmen der Abschreibungs-Pläne und DATEV- jedes Produkt verzeichnet und seine Nebenkosten statistisch geoutet. Dann kauft man bestimmte Drucker nicht mehr oder liefert besser mal bezahlbare Ersatzteile.
Die Summe der Ersatzteilpreise sollte 10% Aufpreis nicht überschreiten. Dann kann man endlich auch MacOS einzeln kaufen.
Wer Ersatzteile nicht liefern kann, dem dürfen sie nachgebaut werden. Aber die EU ist schon bei Drucker/Toner-Patronen-Refill gescheitert... TTIP vollendet das dann bald vermutlich... Studentische Lehrbücher für $100 sind oft nur noch gemietet ! Aber digitalen Besitz und Weiterverkauf hat rot-grün natürlich nicht geregelt sondern lieber Buchpreis-Bindung und gleicher Preis für Ebooks !

Alles was bei Autos normal ist sollte per Verfassungsurteil auch für alle anderen Konsumprodukte gelten.
- Ersatzteile
- Reparaturmöglichkeit
...

Wie gesagt: Bei Fahrrädern ist das auch für kleinpreisige Produkte selbstverständlich.
Fragt mal Bekannte die neue Gasbrenner kaufen mussten. 1500 Euro für den Brenner und noch mal 1500 Euro für die Anbringung... Na super.

Bei Discounter-Teilen gehen Teile z.b. beim Umzug verloren usw. Z.b. dieses Ding unten am Toaster oder kleine Plastikteile brechen ab die man per 3D-Drucker in Abmahnfreien Ländern als Fair-Use nachdrucken könnte.
Eine gute Presse würde jeden Discounter fragen und öffentlich outen ob Teile nachkaufbar sind. Die Gartenscheren rosten wirklich nicht oder viel weniger als alle anderen Eisenteile von anderen Anbietern. Doof nur das die Federn verloren gehen und bei Ebay 4 Euro für Markenprodukte kosten obwohl das Set beim Discounter nur 8 Euro kostet :-( aber es leider keine Ersatzteile gibt.
Oder Sprüher wo kleine gummidichtungen kaputt gehen und das Ding für 5-10 Euro hinüber ist. Also kauft man besser Gloria weil im Regal daneben jedes Einzelteil für ein paar Euros nachkaufbar ist. Und es auch nicht so schnell kaputtgeht. Die vorhandenen nicht mehr nutzbaren Sprüher könnte man zwar problemlos reparieren aber wer und wo macht das ? Mein Startup an der anderen Seite der polnischen Grenze würde das systematisch machen und ehrlichen Handwerker-Rentnern, Friseuren usw. profitable Einnahmen liefern. Leider sind die Rechtskosten zu teuer. Also muss man ständig alles neu kaufen während Jeans und Socken schon vor Ewigkeiten gestopft wurden.

Auch im B2B-Markt sollten die Steuerberater und Datev dafür sorgen das Produkte weitergegeben werden. Schlaue Geschäftsinhaber kaufen dann also 1-2 Ersatz-Kassen, Ersatz-Scanner usw. Leider gibts keine Märkte dafür und vieles wird weggeworfen oder ist nur als Gebraucht gut kaufbar:
http://www.golem.de/news/teg-s61sfp-kleiner-switch-mit-sfp-anschluss-fuer-gbic-module-1601-118757.html Dritter Absatz

Das Finanzamt, DATEV und Steuerberater mit ihrer Pflicht dem Steuerzahler(Geschäftsinhaber,...) gegenüber usw. hätten dank passender Pressefragen locker längst das Ersatzteilrecht ohne Staat eingeführt damit man überhaupt noch Firmenaufträge bekommt. Und natürlich die Sparkassen welche die Kredite geben. Die würde ich als Presse (was ich leider nicht bin) so lange fragen bis eine Sparkasse öffentlich verkündet, nur noch seriöse nachweislich reparaturfähige Produkte zu finanzieren und zu outen (also Werbung für die Produzenten) und keine Dönergrills mehr oder Kühl-Räume wo ein Teil kaputtgeht und man dann für 10.000 Euro nachkaufen soll.

Presse könnte auch alle Lebensmittelhersteller und Supermärkte fragen welche ihrer Tiefkühlpizzen Analogkäse oder Pressfleisch enthalten. Das wäre mal ein dicker Scoop und diese Zusätze würden wohl weit weniger werden. Leider hat das bisher nicht stattgefunden. Schade das ich keinen Bild-Redakteur kenne weil die andere Presse vielleicht ja kein Interesse an Verbesserung fürs Volk hat. Bild-Erfolge waren: Wulff. Oder letztes Jahr mit Scripted Reality welche m.W. inzwischen sehr viel klarer markiert werden. Oder als geoutet wurde das Chips o.ä. bei mehr als 180 Grad viel Acrolein enthielten haben die meisten oder alle Discounter usw. schnell beschlossen es gesundheitlich besser mit geringerer Temperatur zu produzieren. Viele Dinge gehen also oft sehr schnell. Aluminium ist inzwischen auch in Verruf geraten und wird immer weniger in z.b. Deo-Rollern usw. eingesetzt. Die von mir schon lange geforderte Preisgerechtigkeit wurde ja nicht von rot-grün etabliert sondern erst nach Presseberichten haben ein paar Politiker das Thema endlich mal aufgegriffen und für relevant befunden. Die ct' ist seit Jahren gegen zu hohe Druckerpatronen-Preise. Das wirkte bisher wohl nicht so sehr.

Wäre ich Verbraucherschutz würde ich eine riesige Menge von Freiwilligen acquirieren welche die Reparierbarkeit und Seriösität von Reparaturdiensten erfassen und z.b. nach Österreich melden und dort outen könnte.
Betroffene melden sich sehr gerne wenn man ihnen einen Ansprechpartner gibt. Beispiel siehe hier: http://t3n.de/news/github-community-offener-brief-679827/

Antworten
Oliver Schmelzenburg
Oliver Schmelzenburg

Da ich keine Lust habe, die 300 Seiten zu lesen und der Artikel relativ stark auf Smartphones eingeht, möchte ich drei Beispiele nennen, bei denen es mir so vorkommt, als ob es doch eine geplante Obsoleszenz gibt:
- Samsung-HDTV: In unserem Fernseher, der mittlerweile über 8 Jahre alt ist, gingen die Elkos im Netzteil kaputt. Dadurch versagte das Gerät den Dienst. Die Elkos waren für eine offenbar zu niedrige Temperatur ausgelegt.
- Humax-Sat-Receiver: Die Elkos im Netzteil gingen kaputt. Gleiche Vermutung, wie beim TV.
- Oral-B-Zahnbürste: Akku sehr schwierig zu tauschen.

Antworten
Uli Ludwig
Uli Ludwig

Wir bereiten seit 15 Jahren gebrauchte IT Hardware auf und empfehlen beim Kauf von Notebook und PC auf Modelle zu achten, die wartungsfreundlich sind. Wie im Artikel beschrieben sollte man fest verbaute Komponenten tunlichst meiden und auf die Austauschbarkeit von RAM, Festplatte Grafikkarte und Akku achten. Es gibt bestimmte Baureihe diverser Business Marken, die auf Langlebigkeit ausgerichtet sind und mit denen man der Obsoleszenz entgehen kann. Als Neugerät sind diese Geräte nicht gerade günstig, aber als Gebrauchtgerät kann man damit nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schonen.

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