von , 18.09.2008

Gestorzte Startups (2/5): Shapeways

Immer donnerstags nimmt sich Sacha Storz ein interessantes, schönes, seltsames oder auch komplett überflüssiges Startup vor und präsentiert es auf die etwas andere Art. Heute: Shapeways. Erfahren Sie, wie dieses Startup den Valentinstag retten kann und was es mit Star Trek und Hasen zu tun hat.
Jeder, der irgendwann zumindest eine Folge Star Trek geschaut hat, hat sich im Leben schon mal eines der folgenden Dinge gewünscht: (1) Beamen, (2) ein Holodeck, (3) einen Replikator.

Gut: Mit Beamen sieht es, zumindest jenseits subatomarer Partikel, noch eher mau aus. Holografie? Ist über das Stadium "grün, und wenn man genau hinschaut ein bisschen 3D" noch nicht hinaus. An der Replikator-Front aber, da gibt es gute Nachrichten.

Das niederländische Startup Shapeways bietet nichts weniger an als einen Online-Service: Schick mir die Specs, ich druck's Dir aus – und zwar in 3D. Man nennt das "rapid prototyping", bedeutet: Ausdrucken findet ab heute nicht mehr einfach nur auf Papier statt, so quasi dröge in der Fläche, vielmehr kann der "Rapid Prototyper" beliebige Gegenstände in Plastik herstellen, beliebig oft, auf Knopfdruck.

Okay, ein Beispiel: Nehmen wir an, Valentinstag steht vor der Tür und Sie brauchen einen Hasen oder etwas ähnlich Doofes für die Liebste/den Liebsten. Nun haben Sie zumindest drei Alternativen. Erstens, Sie gehen ins Kaufhaus, kaufen einen Plüschhasen, hängen ihm ein Schild um „Hab Dich lieb“ und können sich sicher sein: Unorigineller geht’s nicht, Versagertum steht Ihnen auf die Stirn geschrieben.

Variante zwei: Sie zwingen ihre alte kranke Mutter, ein handgemachtes Plüschtier zu basteln - netter Versuch, aber Sie können sich sicher sein: (a) der Belohnungsurlaub mit Ihrer Mutter wird die Hölle und (b) der Hase wird nicht rechtzeitig fertig und/oder sieht scheiße aus.

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11 Antworten

  1. von marc 18.09.2008 (11:33Uhr) 1.

    Bei http://www.fabidoo.com gibts die besprochene Star-Trek Technologie auch bereits für den normalen Geldbeutel. Dazu sind die gestaltbaren Gegenstände sogar in Farbe und z.B. als USB-Stick obendrein auch noch nützlich ;-)

  2. von Jan Tißler 18.09.2008 (11:47Uhr) 2.

    Wenn ich das richtig sehe, kann man bei Fabidoo aber nur vorhandene Gegenstände individuell bedrucken lassen? Das ist witzig, kann aber nicht mit Shapeways mithalten. Denn denen schicke ich meine 3D-Daten und die stellen das dann individuell her. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Einfach dort mal in die Produktgalerie schauen, dann sieht man den Unterschied sehr schnell. Aber womöglich war der Kommentar sowieso mehr eine kostenlose Werbeschaltung? :-) Aber ich will da niemanden was unterstellen. ;-)

  3. von Sven 18.09.2008 (11:48Uhr) 3.

    Und bei rapidobject sind der Möglichkeiten sowieso keine Grenzen gesetzt! ;)
    Beliebige Modelle in allen Größen, komplett vollfarbig, in Kunststoff oder Gips, mit Wiederkaufsfunktion inkl. Provisionssystem durch einen eigenen Shop, der auch in die eigene Website integrierbar ist, Lieferung bequem nach Hause und und und …
    Einfach mal ausprobieren!

  4. von Jan Tißler 18.09.2008 (11:54Uhr) 4.

    Okay, das ist wenigstens ein vergleichbares Angebot :-) Interessant, wie sich der Markt entwickelt.

  5. von Sven 18.09.2008 (11:57Uhr) 5.

    rapidobject war meines Erachtens das erste 3D-Druck-Portal für den Massenmarkt.
    Sogar farblich ähnelt shapeways ein bisschen rapidobject … ;)

  6. von Peter 18.09.2008 (12:49Uhr) 6.

    Sehr unterhaltsamer Artikel! Weiter so.

  7. von Jochem 18.09.2008 (18:03Uhr) 7.

    Thanks for the review, guys! To see what Shapeways really adds to the market, have a look at our Creator (http://www.youtube.com/watch?v=xvwFl3ShBrc). Or, if you are a 3D modeler, join our creative 3D community and check out our range of materials covering different characteristics and prices.

  8. von Simon 21.09.2008 (15:54Uhr) 8.

    3D-Scanner müssen nicht "mehreren tausend Euro" kosten. Es geht auch schon für wenige hundert Euro (siehe http://www.david-laserscanner.com )

  9. von andylenz77 21.09.2008 (19:24Uhr) 9.

    es gibt sogar einen Open-Source-3D-Printer-Projekt http://fabathome.org

  10. von marc 22.09.2008 (11:25Uhr) 10.

    Hi Jan,

    der Vergleich mit fabidoo bezieht sich vor allem auf den Shapeways Creator, bei dem Endkunden bestimmte Produkte (z.Z. eine Lampe) in Grenzen weitergestalten können. Die Produkte bei fabidoo werden übrigens nicht bedruckt sondern kommen farbig aus der Rapid Manufacturing Maschine raus.

    Daneben bietet fabidoo für Business-Kunden auch ein 3D Daten-Upload an, so daß sich Firmen auch ganz eigene Sticks von fabidoo produzieren lassen können.

    Schön, wenn auch mal über innovative deutsche Firmen wie rapidobject oder fabidoo berichtet wird - wenn auch hier nur in Kommentar-Form ;-)

  11. von Jan Tißler 22.09.2008 (15:33Uhr) 11.

    Hallo Marc, vielen Dank für die Ergänzung.

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