von , 02.10.2008

Gestorzte Startups (4/5): Twitterfone

Donnerstags gibt es bei T3N "gestorzte Startups". Sacha Storz nimmt sich darin ein interessantes, schönes, seltsames oder auch komplett überflüssiges Startup vor und präsentiert es auf die etwas andere Art. Diesmal: Twitterfone.
Es gibt viele Situationen, in denen man keine Tastatur bedienen kann oder möchte. Beim Sex. Auf der Autobahn. Vor dem Traualtar. Situationen, in denen soziales Umfeld oder gesunde Risikoabwägung es nicht zulassen, dass man eine Textnachricht absetzt. Da hilft auch kein Touchscreen. Da hilft kein T9. Da hilft kein QWERTZ und kein Blackberry, da wird Ihnen jeder sagen: Junge, respektive Mädel, da kannst Du nicht twittern.

Auch in solchen Situationen möchte sich ein echter Twitterero aber mitteilen. Muss er, muss sie sich geradezu mitteilen, schlichtweg, weil es Situationen sind, die der Welt zu verkünden sich lohnt. Prüfen Sie selbst nach, was finden Sie spannender: „Habe Sex mit Paulo/Paula/beides“ oder „Sitze auf Parkbank“?

Genau.

Und, was denken Sie, womit können Sie eher punkten, mit: „Fahre 220, neuer Porsche fühlt sich gut an.“ Oder mit: „Esse Pommes weiß-rot beim Bratwurst-Kalle.“ Eben. Also, eine Lösung muss her, eine Lösung für tastaturloses Twittern.

Diese Lösung hat sich nun Twitterfone einfallen lassen, und zwar ganz einfach: Telefonieren. Telefonieren kann man immer. Eventuell muss man sich ein unauffälliges Headset besorgen (Sex, Traualtar), aber sodann ist dem Voice to Twitter keine Grenze gesetzt. Inlandsfestnetznummer wählen – Sie haben eine Festnetzflat? Dann ist das Ganze auch noch gratis! Sie hören ein: "Welcome to Twitterfone". Sie hören einen: "Piep". Sie verkünden: „My Porsche rocks the hell out of A3“.

4 Antworten

  1. von CashBlog 04.10.2008 (20:49Uhr) 1.

    Ganz witzige Idee, dass muss man zugeben. Ich twittere zwar auch, doch ich muss dies nicht immer und zu jeder Zeit tun. So groß ist mein Mitteilungsbedürfnis dann doch nicht.

    Es gibt aber sicher genügend Menschen, denen dieser Dienst zu noch mehr Qualität verhilft, wenn es um sich mitteilen geht.

  2. von Roman 05.10.2008 (17:54Uhr) 2.

    Twitter und Konsorten sind ja von sich aus schon völlig überflüssig. Social Spam pur. Da ist es nicht leicht zu erraten, dass sämtliche Zulieferdienste ebenfalls nicht nötig sind.

  3. von Matthias 06.10.2008 (21:47Uhr) 3.

    Herrlicher Artikel! Wo ist eigentlich das Geschäftsmodell dieser Firma? Und wie soll sich so ein Schwachsinn rechnen? Twitter finde ich zwar nicht überflüssig, sondern sogar sehr nützlich. Aber Twitterbotschaften über das Telefon durchgeben, nur weil man gerade nichts eintippen kann ist schon sehr grenzwertig.

  4. von Marius_M 06.10.2008 (22:03Uhr) 4.

    Twitter an sich finde ich auch sehr nützlich und das schöne ist, dass man nicht wie bei Mails oder Skype unter Antwortzwang steht. Twitterphone dagegen ist aber echt nen Witz oder?

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