Gestorzte Startups (4/5): Twitterfone

Gut, das ist der Nachteil...: Twitterfone versteht nur Englisch. Die Voice-Tweets werden nach USA weitergeleitet und dort von monolingualen Menschen abgetippt. Nixda Software, Sie wissen: Web 2.0 wird von Menschen gemacht. Und besagte Menschen können eben nur Englisch, auch wenn es eine Einwahlnummer in Deutschland gibt, in der Schweiz und in Italien und in Schweden und und und. Das soll der Sache jedoch keinen Abbruch tun, Englisch ist ohnehin die Sprache des Internets. Und des Abenteuers.

Also: Wenn Sie demnächst den Fallschirmsprung absolvieren, den Sie von ihren lustigen Kollegen geschenkt bekommen haben, dann legen Sie die Twitter-Telefonnummer auf Speed-Dial. Und auf zirka 3.000 Meter Höhe, im freien Fall mit 220 Sachen, schreien Sie: "Booooorn too be wild!" Oder so. Und eine Minute später wird es auf Twitter erscheinen. Das ist cool, wird jeder zugeben müssen, oder?

Über den Autor

Sacha Storz ist Autor und Lektor und veröffentlichte bis dato zahlreiche Artikel in Zeitschriften und Lokalzeitungen. Seit fünf Jahren arbeitet er primär im Bereich Open Source und Linux und ist seit 2008 Lektor beim Verlag Open Source Press.

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4 Answers

  1. von CashBlog 04.10.2008 (20:49Uhr) 1.

    Ganz witzige Idee, dass muss man zugeben. Ich twittere zwar auch, doch ich muss dies nicht immer und zu jeder Zeit tun. So groß ist mein Mitteilungsbedürfnis dann doch nicht.

    Es gibt aber sicher genügend Menschen, denen dieser Dienst zu noch mehr Qualität verhilft, wenn es um sich mitteilen geht.

  2. von Roman 05.10.2008 (17:54Uhr) 2.

    Twitter und Konsorten sind ja von sich aus schon völlig überflüssig. Social Spam pur. Da ist es nicht leicht zu erraten, dass sämtliche Zulieferdienste ebenfalls nicht nötig sind.

  3. von Matthias 06.10.2008 (21:47Uhr) 3.

    Herrlicher Artikel! Wo ist eigentlich das Geschäftsmodell dieser Firma? Und wie soll sich so ein Schwachsinn rechnen? Twitter finde ich zwar nicht überflüssig, sondern sogar sehr nützlich. Aber Twitterbotschaften über das Telefon durchgeben, nur weil man gerade nichts eintippen kann ist schon sehr grenzwertig.

  4. von Marius_M 06.10.2008 (22:03Uhr) 4.

    Twitter an sich finde ich auch sehr nützlich und das schöne ist, dass man nicht wie bei Mails oder Skype unter Antwortzwang steht. Twitterphone dagegen ist aber echt nen Witz oder?

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