Gestorzte Startups (5/5): Swurl.com

Auch in der letzten Ausgabe dieser Serie nimmt sich Sacha Storz wieder ein interessantes, schönes, seltsames oder auch komplett überflüssiges Startup vor und präsentiert es auf die etwas andere Art. Diesmal geht es um Swurl und außerdem um Blogs, Tilsiter und attraktive Personen des präferierten Geschlechts.

Obwohl böse Zungen behaupten, Bloggen sei tot, ist die Zahl derer, die der Welt regelmäßig Meinung und Tagewerk verkünden nicht etwa rückläufig. Im Gegenteil, bald jeder hat heute ein Blog, und wer keines hat, wird ständig gedrängelt, doch endlich auch eines anzufangen.

Sie werden gar merken, dass Leute das Gespräch mit Ihnen abbrechen, wenn klar wird, dass Sie zu den Spaßbremsen gehören, die ein Blog gar nicht notwendig finden. Wissen Sie nicht? Man erzählt sich heute nicht mehr: "Du, gestern ist mir ja was Irres passiert...". Man begrüßt sich vielmehr mit: "Haste gelesen?"

Schlimmer noch: Sie lernen auf einer Party eine attraktive Person des präferierten Geschlechts (APPG) kennen, und auf die Frage "Wollen wir unsere Blogs verlinken?" müssen Sie antworten: "Ich habe gar kein Blog". Dann stehen Sie da wie ein Web-2.0-Verweigerer, so wird die Begegnung mit der APPG schnell zur Nullnummer.

Und allerspätestens, wenn Sie an der Käsetheke Frau Müller, 87 Jahre alt, sagen hören: "Der Tilsiter ist heut im Sonderangebot, hab ich bei Frau Meyer im Blog gelesen, gell?", muss Ihnen klar werden: Diesem sozialen Druck werden Sie auf Dauer nicht standhalten können. Geben Sie nach, Sie brauchen ein Blog.

Ja, auch wenn Sie gar keine Lust und vor allem keine Zeit haben, der Weltöffentlichkeit mitzuteilen, auf welchem Ihrer Urlaubsbilder man das tote Schwein am besten erkennt. Aber keine Angst, es gibt Abhilfe. Sie brauchen Swurl. Der neue, schicke Service fällt in die Kategorie Life und Activity Stream, und das heißt für Sie: Sie müssen nicht selbst bloggen. Man lässt heutzutage bloggen, Sie verstehen.

Das interessiert dich bestimmt auch

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)