von , 09.10.2008

Gestorzte Startups (5/5): Swurl.com

Swurl bezieht seine Informationen über Ihre Webaktivitäten direkt aus dem Netz. Tun Sie etwas auf Ihre Amazon-Wunschliste? Swurl macht einen Blogeintrag draus. Laden Sie neue Fotos zu Flickr hoch? Swurl postet sie in Ihrem Blog. Diggen Sie eine URL? Swurl baut ein Posting darum herum. Ihr Blog füllt sich so tagtäglich mit Onlinespuren, ohne dass Sie einen Finger rühren müssen. Und all Ihre Liebsten sind darüber informiert, was Sie gerade so anstellen.

Das heißt: Jeder auf der Welt ist natürlich darüber informiert. Und zwar automatisch, ohne Ansehen der Person oder Aktion, das ist das Pikante an Activity Streams. Ach so, Sie kaufen online manchmal auch... fragwürdige Dinge? Sie leihen auch mal... spezielle DVDs? Na, das ist dann aber gefährlich. Sicher, man kann später noch behaupten, es war für einen Freund oder für eine Facharbeit zum Thema Hautkrankheiten.

Aber sicherer wäre es schon, wenn Sie das Blog dann doch von Hand... Ach ja, dafür fehlt es ja an Zeit. Na gut, dann müssen Sie mit den Konsequenzen halt leben. Sie wissen ja, es wird nicht heißen: "Du, der Dings hat sich gestern die ersten 3 Staffeln Musikantenstadl gekauft, krass, oder?!"

Es wird nur heißen: "Haste gelesen?"

Über den Autor

Sacha Storz ist Autor und Lektor und veröffentlichte bis dato zahlreiche Artikel in Zeitschriften und Lokalzeitungen. Seit fünf Jahren arbeitet er primär im Bereich Open Source und Linux und ist seit 2008 Lektor beim Verlag Open Source Press.

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