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Arbeitgeber bewerten, Traumjob finden: Glassdoor möchte Transparenz auf deutschem Arbeitsmarkt schaffen

Arbeitgeber bewerten, Traumjob finden: Glassdoor möchte Transparenz auf deutschem Arbeitsmarkt schaffen

Die US-amerikanische Karriere-Website Glassdoor hat einen deutschen Ableger bekommen. Nutzer können Arbeitgeber bewerten und nach Stellenausschreibungen suchen.

Arbeitgeber bewerten, Traumjob finden: Glassdoor möchte Transparenz auf deutschem Arbeitsmarkt schaffen

„Wir möchten Transparenz auf dem Arbeitsmarkt schaffen!“

Während Karriere-Netzwerke wie Xing und LinkedIn darauf ausgelegt sind ihre Mitglieder zu vernetzen und Plattformen wie Monster.de sich darauf verständigen Stellenausschreibungen zu präsentieren, konzentriert sich die US-Karrierewebseite Glassdoor neben Jobangeboten auch darauf, relevante Informationen über potenzielle Arbeitgeber zu sammeln. Angemeldete Nutzer können beispielsweise Angaben zu Gehältern und Zusatzleistungen posten, ihre Erfahrungen in Vorstellungsgesprächen mitteilen und das jeweilige Unternehmen schlussendlich auch bewerten – anonym, versteht sich. Die Produktverantwortliche für Deutschland, Sonja Perry, gibt zu verstehen: „Wir möchten Transparenz auf dem Arbeitsmarkt schaffen!“ Bereits zum Start der Plattform in Deutschland sind Angaben über 6.500 Unternehmen übersetzt worden.

Anders als in den USA, wo es kostenpflichtige Profile mit Zusatzfunktionen gibt, ist die Mitgliedschaft hierzulande vorerst kostenfrei. Wer sich auf Glassdoor anmeldet, gibt einige persönliche Informationen ab, wie die Berufsbezeichnung und den Wohnort. Nach der Anmeldung bekommen Nutzer eine E-mail in das Postfach, in der sie aufgerufen werden, ein Unternehmen zu bewerten. Wer das allerdings während eines Zeitraums von zehn Tagen nicht tut, bekommt nur noch einen stark eingeschränkten Blick auf die Informationen von Glassdoor.

Arbeitgeber bewerten: Aktuelles Unternehmensprofil der Axel Springer AG – Stand: 15. Januar 2015. (Screenshot: Glassdoor)
Arbeitgeber bewerten: Aktuelles Unternehmensprofil der Axel Springer AG – Stand: 15. Januar 2015. (Screenshot: Glassdoor)

Glassdoor lässt Nutzer bisherige Arbeitgeber bewerten

Die Bewertungsmaske ist indes umfangreich und fragt eine Menge wichtiger Informationen für interessierte Bewerber ab. In die Felder „Pros“, „Kontras“ und „Rat an das Management“ können Nutzer mit mindestens 20 Zeichen einige persönliche Worte eintragen. Anschließend können im Rahmen eines Punktesystems einige Kategorien bewertet werden (Sterne: Von 1 = „sehr unzufrieden“ bis 5 = „sehr zufrieden“). Zu den Kategorien zählen „Karrierechancen“, „Work-Life-Balance“ und „Kultur und Werte“. Interessant ist auch das Feld „Geschäftsaussichten für die kommenden 6 Monate“, das allerdings kein Pflichtfeld ist.

Stellenausschreibungen lassen sich nach Gehälter ausgeben

Wer auf Glassdoor nach einem Job sucht, bekommt bereits einige Informationen ausgegeben. In einem Kurztest haben wir nach „Redakteur“ gesucht und bereits 36 Stellenanzeigen erhalten. In der Ergebnismaske können suchende Unternehmen nach der Bewertung und der durchschnittlichen Gehaltsspanne gefiltert werden.

Glassdoor-Ergebnisseite für „Redakteur“ – Stand: 15. Januar 2015. (Screenshot: Glassdoor)
Glassdoor-Ergebnisseite für „Redakteur“ – Stand: 15. Januar 2015. (Screenshot: Glassdoor)

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5 Antworten
  1. von Thomas am 15.01.2015 (11:41 Uhr)

    Das klingt hier alles nach einer Weltneuheit. kununu anyone? http://www.kununu.com/

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  2. von Die dürfen das am 15.01.2015 (14:27 Uhr)

    Sowas braucht es hier schon lange.
    Leider machen die Linke oder die Gewerkschaften so etwas nicht selber.
    - Mitarbeiter-Fluktuation
    - Lohnstatistik
    - Aufsstiegs-Statistiken
    ...
    sind auch bei kleinen Betrieben oder Filial-Ketten die mit Aufstieg Bewerber suchen interessant.

    Hier wäre man vielleicht abgemahnt worden.
    Aber in Amerika darf man das.

    Wichtig wäre, den Studenten und Auszubildenden das zu vermitteln damit jeder mitmacht.
    Xing hat sowas ja vermutlich nicht.

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/mitarbeiter-bei-google-bleiben-nur-gut-ein-jahr-a-914397.html

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