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Global Fashion Group: 330 Millionen Euro für Rockets Zalando-Klone

    Global Fashion Group: 330 Millionen Euro für Rockets Zalando-Klone
Global Fashion Group. (Screenshot: Global Fashion Group)

Der Startup-Inkubator Rocket Internet hat die Global Fashion Group mit weiterem Kapital ausgestattet. Geld, das die Gruppe dringend benötigt haben soll. 

Die Global Fashion Group zählt zu den Portfolio-Unternehmen von Rocket Internet. (Screenshot: Global Fashion Group)
Die Global Fashion Group zählt zu den Portfolio-Unternehmen von Rocket Internet. (Screenshot: Global Fashion Group)

Geldregen für die Global Fashion Group

Auf den ersten Blick klingt es nach einer Hammer-Finanzierung: Die Global Fashion Group (GFG) hat 330 Millionen Euro an Kapital eingesammelt. Das sind 30 Millionen Euro mehr als ursprünglich anvisiert. Der Startup-Inkubator Rocket Internet, einer der bisherigen Investoren, verkündete die Runde am Freitag. Unter dem Dach des Unternehmens hat die Firmenschmiede Zalando-Klone wie Dafiti aus Lateinamerika und Zalora in Südostasien gebündelt.

Rocket selbst investierte 68 Millionen Euro und hält nun 20,4 Prozent an der Mode-Gruppe. 2015 waren es 22,5 Prozent. Auch der von den Berlinern aufgesetzte Fonds Rocket Internet Capital Partners (RICP) beteiligte sich an der Finanzierung. Rocket-Chef Oliver Samwer setzt nun darauf, dass sich die Startups weiter als Marktführer in den Schwellenländern behaupten können. „Die jüngste Finanzierungsrunde verschafft GFG das nötige Kapital, um diesen Weg weiter zu verfolgen“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert.

Was er nicht erwähnt: Die Global Fashion Group brauchte das Geld offenbar dringend. In einer Mitteilung hatte Rocket Internet bereits im April eine „Finanzierungszusage“ für das Unternehmen abgegeben. Der Samwer-Konzern versprach insgesamt 300 Millionen Euro – bis zu 85 Millionen davon sollten aus eigener Tasche kommen. Zuvor hatte die Berliner Startup-Schmiede die Bewertung des Unternehmens herabgesetzt: von drei Milliarden auf eine Milliarde Euro.

Die GFG soll massive Probleme gehabt haben, überhaupt an Geld zu kommen, wie Techcrunch berichtet. Ein Informant sagte dem US-Portal, dass sich Geschäftsführer Romain Voog mit mehr als 90 Investoren getroffen habe – aber „keinen Penny“ von ihnen erhielt. Techcrunch spricht von einer überhastet angesetzten Finanzierung. Der Großteil des Geldes soll demnach von Kinnevik und Rocket kommen.

Weitere Zusammenarbeit mit Kinnevik

Interessante Randnotiz: Auch der schwedische Investor Kinnevik bleibt an der Global Fashion Group beteiligt. Galten Rocket Internet und das Unternehmen lange als Partner, so kühlte das Verhältnis in den vergangenen Monaten deutlich ab. Zuletzt verließen zwei Kinnevik-Vertreter gar den Aufsichtsrat von Rocket. Nun heißt es von Samwer: „Wir freuen uns darauf, mit dem GFG-Team sowie Kinnevik und den anderen Anteilseignern weiterzuarbeiten.“

Die Global Fashion Group wurde 2014 gegründet und ist vor allem in Schwellenländern aktiv. Zum Portfolio der Gruppe gehören neben Dafiti und Zalora auch die australische Mode-Plattform The Iconic, Lamoda in Russland, Namshi im Nahen Osten und Jabong in Indien. 2015 schrieben die Startups einen Verlust von 384 Millionen Euro.

 

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